Dr. Klaus Zernickow und Mumon Kai

Der Blog-Betreiber sieht sich veranlasst, Neuinteressierte des Zen-Buddhismus darauf aufmerksam zu machen, dass seit Jahren immer wieder Beschwerden gegenüber der Rinzai-Weggemeinschaft MUMON-KAI und ihrem Leiter, Dr. Klaus Zernickow (Berlin), erhoben werden.

Auch der Leitstelle für Sektenfragen, Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft, Bernhard-Weiß-Str. 6, 10178 Berlin, phone 030 90227 5578, fax 030 90227 5031, web www.berlin.de/sen/familie/sekten-psychogruppen, liegen Beschwerden vor.

Laut den Aussagen ehemaliger, teilweise langjähriger Mitglieder und Schüler handelt es sich um eine sehr zweifelhafte autoritär geführte Gruppe.

Recherchen ehemaliger Schüler und von Herbert Rusche in Japan ergaben außerdem, dass es für die Behauptung, dass Herr Dr. Zernickow Dharma-Nachfolger von Seki Yūhō Rōshi sei, bisher keinerlei Dokumente oder Bestätigung gibt.

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Sekten als Droge?

“Sie müssen sich das wie bei einem Drogenabhängigen vorstellen, dem plötzlich der Stoff ausgeht. Scientology wirkt wie eine Euphorisierungsmachine, ohne die Sie glauben nicht mehr leben zu können.”

Kann ich nur unterschreiben. Tatsächlich sind Abhängigkeiten und Schwierigkeiten eines Ausstiegs aus sogenannten Sekten mit den Dynamiken von Drogenabhängigen zu ihrem Suchtstoff vergleichbar.

Der Einsteiger macht erst mal gute Erfahrungen, hat “Gewinne”. Diese werden in der Gruppe positiv verstärkt. Man bekommt das Gefühl vermittelt, etwas Besonderes zu sein, besonderes Talent zu haben (um im “Buddhistensprech” zu bleiben: “gutes Karma zu haben”). So steigt Stolz und Wahn in einem auf, der zu einer Verzerrung der Wahrnehmung führt. Dadurch denkt man, dass die Sache und man selbst etwas “ganz Besonderes” wäre.

Das Mitglied muss sich aber auch immer mehr anstrengen und in die Gruppe einbringen, um noch mehr “Gewinne” (oder “Verdienste”) zu erlangen, damit es das Ziel “Clear” (oder Erleuchtung) erreicht. Natürlich führt der Weg dahin nur über die Programme der Gruppe, die man sich durch hingebungsvolles Arbeiten (arbeiten rund um die Uhr, für [fast oder gar] nix und ohne Sozialabgaben, Krankenversicherung etc) oder Geld erkaufen kann. Auftauchende Schwierigkeiten sind kein Fehler des “Stoffes” (der Sekte, ihrer Struktur und Ideologie) sondern des Mitglieds, das nicht “rein” genug ist, “zu viel Ego” hat oder “ganz negativ” gegenüber der Gruppe, ihrer Ideologie und ihrem Führers geworden ist. “Mara” (das Böse, ein Verräter, ein Verblendeter, eine Verschwörung etc.) hat das Mitglied im Griff und es muss natürlich aus den Klauen dieses Monsters befreit werden … (zu seinem eigenen und dem Wohl anderer natürlich).

Eben weil man am Anfang gute Erfahrungen machte, glaubt man an die Gültigkeit des Systems der Sekte und zweifelt sich bei negativen Erfahrungen eher selbst an, als dass man die Sekte, Ihre Methoden oder gar ihren Führer infrage stellt … das ist so wie bei einem Drogenabhängigen, der merkt, dass die Droge nicht mehr das bringt, was sie am Anfang brachte, aber weiter an den ursprünglichen Erfahrungen klebt und glaubt, diese könnten durch intensiveren Konsum (oder “Hingabe”, “Vertrauen”) wieder erfahren werden. Aber je mehr er das tut, desto tiefer versinkt er im Leid, das durch die “Nebenwirkungen” der Droge (Sekte) entsteht.

Am Ende gilt: Ohne Gruppe, Tradition, Guru etc. kein Glück mehr … Erlösung kann nur noch in und durch die Gruppe, ihre Doktrin und Führer gefunden werden. Die totale Abhängigkeit, statt Freiheit und Erleuchtung, ist erlangt.

Noch schlimmer ist es zu sehen, wie der Wahn, das schleichende Gift, nicht nur Menschen kaputt macht sondern auch Familien trennt und zerstört …

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Kurz-Notiz

Liebe Leser des Blogs,
vor kurzem hatte die Anwaltskanzlei “Terhaag & Partner” im Auftrag von […]*—einem Zen-Verein in Berlin, dessen spiritueller Leiter der nicht unumstrittene Dr. Zen* ist—dazu beigetragen, dass der Verfasser von drei Blogbeiträgen, die auf diesem Blog anonym veröffentlicht wurden, mich bat, diese wieder zu löschen.

In diesem Zusammenhang habe ich auf diesem Blog angekündigt, dass ein ausführlicheres Post mit Klarnamen folgen soll. Leider bin ich aus Zeitgründen noch nicht dazu gekommen—ich möchte dies auch juristisch wasserdicht verfassen. Und obzwar zwei Personen bereit wären auszusagen, liegen auch noch keine eidesstattlichen Versicherungen von ehemaligen Schülern von Dr. Zen* vor. Aus diesen Gründen kam diese Ankündigung ins Stocken, ich hoffe aber sie noch einlösen zu können—garantieren kann ich es nicht.

Eine kurze generelle Klärung

In einem Telefonat, dass ich heute mit einem Ex-[…]* hatte, wurde mir klar, dass es einige Missverständnisse gibt in Bezug auf die Entwicklung und Aufarbeitung von Missbrauch innerhalb des Buddhismus. Aus diesem Grunde ganz kurz eine Klärung.

Buddhistische Ansprechpartner für Menschen, die sexuell, finanziell, spirituell oder emotional ausgebeutet wurden / werden oder dies so empfinden

Bisher gibt es keine offiziellen Ansprechpartner innerhalb der Dachorganisation der Buddhisten, der Deutschen Buddhistischen Union (DBU), denen Menschen sich mit einem solchen Hintergrund (oder deren Angehörige) zuwenden könnten. Diese Situation wird sich hoffentlich innerhalb der nächsten Jahre ändern. Es ist weder richtig, dass ich ein offizieller Ansprechpartner der DBU zum Thema “Sekten” wäre; noch ist es richtig, dass SoGen den nun gegründeten “Ethik Rat” initiiert hätte, viel mehr ist das alles ein weit komplexerer Prozess, der viele Personen und Meinungen/Standpunkte involviert. Für einen Abriss zur Geschichte des Umgangs der DBU zu diesem Thema, so wie sie mir bekannt ist, siehe diese Zusammenfassung: “Die Deutsche Buddhistische Union (DBU) und das Thema ›Sekten‹“.

Dass ich privat über Jahre (2003-2011) als Ansprechpartner (auch international) fungierte, ist ausschließlich mein privates Engagement, das ich durchaus gerne ausführte, da ich erleben konnte, dass Menschen mitunter sehr tiefgreifend unterstützt werden können und neuen Mut, Kraft und Optimismus schöpfen können, wenn jemand sich mit der Materie bis zu einem gewissen Grad auskennt und zuhört. Auch Franz Johannes Litsch und Herbert Rusche haben dies über viele Jahre, mit Mut und Mitgefühl getan. Sie waren auch mir stete und konsequente Begleiter und Unterstützer. Beide waren Ratsmitglieder der DBU, aber auch ihr Engagement war letztlich privat. Mit der Wahl eines neuen Rates der DBU im April 2011 in Berlin, hat die DBU einen Aufschwung in Bezug auf dieses Thema erlebt. Nach meiner Beobachtung unterstützen nun alle, der Vorsitzende Mark von Rössing, als auch die Räte—wie z.B. SoGen—eine Entwicklung, die zu einer fest etablierten Struktur innerhalb der DBU führt, so dass letztlich qualifizierte Buddhisten offiziell als verlässliche und vertrauenswürdige Ansprechpartner für Menschen in konfliktreichen Gruppen (oder deren Angehörige) zur Verfügung stehen. Bis dies erreicht ist, bleibt Hilfesuchenden nichts weiter übrig, als sich an bereits etablierte Angebote zu wenden, wie z.B. die Sektenleitstelle Berlin, kirchliche Träger, Selbsthilfegruppen oder eben an engagierte Einzelpersonen.

Der Kreis schließt sich für mich

Letztlich haben die hier zuerst veröffentlichten und später wieder gelöschten Beiträge zu Dr. Zen* mit dazu beigetragen, dass auch von meiner Seite noch einmal ein deutlicher Appell an die DBU gesendet wurde, das Thema “Missbrauch im Buddhismus” ernst zu nehmen und Strukturen innerhalb der DBU zu schaffen, die zu einer Lösung und Minderung des dadurch bedingten Leids beitragen. Als mir die Beiträge zu Dr. Zen* über die Geschäftsstelle der DBU per Email zugesandt wurden, war ich noch in Italien (wohin ich am 7. Mai wieder zurückkehre) und mein Kloster-Manager hat mir eher scharf untersagt, weiter so viel Zeit mit diesem Thema zu verbringen. Mittlerweile haben sich meine Zeitreserven weiter verengt und ich kann wohl kaum noch substanziell etwas zu diesem Thema beitragen—bis auf dass ich den Prozess innerhalb der DBU in Bezug auf “Ethik Rat” und “Ethik Charta” oder bei Bedarf stark betroffene Einzelpersonen unterstütze. D.h. von meiner Seite wird es kaum noch Aktivitäten zu diesem Thema geben können. Gerne aber steht dieser Blog weiterhin zum Austausch und für Erfahrungsberichte zur Verfügung.

* Im Moment aus verschiedenen Gründen anonymisiert.

Tenzin Peljor

Update 19.04.2012:
Dr. Zen und die Gemeinschaft haben derweil den Bayrischen Rundfunk anwaltlich auf Unterlassung aufgefordert. Hier noch einmal die Sendung, die ja völlig anonym ist, wie es auch der Blog bisher war.

»Machtmissbrauch im Zen-Buddhismus: Erleuchtung nicht garantiert«

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Kein Einstieg, kein Ausstieg: Erfahrungen in einem buddhistischen Zen-Verein

Der Titel bezieht sich auf den wieder gelöschten Erfahrungsbericht: „Einstieg und Ausstieg: Die Geschichte meiner Sektenerfahrung“. Im Unterschied zu diesem verwende ich den Begriff “Sekte“ nicht, unabhängig von dessen Doppelbedeutung.

Es ist mein Anliegen, Erfahrungen als Mitglied eines eingetragenen – durch das Vereinsregister beim Amtsgericht bis heute als grundgesetzkonform legitimierten – Vereins zu beschreiben. Dabei wahre ich größtmögliche Anonymität auf allen Seiten. Eingangs möchte ich betonen, dass es sich um einen nicht zu verallgemeinernden, persönlichen Erfahrungsbericht und subjektive Wertungen aufgrund meines jetzigen Erkenntnisstandes handelt, ohne Anspruch auf einen objektivierbaren Wahrheitsanspruch. Es steht dem Leser frei, Vergleiche mit anderen Vereinen vorzunehmen, eigene Wertungen zu bilden und diese hier zur Diskussion zu stellen.

Noch eine Bemerkung vorab: Ich verstehe mich nicht als (Sekten-)Opfer, noch wurde ich wissentlich als Täter tätig. Dieses war nur möglich, da ich, zwischen „Vertrauen“ und „blindem Glauben“ unterscheidend, emotionale und existenzielle Abhängigkeiten bewusst verhindert habe. Das bezeichne ich mit „Kein Einstieg“ (I).

Wegen meiner damaligen Außenseiterposition kann ich die wirklich erschreckenden Erfahrungen, die mir im Nachhinein von Zen-Gefährten glaubhaft mitgeteilt wurden, nicht aus eigenem Erleben bestätigen. Das Schlimmste, was mir unmittelbar erfahrbar gewesen ist, war die Tatsache, dass persönliche Abhängigkeiten ausgenutzt wurden, Übende dazu zu missbrauchen, selbst aktiv missbräuchlich, also unheilsam zu agieren. Dies wurde auch als Notwendigkeit „Verantwortung zu übernehmen“ legitimiert. Davon Betroffene können/wollen selbst Jahre nach ihrem Austritt aus dem Verein nicht öffentlich davon berichten.

Eben dies hat mich veranlasst, am scheinbar wenig spektakulären Beispiel meines Vereinsausschlusses, das unheilvolle Wirken solchen Machtmissbrauchs zu beschreiben.

II
Kein Ausstieg

2001: Infolge des Bruchs der Großen Koalition aus CDU und SPD im Berliner Senat wegen des Bankenskandals, demokratisch legitimiert mittels vorgezogener Neuwahlen am 21. Oktober 2001, avancierte die PDS als Nachfolgepartei der SED (mit 22,6 %) zum neuen Regierungspartner der SPD (mit 29,7 %).

Nach dem folgenden Jahreswechsel, während einer Abendsitzzeit, erhob der Zen-Meister (ZM) ein an einem Holzstiel befestigtes Transparent und kündigte eine Mahnwache am Abgeordnetenhaus zum 17. Januar an, dem Tag, da die neue Regierungskoalition ihre Arbeit aufnehmen würde. Auf dem Plakat war der Kopf von Gregor Gysi als eine Art Gespenster-Karikatur zu sehen. Dem nicht genug, wurde diese – in meiner Wahrnehmung – inhaltliche wie ästhetische Peinlichkeit noch zur weiteren Verdeutlichung der ohnehin unmissverständlichen Botschaft in Großbuchstaben kommentiert: „Menschen! Hört die Signale! Ist es schon vergessen? Selbstachtung erträgt keinen PDSED-Un-Geist!“ – Wobei das „es“, von Stacheldraht umschlungen, aus angedeuteten Mauersteinen zusammengesetzt war.

Beim Anblick dieses Plakates in den Händen des spirituellen Führers der Zen-Gruppe war ich bereits aus dem Verein, in dem ich fast fünf Jahre zuweilen beinahe täglich Zazen geübt hatte, (zumindest geistig) ausgetreten. Das anschließende Teishō geriet zu einer Hetztirade und gipfelte in der nicht diskutierbaren Forderung nach einer klaren Entscheidung, was nach meiner Erfahrung bedeutete, dass alle diese Mahnwache zu unterstützen hätten, durch ihre Teilnahme, durch Geldspenden oder diverse Vorbereitungsarbeiten.

Wieder zu Hause, versuchte ich zu verstehen, weshalb sich ZM als Folge einer, bei selbst geringer Kenntnis der aktuellen politischen Situation der Stadt zu erwartenden, unvermeidlichen und notwendigen Veränderung der Machtverhältnisse, einer Rhetorik bediente, die mich an die Zeit des Kalten Krieges erinnerte. Vor allem irritierte mich sein, zumindest für mich bedenkenswertes Demokratieverständnis.

Ich erinnerte mich seiner Erzählung von der Vertreibung und einer traumatischen zweijährigen Flucht im Treck als kleines Kind. Auch die Familien meiner Eltern sind Flüchtlinge aus Oberschlesien, und die psychischen und körperlichen Schädigungen begleiteten einige meiner Verwandten lebenslänglich. Diese, in einer ehemals berechtigten, weil kriegsbedingten Angstvorstellung („Die Russen kommen!“) begründete, bis heute anhaltende Kommunisten/Sozialisten-Phobie, prägt noch verbreitet konservatives Denken und Handeln. Auch dies ist eine politische Realität des wiedervereinten Deutschlands und erfordert zumindest die Achtung vor dem Schicksal Einzelner.

Nur deshalb schrieb ich keine Austrittserklärung, sondern fuhr am nächsten Tag wie sonst auch zum Morgen-Zazen. Dort sprach niemand mit mir. Auch ich hatte keinen Bedarf danach, aber für eine Sitzzeit waren wir ein letztes Mal im gemeinsamen Zazen vereint. Daheim erwartete mich das Blinken des Anrufbeantworters. Der Vorstandsvorsitzende (VV) des Vereins teilte mir mit, dass in dieser Woche kein Zazen in (…) mehr sei. – ZM hatte, um, wie er selbst es bezeichnete, „die Einheit von Ursache und Wirkung zur Geltung zu bringen“, prompt reagiert.

Man hatte mir also „die Instrumente gezeigt“. Die uneindeutige Sprache, in der dies geschah, war ich inzwischen gewohnt. Eine klare Aussage: „Du hast Sitzverbot!“ wäre ein Verstoß gegen die Vereinssatzung durch den VV, die Behauptung, die Zendō sei geschlossen, wäre eine Lüge gewesen.

Jeder kommunikative Akt hat mindestens zwei Ebenen: die Informations- und die Beziehungsebene. Hierdurch ist es möglich, bei einer zweideutigen Aussage auf der Informationsebene, die Beziehungsebene zugleich verdeckt und dennoch um so deutlicher mit Bedeutung aufzuladen. Es zwingt den davon Betroffenen, „zwischen den Zeilen“ zu lesen. Vor allem provoziert es, da eine klare, offene Information vorenthalten wird, eine Projektion eigener Wünsche, Ängste usw. Wann und wo immer ich dieser Art der Ansprache begegnete, wurde sie, wenn nicht subversiv von unten, dann aus einer Machtposition heraus, missbräuchlich eingesetzt.

In der DDR sozialisiert, also diktaturgeübt, wäre meine übliche Reaktion gewesen, zum nächsten Morgen-Zazen an der Zendō zu erscheinen und mein Erstaunen darüber auszudrücken, dass ja doch Zazen stattfände, verbunden mit dem Hinweis auf meine satzungsmäßigen Rechte als Vereinsmitglied und der Forderung nach einem juristisch verwertbaren schriftlichen Hausverbot oder freiem Zutritt.

Doch seit den Erfahrungen des Vorabends waren derartige Spielchen für mich vorbei. Mir ging es nur noch um die Aufklärung der Tiefe des „Sumpfes“, aus dem diese Lotosblüte wuchs. Von nun an stellte ich die Vertrauensfrage immer von Neuem, und immer von Neuem wurde ich – im negativen Sinn – nicht enttäuscht. Ein Synonym für Aufklärung ist bekanntlich Ent-Täuschung.

So beschloss ich, zu Hause zu bleiben, mich nicht provozieren zu lassen und den nächsten Schritt vereinsseitig abzuwarten. Zum Wochenende kam ein Brief. Der VV teilte mir mit, dass Anfang der nächsten Woche ein Gespräch über „die gemeinsame Beteiligung an der …“ stattfinden würde. Ich bedankte mich telefonisch bei ihm, für einen Augenblick tatsächlich erleichtert. Ich hatte es in diesem Verein noch nie erlebt, dass über ein Problem mit mir gesprochen wurde, im Allgemeinen erhielt ich die Ergebnisse einseitiger Entscheidungen mitgeteilt. Und so sagte ich zu dem VV, dass ich mich auf dieses Gespräch freuen würde.

Auf der Fahrt zu dem Gesprächstermin, zusammen mit einer inzwischen langjährigen Freundin, die ich in dem Verein kennengelernt hatte, sagte diese mir (aufgrund ihrer Diktaturerfahrungen) erschreckend genau voraus, was wir dort zu erwarten hätten. Auch sie war eingeladen worden. Wie ich später feststellte, hatte sich die Mehrzahl der Ostberliner Zen-Übenden (nach meiner Kenntnis 4 von 7), ohne Absprache untereinander, gegen eine Teilnahme entschieden.

„Freiheit ist immer Freiheit der Andersdenkenden.“ (R. Luxemburg)
An dem Gespräch waren, so meine Erinnerung, drei ostdeutsche „Andersdenkende“ und fünf oder sechs langjährige Vereinsmitglieder (der Vereinsvorstand und drei Schülerinnen/Nonnen) – alle altbundesrepublikanischer Herkunft – beteiligt.

Ein wirkliches Gespräch, geschweige denn ein gemeinsames, kam nicht zustande. Wie verurteilten Straftätern wurde uns ein letztes (erstes) Wort zugesprochen, das, so mein Eindruck, für das bereits feststehende „Strafmaß“ ohne Bedeutung blieb.

Berufsbedingt kann ich je nach Situation an der Stimme eines Menschen nicht nur hören, ob er lügt, sondern auch differenzieren, ob er es freiwillig tut, ob er sich beim Lügen selbst belügt, ob er sich dafür verachtet, dass er bereit ist, sich gegen besseres Wissen zu einer Lüge erpressen zu lassen oder ob ihm die ganze Sache gleichgültig ist, er sich belästigt fühlt und nur seinen Vorteil wahren will. Das alles gab es da als Mischung vor mir – auf der „anderen Seite“ (nach dem phantastischen Roman von Alfred Kubin: „Die andere Seite“).

Mir wurde bei der Erkenntnis übel, dass es schlicht hoffnungslos war, diesen Menschen, denen ich mich in Freundschaft und Dankbarkeit verbunden fühlte, bewusst zu machen, in welcher „Erleuchtungsfalle“ sie saßen.

(Ich hatte vergeblich versucht, das gleichnamige Buch von Klaus Horn aus Anlass der Gründung einer Bibliothek mit buddhistischer Literatur dem Verein zu schenken. Es wurde als „weniger geeignet“ mit einem verlegen-arroganten Lächeln zurückgewiesen.)

Meine Übelkeit eskalierte in einen Heulkrampf, und ich konnte kaum noch sprechen. Das schien – zumindest in meinem Fall – den pauschalen Vorwurf, noch immer (selbstverschuldete) Diktaturopfer ohne Selbstachtung zu sein, zu bestätigen. In Wirklichkeit musste ich gegen die Verachtung ankämpfen, die, ohne dass ich dies verhindern konnte, in mir aufstieg. Das also waren meine Zen-Gefährten, die kōangeschulte erste Garde des Meisters? Wenn man schon meint, das große Schwert schwingen zu können oder zu müssen, sollte dies frei von persönlichen Interessen, Skrupeln oder Abhängigkeiten sein. Sie aber verdeckten nicht nur Unbehagen, sondern auch Furcht hinter ihren zunehmend starren Masken. Sie, so mein damaliger Eindruck, ließen sich als Mittäter missbrauchen und verharrten zugleich selbstverleugnerisch in einer Opferrolle, die sie auf uns projizierten.

Inzwischen waren meine Freundin und der dritte ostdeutsche Zen-Freund bemüht, ihre Einschätzungen der Situation aus den Erfahrungen ihres Lebens glaub- und achtenswürdig zu begründen. Sie hatten vordem erklärt, dass sie die Entscheidung der Zen-Gefährten für diese Mahnwache respektierten und wollten nur, dass dies auch für sie gelte. (Das Wort Ent-Scheidung kann auch die Sinngebung “aufhören zu scheiden“ beinhalten.)

Ich hatte das bereits als aussichtslos aufgegeben und zwischen zwei ungebremsten Heulkrämpfen, es sollte ihnen schwer werden, ihre undankbaren Rollen durchzuhalten, fragte ich überraschend, weshalb sie denn nicht 89 mit in Ostberlin auf der Straße demonstriert oder wenigstens vom sicheren Westteil aus mit Plakaten ihre Solidarität bekundet hätten? Entsetztes Schweigen in der Runde. Nur eine der Nonnen, die später als eine der Ersten aus dem Verein austreten sollte, sagte sehr nachdenklich, dass sie sich das auch immer gefragt habe. Das Entsetzen in den Gesichtern der anderen war kaum zu steigern, welch eine Verfehlung: eigenständiges Denken und noch dazu öffentlich! Ich war erleichtert, zum ersten Mal hatte ich einen ehrlichen Ton, eine authentische Stimme gehört. Dies hätte der Ausgangspunkt für einen Erfahrungsaustausch auf Augenhöhe sein können.

VV begriff instinktiv die Gefahr, dass etwas außer Kontrolle geriet. Dafür würden sich alle verantworten müssen! Also beendete VV abrupt „mit einem Donnerschlag“ das Gespräch und verkündete lautstark, dass jedes weitere Sprechen doch zu nichts führen würde und wir nun, so der Beschluss, für ein halbes Jahr von allen Veranstaltungen des Vereins ausgeschlossen seien!

Soweit ich mich erinnern kann, gab es von „unserer Seite“ keinerlei Gegenwehr. Diese Art repressiver Gesprächsführung kannten wir aus der DDR zur Genüge. Der Abbruch des Gesprächs war zudem ein massiver Vertrauensbruch und die Aussperrung ein bewusster und unnötiger Verstoß gegen die Vereinssatzung durch den Vorstandsvorsitzenden. Hierzu gab es nichts mehr zu sagen. Mir fiel in diesem Moment noch die Zweitdeutigkeit des Ausdrucks „Vereinsveranstaltung“ auf, obwohl auch dies unrechtsmäßig war, wäre eine Auslegung möglich gewesen, nach der es dabei nur um zusätzliche Veranstaltungen außerhalb der Zazen-Übungszeiten gegangen wäre. Also lief ich schnell in den Vorraum der Zendō, als wollte ich diese für das abendliche Sitzen betreten, der VV rannte hinter mir her, um eben dies zu verhindern. Damit war klar, dass eine Aussperrung auch von der Zazen-Übung (dem in der Vereinssatzung erklärten Vereinszweck und somit einem Grundrecht aller Mitglieder) gemeint war.

Meine Freundin lachte mit vollem Recht auf der Rückfahrt über meine naiven Vorstellungen im Vorfeld des Gespräches. Sie hatte über ihren Austritt bereits davor entschieden. Auch der dritte „Delinquent“ und ein vierter Zen-Übender, der zu diesem Termin verhindert gewesen war, traten danach aus – ich nicht. Mir war der Verdacht gekommen, dass es sich bei dem Manöver um ein in dieser Gruppe üblicherweise erfolgreich praktiziertes Verfahren handeln könnte. Ich erlebte es als eine Form verdeckten Mobbings von oben, um Mitglieder hinauszudrängen und gleichzeitig die Verbleibenden (mittels Angst vor eigener Ausgrenzung) um so fester zu binden. Auch diesmal schien „es“ (auch ohne Mauer und Stacheldraht) wieder zu gelingen. Und es würde kommentarlos und unhinterfragt heißen, dass die Betreffenden sich entschieden hätten auszutreten. Alle würden es ohne Nachfrage akzeptieren, möglicherweise würden sie sich noch ein bisschen mehr als Elite wähnen – die nunmehr todesmutig und aufrecht die Fahne der Selbstachtung auf die Straße vor das Abgeordnetenhaus tragen würden.

„Selbstachtung“, wie alle wohlklingenden Begriffe ist auch dieser interessenabhängig interpretier-, ge- und missbrauchbar. Meine Selbstachtung erforderte es, das bisher gescheiterte „Projekt der Aufklärung“ fortzusetzen, in dem ich an der Mahnwache nicht teilnahm und zugleich nicht nicht teilnahm: Ich ging hin und filmte die Aktion, zumindest war dies meine Absicht.

Von der gegenüberliegenden Straßenseite aus, um nicht zu stören, nahm ich zuerst die Gruppe (22 Teilnehmer) auf, mit ihren Plakaten ordentlich „in Reihe und Glied” auf dem Bürgersteig hin und her gehend bzw. stehend. Die Aktion fand in einer seitlich an das Abgeordnetenhaus angrenzenden, sehr breiten, unübersichtlichen Verbindungsstraße zum Potsdamer Platz statt und wirkte auf mich so lächerlich, wie sie wirkungslos war. Als ich etwas aus der Deckung hinter einem Auto hervortrat, um auf die Gesichter der einzelnen Personen zu zoomen, wurde ich entdeckt. Eine Zen-Gefährtin sah angststarr in meine Richtung. Ich konnte nicht einmal mehr auf den Auslöser drücken, so übertrug sich ihr Schrecken (in der Nahaufnahme beim Blick durch das Objektiv) auf mich. Hatte ich bei ihr durch die Entdeckung der Videoaufnahme diese Angst ausgelöst, lag die Ursache in der ernüchternden Realitätsberührung, in mangelnder Demonstrationserfahrung, oder war es ein über das Übliche hinaus gesteigerter Gruppendruck? In mir war keine Schadenfreude, nur Traurigkeit: Die Zen-Gefährten mussten wohl diese Erfahrung machen. Würden sie daraus lernen?

Da ich nicht provozieren wollte, ging ich nun gut sichtbar an allen vorbei und in die zur Bannmeile gehörende Straße vor dem Abgeordnetenhaus hinein. Dort filmte ich längere Zeit völlig unbehelligt die Alltäglichkeit dieser Stunde. Ein älteres Paar lief an mir vorbei. Sie öffneten ihre Mäntel und weiße Westen wurden sichtbar. Sie wirkten in ihrem Protest authentisch. Vielleicht war es eine Projektion meinerseits, weshalb ich darauf wartete, dass Mitglieder der Mahnwache wenigstens versuchen würden, sich an der Grenze der Bannmeile zu postieren oder sich nur für kurze Zeit dem Abgeordnetenhaus zu nähern, um ihrem Protest Nachdruck zu verleihen?

Als nach etwa einer Stunde noch immer nichts passiert war, ging ich in die angrenzende Straße zurück, doch die Gruppe war bereits – wahrscheinlich wegen des Mangels an Aufmerksamkeit – zum Potsdamer Platz gezogen. Später las ich in der vereinseigenen Zeitschrift, dass man dort – als Staffage für eine Kunstaktion mit einer ausgestopften Kuh – doch noch beim Abendfernsehen Beachtung gefunden hatte.

Es vergingen einige Tage, da besuchte mich ein Zen-Gefährte unangekündigt, der, weil ähnlicher Herkunft wie meine Eltern, von diesen sehr gemocht wurde, was auf Gegenseitigkeit beruhte. Er war eindeutig im Auftrag des ZM hier, aber sein ehrliches Bemühen, mir einen Aus- oder Rückweg zu zeigen, war deutlich spürbar. Er versuchte, mich dazu zu bewegen, ZM um ein Gespräch zu bitten. Leider sprach er zu wenig Deutsch. Ich konnte ihm nicht verständlich machen, dass es nach der willentlichen, satzungswidrigen Aussperrung nicht mehr um Verständigung ging, sondern um Unterwerfung und Gefolgschaft. Aber ich ließ ZM ausrichten, dass ich ihm eine Videokassette meiner Aufnahmen schicken würde, die ich eben noch zusammenschnitt. Dies sei mein Gesprächsangebot an ihn.

Wenige Tage nachdem ich die Kassette kommentarlos in den Briefkasten der Zendō eingesteckt hatte, erhielt ich sie in kleine Stücke zerhackt in einem Umschlag mit der Post zurück.

Nach Ablauf des halben Jahres der verhängten Aussperrung rief ich den VV an, um ihm mitzuteilen, dass ich an diesem Abend zum Zazen käme. Er fing mich vor der Zendō ab und übergab mir einen Brief, in welchem er mir mitteilte, dass kein Jikijitsu mich jemals wieder in eine Sitzhalle der Gemeinschaft einlassen würde. Es hätte für die Verantwortlichen des Vereins einen letzten Rest von „Selbstachtung“ bedeutet, obgleich sie ihre eigene Satzung missachtet hatten, wenn sie mich nun – unter Einhaltung ihrer selbst aufgestellten Regeln und deshalb auch ohne Gesichtsverlust – wieder zum Zazen zugelassen hätten. Dann hätte ich meinerseits den ZM um ein Gespräch auf Augenhöhe gebeten und ihm den frei- und willigen Austritt angeboten.

So, immer noch zahlendes Vereinsmitglied, begann ich eine „Mahnwache“ vor der Zendō, genauer, auf der gegenüberliegenden Straßenseite im Schutz einer öffentlichen Bushaltestelle. Dort, allen sichtbar, gewaltfrei, ohne zu stören oder zu provozieren, übte ich zu jeder möglichen Sitzzeit in korrekter Haltung (im Stehen) Zazen. Niemand sollte später behaupten können, er hätte von nichts gewusst. Was ich nicht wusste und ohne diese Probe aufs Exempel auch nicht geglaubt hätte, war, dass sich in einer freiheitlich demokratischen Grundordnung sozialisierte „mündige Bürger“ unwidersprochen einem (möglicherweise unausgesprochenen aber als verbindlich bekannten) Sprech- und Kontaktverbot fügen würden. Es genügte, dass der Meister, so meine heutige Information, mich als verrückt diffamierte, damit ausnahmslos alle ein halbes Jahr lang mit gesenkten Köpfen und möglichst auf der anderen Straßenseite an mir vorbeiliefen.

Anfang Dezember fand das alljährliche Rōhatsu statt. Ich hatte zweimal Rōhatsu in der Zendō gesessen. Nun, draußen im Schnee stehend, verstand ich, was „Darüberhinausgehen“ bedeuten kann. Während ein Teil meines Verstandes haderte, nicht in der fußbodenbeheizten Zendō in Gemeinschaft den Worten des Meisters zu lauschen, verbreitete dicht fallender Schnee in meinem Herzen eine tiefe, alles annehmen könnende Ruhe.

Es gab hier sogar einen Zen-Gefährten mit einem Keisaku. Als ich einmal allzu versunken stand, was auf der nächtlich entleerten Straße nicht ganz ungefährlich war, erhielt ich einen kurzen, starken Schlag auf die Schulter. Ein Eichhörnchen, vom Grundstück hinter mir kommend, hatte mich als Unterlage für einen Sprung auf die Straße genutzt. Dann verschwand es, Spuren im frisch gefallenen Schnee hinterlassend, im Vereinsgelände.
Nach Ende des Rōhatsu stand ich weiterhin fast täglich an meinem Übungsplatz. Vorbei gehende Anwohner und auf den Bus Wartende grüßten mich inzwischen freundlich, als ob sie verstünden, was hier vor sich ging. Es war auch vorgekommen, dass Nachbarn mir in einer besonders kalten Nacht heißen Tee angeboten hatten.

Im Januar, etwa ein Jahr nach dem Beginn der Mahnwachen-Aktion des Vereins, erhielt ich ein offizielles Schreiben der Vereinsleitung, worin mein Ausschluss aus dem Verein festgestellt wurde. Darin stand: „Diese Entscheidung wird von allen Mitgliedern der Gemeinschaft der Hauptzendō sowie allen Zweigzendō einstimmig ohne Gegenstimme und Enthaltung befürwortet.“

Nach diesem offiziellen Ausschluss hörte ich sofort mit dem Straßen-Zazen auf. Niemand sollte durch mein Verhalten in Versuchung geführt werden, nun scheinbar rechtmäßig, die Situation einseitig gewaltsam eskalieren zu lassen. Stattdessen schrieb ich, wie es die gesetzliche Regelung solcher Konfliktfälle vorsieht, einen offiziellen Widerspruch gegen den Ausschluss. Die Annahme der postalisch zugestellten Einschreibesendungen wurde zweimal durch den VV verweigert. Der dritte persönliche Übergabeversuch an den VV an dessen öffentlich zugänglichen Arbeitsplatz – in Anwesenheit der oben bereits genannten Freundin als Zeugin – wurde ebenfalls (lautstark) verweigert, durch Insistieren auf ein Hausverbot. Dabei versuchte ich nur, durch Einhaltung des gesetzlich vorgegebenen Prozedere, den ungesetzlichen Willkürakt meiner Aussperrung mittels eines korrekten Ausschluss- bzw. Austrittsverfahrens nachträglich rechtsgültig für beide Seiten zu legitimieren.

Nach der Beurteilung meines Anwaltes für Vereinsrecht waren sowohl die konstruierten, diffamierenden Ausschlussgründe, die fehlende aber vorgeschriebene Anhörung sowie die Verweigerung der Annahme des Widerspruchs für ein Zivilgerichtsverfahren mehr als ausreichend, um den Ausschluss aufzuheben.

Bis dahin war es mir möglich gewesen, ausschließlich im Geist gewaltfreier Aufklärung, auf Missstände zu zeigen. Eine Vereinigung, in der Grundrechte mit Gesetzesgewalt durchgesetzt werden müssen, disqualifiziert sich selbst. Es war schon damals klar, dass diese Gruppe langfristig keine Zukunft haben wird. Wenn Menschen gegen ihr besseres Wissen und Wollen dazu missbraucht werden, Willkürentscheidungen auf rechtlich zweifelhaftem Weg mitzutragen und durchzusetzen, wird früher oder später eine „Abstimmung mit den Füßen“ das Problem lösen.

Nachdem ich damals endgültig losgelassen hatte, informierte ich die Sektenstelle des Senats über die problematischen Praktiken der Gruppe, doch dort interessierte sich niemand dafür. Deshalb danke ich den Verantwortlichen des Internetportals “buddhistische Sekten“ und dem Blogadministrator für dieses Forum.
Mein Anliegen mit diesem Erfahrungsbericht ist es auch, die Bereitstellung eines Internetportals als öffentlichen „Vereinscheck“ anzuregen, geführt z. B. durch eine Senatsstelle, noch besser durch das Amtsgericht des Vereinsregisters. Indem Gruppierungen durch die Rechtsform eines eingetragenen (oder sogar gemeinnützigen) Vereins steuerliche Vergünstigungen in Anspruch nehmen, sollten sie sich auch öffentlicher Kontrolle unterziehen lassen. So wie es heute Foren für Klinikbewertungen ehemaligen Patienten ermöglichen, ihre Erfahrungen bei Nennung der Kliniknamen ungefährdet kommunizieren zu können, sollte dies auch für Vereine möglich sein.
Transparenz und Überprüfbarkeit sind die beste Prophylaxe gegen die Herausbildung sektenartiger Strukturen und gegen den fortgesetzten Missbrauch der Gesetze einer freiheitlich demokratischen Grundordnung.

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In eigener Sache – Löschung von Beiträgen

In letzter Zeit wurden auf Wunsch des Verfassers insgesamt drei Beiträge von diesem Blog gelöscht. Der letzte Beitrag mit nahezu 40 Kommentaren wurde heute gelöscht. Diese Beiträge (und deren Kommentare) waren strikt anonym und der Bezugspunkt der Beiträge (“Zen-Meister” und Gemeinschaft) waren – trotz gegenteiliger Meinung der Anwaltskanzlei “Terhaag & Partner” – nicht identifizierbar.

Der Betreiber des Blogs respektiert den Wunsch des Verfassers nach Löschung, wird aber unabhängig von den gelöschten Beiträgen Stellung nehmen, da er das Vorgehen der “Zen-Meisters” und seiner Gemeinschaft nicht akzeptiert.

Derweil sei der Leser, der sich für Fehlentwicklungen im Buddhismus – hier insbesondere im Zen-Buddhismus – interessiert auf diesen Beitrag des Bayrischen Rundfunks (Bayern II) verwiesen:

»Machtmissbrauch im Zen-Buddhismus: Erleuchtung nicht garantiert«

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Liebe Freunde im Dharma!

Ich möchte Ihnen über meine Zeit als Schülerin von LamaD berichten.

Ich habe seit meinem Verlassen ihrer Gemeinschaft erfahren müssen, dass meine Erfahrungen in Ihrem Hause kein Einzelfall waren und fühle mich verpflichtet, andere davor zu beschützen.

Ich habe vor 8 Jahren LamaD das erste Mal in einem Vortrag erlebt und war tief beeindruckt von ihrer warmherzigen und humorvollen Art zu lehren.

Obwohl ich damals einen Sohn zu versorgen hatte und alles andere als gesund war, engagierte ich mich, um LamaD nach B. zu folgen und Nonne zu werden, wie ich es seit Jugendzeit wünschte.

Mein Gesundheitszustand verschlechterte sich in den folgenden Monaten und mir wurde von meinem Ordinationsmeister geraten, mein Kind in Pflege zu geben. Niemand konnte eine Pflegschaft annehme, also musste ich ihn Freunden zur Adoption freigeben.

Bei meiner Ordination sah ich GesheK das erste Mal und erlebte seinen Schülerkreis das erste Mal. Ich musste hören , wie ein Mönch versuchte meinen Lehrer (LamaD) schlecht zu reden und erlebte, wie fanatische und sektiererische Sichtweisen verbreitet wurden. Allerdings verstörte mich das nicht besonders, weil ich der Meinung war, ich wäre ja so unrein, das ich Unreines wahrnehme, wo keines ist.

Mir gegenüber war LamaD zu dieser Zeit sehr besorgt und mütterlich , mich verwirrte aber der Strenge und beleidigende Ton , den sie den anderen Nonnen gegenüber anschlug. So ergriff ich die Flucht, wenn jemand gerade in einer Schimpfrede gefangen war, weil ich nicht wusste, wie ich helfen sollte. Das wichtigste war LamaD, das alle Ordinierten so viel arbeiten, wie sie konnten, wobei es Ausnahmen gab. Es gab immer Personen , die sehr vorsichtig angefasst wurden -nämlich die neuen Sanghas – und diejenigen die Entschlossenheit und Hilfsbereitschaft gezeigt haben, wurden nach ein paar Belastungs- und Diskretionstest voll ausgelastet. Anfänglich versuchte ich mich noch zurückzuziehen, wenn ich erschöpft war, aber es hagelte sofort Kritik von den älteren Nonnen, die mich dann bei LamaD als faul meldeten. Immer wieder rechtfertigte ich mich vor meinem Lehrer, die sich als freundschaftliche Person und verständnisvoll zeigte.

Allerdings waren die anderen Nonnen immer ärgerlicher auf mich und ich beschloss, zu arbeiten, bis ich umfalle, um endlich Frieden zu haben.

Plötzlich wurde ich gelobt und die Stimmung innerhalb der Nonnen besser, obwohl ich mich wunderte, warum mit den anderen Ordinierten, ganz anders umgegangen wurde.

LamaD erklärte mir, Frauen bräuchten mehr Disziplin und müssten mehr arbeiten, weil sie schlechteres Karma hätten, als Männer. Als alte Frauenrechtlerin war ich dann doch etwas verstört !

Nun beobachtete ich genauer und tatsächlich: Die Mönche wurden losgeschickt, um zu lehren und Meditationen zu leiten – die Nonnen mussten putzen und kochen und wurden als nicht repräsentativ abgestempelt. Tatsächlich stritten die Nonnen ständig, weil sie besonders unter Druck standen. In meiner späteren Zeit als Assistent habe ich es am eigenen Leib erfahren , was es heißt als Nonne in direkter Nähe von LamaD zu sein.

Schließlich erzählte mir LamaD von Disharmonien und Intrigen innerhalb der englischen Hauptgemeinschaft und ich war empört und bereit, meinen Lehrer zu beschützen.

Jeden Tag spitzte sich die Situation zu und schließlich wurde ein Sanghatreffen einberufen, weil Geshe-la LamaD beschuldigte, die Vereinssatzung nicht beachtet zu haben, indem sie andere Lamas besucht hätte.

Es wurde mir berichtet, Geshe-la wolle alles Tibetische herausnehmen und würde sogar seine Schwester von sich weisen und nicht mehr mit ihr reden.

Das alles konnte ich mir nicht vorstellen und LamaD verlangte nun Einsicht in die Vereinsatzung der englischen Hauptgemeinschaft.

Daraufhin stand plötzlich eine britische Nonne vor unserer Tür und wurde von LamaDs persönlichem Feind Gen K. N. begleitet, der sie dolmetschte. Zum ersten mal sah ich einen Mönch aufführen wie ein hasserfüllter Bauarbeiter am Stammtisch !

Diese britische Nonne war also von Geshe-la geschickt worden, um LamaD zu ersetzen. Die gesamte Berliner Sangha war empört und unser Entschluss, dies nicht zuzulassen stand fest.

Nachdem unsere Mönche mit der Lehrerin aus England diskutiert hatten, diese partout nicht einsah, dass Schüler nicht einfach übernommen werden können gegen ihren Willen, wurde sie gebeten zu gehen.

Kurze Zeit später kündigt sich Geshe-la an und reiste mit Vertrauten und Bodyguards an.  Der anwesenden Sangha erklärte er, er würde LamaD die Roben wegnehmen und alle Einweihungssegnungen. Dies begründete er mit einem angeblichen Komplott gegen ihn und der „Semi-Inthronisation“ von LamaD als Tulku.

Er nannte sie eine Betrügerin und unterstellte ihr, sie wolle seine Schüler und seine Besitztümer haben. Alle Argumente von unserer Sangha wurden weggewischt oder gar nicht übersetzt.

Nach seiner Abfahrt fand sich die Sangha zusammen und LamaD stellte jeden frei zu entscheiden, wie er sich verhalten wolle. Wir baten sie, uns nicht zu verlassen und ich erklärte, ich wolle weiterhin ihr Schüler sein.

Bald darauf erreichte alle Ordinierten ein Schreiben von Geshe-la, indem er drohte, uns die Roben wegzunehmen , wenn wir weiterhin LamaD folgten.

Niemand wollte dies tun, also wurden wir von der englischen Hauptgemeinschaft zu Laien erklärt.

So fuhr die Sangha nach Italien zu LamaG, der uns alle aufbaute und uns erklären ließ, dies wäre nicht Rechtens und auch nicht möglich. Ich erinnere mich genau, wie die verstörte und verängstigte Sangha mit hängenden Köpfen vor LamaG saß und ihnen Tee und Marmeladenbrote von alten ehrwürdigen Geshes serviert wurden.

Dies war unsere erste Lektion. Dieser strahlende und freundliche Rinpoche hat uns alle getröstet mit seiner Güte. Er erlaubte LamaD zu lehren und erklärte uns, wir wären nach wie vor ordiniert. Trotzdem wollten wir noch mal die Ordination nehmen und LamaD bat mich sie nach Tibet zu begleiten. Sie hatte mich gefragt, weil ich als erste gebeten hatte, ihre Schülerin bleiben zu dürfen.

Während der folgenden 7 Wochen lernte ich sie von einer ganz anderen Seite kennen. Zum ersten Mal alleine mit meinem Lehrer war ich sehr bemüht alles richtig zu machen, was nie gelang. Da ich über ihre Erwartungen von einer Assistentin nicht informiert war und nur ein paar grundsätzliche Dinge wusste, war sie meistens unzufrieden mit mir. Ich musste feststellen, dass meine Lehrerin Dinge verdrehte und absichtlich erfand, um einen falschen Eindruck zu erwecken.

Ständige Wutanfälle waren an der Tagesordnung und sie wurde immer öfter krank. Schließlich drohte sie mir mich heraus zu werfen, weil sie mein Gesicht nicht mehr ertragen konnte. Nun war ich noch unglücklicher als vorher und sie wollte mich nicht mehr sehen und hören. Plötzlich fragte sie, wo denn ihr Essen wäre und tat, als wäre nie etwas geschehen.

Um nicht völlig durchzudrehen, beschloss ich , alles auszuschalten , was ich als Fehler wahrnehme und es als Schulung anzusehen. Sie sagte sie werde mir meine Mängel schon noch austreiben.

Da sie mich immer als Zeugen brauchte, war ich auch in Tashi Lhunpo dabei , als B. Rinpoche die Ordinationsgelübde nochmals entgegennahm. Eine Zeremonie mit 5 (oder 10?) Vollordinierten war nicht möglich gewesen, deshalb war nur sein Schüler, der damals 13-jährige „Panchen Lama“ (nicht der vom Dalai Lama anerkannte!), ein tibetischer Kindermönch, anwesend.

Dort vergab B. Rinpoche die neuen Ordinationsnamen und ich erhielt letztlich den Namen T. C. (vorher hieß ich noch von GesheK: K. Chökyi). Als ich während einer Besichtigung von Drepung keine Luft mehr bekam – wir waren zu schnell aufgestiegen – und ich hatte mit der Höhenkrankheit zu kämpfen, schimpfte sie. Sie war tatsächlich wütend auf mich, weil ich krank war. Ein Assistent hat zu funktionieren. Obwohl ich immer auf den Beinen war, egal wie es mir ging, war sie ärgerlich , wenn sie merkte, dass es mir nicht gut ging.

Dieses Verhalten hat sie in den folgenden 4 Jahren nicht geändert. Wenn ich krank wurde, sie mit mir, vor allem , wenn sie jemand aufmerksam machte , dass es mir nicht gut ging. Als bei mir eine Nierenkrankheit und eine Epilepsie festgestellt wurde, erlaubte sie mir nicht die Arbeit in der Großküche abzugeben. Den anderen Mitgliedern der Sangha erzählte sie, ich wäre ein Hypochonder – obwohl ich ihr alle Arztbriefe und Diagnosen schriftlich vorgelegt hatte. Das habe ich ertragen und nie widersprochen, ich kann doch nicht meinen Lama der Lüge bezichtigen !

Immer öfter brach ich zusammen und LamaD wurde sehr aufgebracht und wies mich an noch mehr zu arbeiten , weil mir Verdienste fehlen würden.

Inzwischen hatte ich Schulden bei LamaD durch die Reise nach Asien und konnte meine Miete nicht zahlen.

Die Atmosphäre in der sangha war gedrückt, nachdem K. C. (E.) und LT die Sangha verlassen hatte und es wurden haarsträubende Dinge über sie verbreitet. Das Kloster hatte sich mit dem Kauf des Schlosses in B. hoch verschuldet, alle waren ausgelaugt von den immerwährenden Bauarbeiten und alle hatten nicht mehr die Kraft für ihre spirituelle Praxis. Manche schliefen abends einfach da ein , wo sie gerade saßen und ein Mönch im Stehen seine Rezitationen machen- er schlief trotzdem dabei ein. Sogar LamaD merkte nun, dass wir uns übernommen hatten und fing an, etwas Kleineres zu suchen.

Im März 2003 wurde ich von K.D. Rinpoche nochmals ordiniert und bat um einen neuen Namen. Nun hieß ich LS und hoffte , durch meine Entschlossenheit und den Segen von K. D. Rinpoche alle Hindernisse zu überwinden und zu helfen, dass die Sangha in Harmonie zusammenarbeitete und ich wünschte mir sehr, meinem Lehrer und meiner Sangha besser dienen zu können.

Ich weiß nicht, ob LamaD D. Rinpoche über meine Epilepsie informiert hat – ich habe seine Fragen während der Ordination nicht verstanden, mein tibetisch war nicht gut genug – und übersetzt hat sie auch niemand. Gelegenheit zu einem Gespräch gab es nicht, weil LamaD wieder schwerkrank wurde und ich mich mit zwei anderen Nonnen um sie sorgte und dann während einer Einweihung an ihrer Stelle übersetzen sollte (English-Deutsch).

Normalerweise müsste ich mich direkt an K.D. Rinpoche wenden, denn er ist mein Ordinationsmeister und der Abt des Klosters, aber ich? wie?, dass das schon andere versucht haben und gerade Nonnen werden oft nicht einmal wahrgenommen.

Zurück in Deutschland eskalierte die Situation, weil nun hektisch ein neues Zentrum gesucht wurde und dann so schnell wie möglich umgezogen werden sollte.

Inzwischen hatte ich meine Mutter, nach sieben Jahren ohne Kontakt, besuchen dürfen und mich ihr anvertraut. Sie versprach, ich könne zu ihr kommen und sie würde mir helfen herauszukommen.

Als ich LamaD sagte, ich wolle zu meiner Mutter ziehen, bekam sie einen Wutanfall und drohte mir , ich würde in die Hölle kommen, ich hätte alle belogen und meine Gelübde gebrochen, weil ich die Sangha verlassen wollte.

Zusammen mit der frisch ordinierten Nonne L.D. hielt sie mich in meinem Zimmer fest, weil ich beschlossen hatte, dann ohne Erlaubnis zu gehen.

Sie würde mich schon einholen, außerdem wäre meine Mutter an allem Schuld. Sie hätte mich ja immer gerettet, ohne sie (LamaD) wäre ich schon lange untergegangen. Außerdem wäre ich verrückt und sie hätte ja schon oft “meine fieberheiße Wange” gekühlt.

Angst hatte ich vor ihr und verstört war ich von ihren absurden Behauptungen, aber ich gab dann auf gehen zu wollen. So wurde mir vergeben und alles auf eine angebliche Geisteskrankheit geschoben. Alle die LamaD verlassen haben, wurden als geisteskrank oder als Ordinierte die Ihre Gelübde gebrochen haben dargestellt. So, höre ich das jetzt auch, über mich auch gesprochen. Damit möchte LamaD das Ansehen ihrer Sangha schützen und abwenden, dass jemand darüber nachdenkt, warum in 2 Jahren zwei Mönche und zwei Nonnen aus dem Kloster geflohen sind und die zwei tibetischen Gäste, zwei davon vollordinierte Mönche.

Aber nun zurück zu meinem Bericht.

Einer unserer tibetischen Gäste war ein Laie, der sich als vollordinierter Mönch ausgab und mich belästigte, wenn ich alleine in der Großküche arbeitete.

Meine Ermahnungen und meine Versuche mich zu wehren nützten nicht, er lachte nur darüber. In meiner Verzweiflung wandte ich mich an LamaD und sie versprach mir zu helfen und diesen Mann herauszuwerfen.

Er blieb noch 2 Jahre dort. Die Situation wurde nicht besser und meine Enttäuschung über die fehlende Hilfe bei dieser unmöglichen Situation bewog mich davonzulaufen. Ich konnte die ständige Angst vor seinen Bedrängungen nicht ertragen, wozu war ich dem in einem Kloster ?

Ich zog meine Schlüsse aus den letzten Jahren: Ich war krank und unglücklich , meine Praxis war schlechter als vor meinem Einzug. Die Sangha stritt sich ständig und ich konnte nichts dagegen tun. Der Umgangston war herrisch und unfreundlich unter den Nonnen, ich hatte sogar erlebt, wie die jüngste der Nonnen eingesperrt wurde und zwei Nonnen die Tür bewachten.

LamaD schlug eine der Nonnen, die Ihrer Meinung nach frech war. Wir wurden bedroht, wenn wir Kontakt zu Schülern hatten, die den Sangha verlassen hatten. Ich wurde bedroht weil ich bei einem tibetischen Arzt Hilfe gesucht habe, der ein Schüler des Dalai Lama war. Wir durften alle nicht zu den Einweihungen des Dalai Lama, sonst müssten wir das Kloster verlassen. Zusammengefasst war das schlimmer als bei der englischen Hauptorganisation zu sein.

Dann mir gesagt wurde ich würde meine Gelübde brechen, wenn ich alleine lebe, deshalb bat ich darum, die Roben zurückgeben zu dürfen. Insgesamt habe ich dreimal darum gebeten und es wurde mir nicht erlaubt. Ich wurde mit Drohungen und Beschuldigungen umgestimmt und als ich weglief, fuhr sie mir nach und manipulierte mich mit allen Mitteln um zurückzukommen. Sie wusste, mein Pflichtgefühl und meine Zuneigung zur Sangha zu nutzen.

Schließlich war ich so erschöpft und verstört, dass ich meinen Neurologen bat, mich einzuweisen, damit mich LamaD in Ruhe lassen muss. Außerdem wusste ich, das sie einen Ordinierten nicht gebrauchen konnten, der als labil gilt. Allerdings hatte ich nicht mit ihrer Entschlossenheit gerechnet und sie verkleidete sich als Laie (in Jeans und so) und kam so trotz Besuchsverbot an den Pflegern vorbei. So fand sie mich und bat mich weinend zurückzukommen. Das konnte ich nicht ertragen und ich verließ sofort die Klinik.

Ich konnte aber nicht mehr die Augen vor der Wahrheit verschließen; eine Nonne verließ wieder die Sangha weil sie verzweifelte. Ich sei daran schuld, weil ich durch meinen Aufenthalt in der Klinik gezeigt hätte, dass mir das Leben im Kloster nicht gut tut, sagte LamaD. In der Tat war ich ein Wrack, körperlich und psychisch und nicht mehr vorzeigbar als Nonne.

Deshalb sollte ich in die Psychatrie eingewiesen werden und ich musste mir anhören, ich wäre schizophren und völlig unselbstständig. Dies trug ein Mönch , der auch Sozialarbeiter war, dann auch der Stationsärztin vor und man beschloss, mich zu entmündigen und als Pflegefall in ein Heim einzuweisen.

Ich habe es nicht geschafft, diesen Mönch vor der Ärztin zu berichtigen.
Alle Dinge die ich berichtete wurden als Phantastereien abgestempelt, als die Klink Kontakt zum Kloster hatte. Niemand glaubte mir.

Schließlich bin ich durch die Hilfe meiner Mutter geflohen, bevor die Entmündigung in Kraft war. Ich musste alles zurücklassen, weil ich von einem Pfleger verfolgt wurde, ich konnte nicht einmal meine Robe mitnehmen.

So habe ich ein neues Leben angefangen und habe meinen Austritt aus dem Kloster erklärt nachdem ich in Franken angekommen war.

Ich weiß das ist ein subjektiver Erfahrungsbericht, aber er ist wahr und nicht ausgeschmückt.

Ich möchte allen, die sich überlegen, Schüler von LamaD zu werden, raten, sich genau zu überlegen, auf welches Leben sie sich einlassen. Ich bin als Nonne vollkommen eingeengt worden, ich durfte das Kloster nicht verlassen ohne zu fragen, meine Post wurde abgefangen und geöffnet, mir wurde Kontakt zu meiner Mutter verboten und der Besuch meines Sohnes wurde von meinem Lehrer festgesetzt. Wo bleibt da die Entwicklung für eine eigenverantwortliche Entwicklung ? Wo die Leichtigkeit und die Freude am Dharma ?

Ich hoffe, das niemand meine Erfahrungen machen muss, zum Glück ist es mein schlechtes Karma. Zum Glück bin ich heute eine glückliche Schülerin von einem vollqualifizierten Lehrer und kann in Ruhe trotz aller Arbeit meine Praxis machen. Es hat 1.5 Jahre gedauert, bis ich die Kraft hatte, mich wieder auf eine Lehrer-Schüler-Beziehung einzulassen und ich werde lange an meinem Vertrauen arbeiten müssen.

Aber ich habe den Absprung nur geschafft, weil meine Mutter mir geholfen hat.
Ich weiß, dass viele aus der Sangha nur dort bleiben, weil sie nicht wissen wohin.
Sie haben verlernt für sich selbst zu sorgen und leben in einer fremdbestimmten und fremdartigen Welt, die nicht mit der Welt außerhalb des Klosters zusammenpasst.

Es ist eine Frage der Zeit, bis dieses Kartenhaus aus Lügen zusammenfällt.
Wie kann LamaD einen Lehrer haben, den sie noch nie gesehen hat ?
Wie kann man ein Gesche-Studium anbieten, wenn man selbst noch nicht fertig ausgebildet ist? Wieso zerstört sie den Ruf von Schülern, wenn sie sie verlassen ?

Ich weiß nicht wer ein Buddha ist und wer nicht, aber ich erkenne keinen Nutzen bei diesen Handlungen.

Ich habe viel gelernt in diesen Jahren und bin dankbar für die harte Schulung, aber es hat mich fast mein Leben und meinen Verstand gekostet.
Bitte prüft zuerst, auf wen ihr euch einlasst, wenn ihr euch für einen Lehrer entscheidet.Wenn man sich erst mal entschieden hat, sollte man sicher sein können und aufrichtig dem Lehrer dienen.

Ich habe hart bezahlt dafür, dass ich nicht geprüft habe, sondern meinem Herzen gefolgt bin.

Ich liebe LamaD immer noch, so wie es ein Schüler tun darf und ich bin unberührt, ob ihrer zweifelhaften Geschichten über mich. Aber mir wurde meine Naivität mit dem Holzhammer ausgetrieben und dafür bin ich ihr dankbar. Ich achte sie als meine erste Dharmalehrerin und ich kenne ihre guten Seiten und schätze ihre Dynamik im Lehren und im Aufbau von Zentren.

Aber ihre Methoden sind oft zweifelhaft und der Zweck heiligt nicht alle Mittel.
In mir ist weder Wut noch Aggression noch Rache. Ich liebe meine Sangha, die meine Familie geworden ist und LamaD, die so lange wie eine Mutter für mich gesorgt hat, auf ihre Art.

Ich habe sie als Assistent oft genug schwach und verzweifelt erlebt und gequält von Schmerzen und Überlastung. Ich denke, sie will wirklich nur helfen und Dharma lehren, aber manchmal meint sie, alles tun zu dürfen um Dinge zu erreichen, die ihr wichtig sind.
Ich bin unsicher, inwieweit sie ihrer Handlungen bewusst ist, ich habe erlebt, dass sie sich nicht erinnern kann an solche Vorfälle. Wahrscheinlich glaubt sie selber an das was sie sagt.
Ich denke , damals während der Auseinandersetzung mit GesheK ist etwas in ihr zerbrochen und weil wir sie nicht haben gehen lassen, wusste sie eine Stabilität und Autorität vorleben, die sie nicht hatte.

Sie war einfach ein todtrauriger und verzweifelter Schüler von einem Lehrer, der sie nicht mehr wollte.

Ab dieser Zeit hat sich alles so verrückt entwickelt. Sie ist nicht bösartig oder machtgierig, sie denkt sie muss so sein um Schülern zu helfen – das hat sie mir selbst gesagt.

Ich habe nun nichts mehr zu sagen, außer dass ich hoffe, mit meiner guten Motivation ein klärendes Licht auf diese Vorfälle in der Gemeinschaft von LamaD geworfen zu haben.

Ich kann nicht mehr anders helfen, weil ihre Schüler von mir nichts mehr an Rat oder überhaupt etwas annehmen dürfen.

Ich denke vor allem an ihren Assistenten, der durch seine Güte und Disziplin immer Vorbild für mich war und ist und der sie nicht verlassen kann, weil sonst alles zusammenbricht.

in Gebeten
MS

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Erfahrungsbericht – zum Prüfen & Nachdenken

Mein Name ist LT. Ich bin seit Februar 2002 Novizen-Mönch und 36 Jahre alt. Bis ich mich ca. im Juni 2002 von LamaD  getrennt habe, war ich cirka 6 1/2 Jahre bei ihr und ihrer Gruppe. Das schließt die Zeit ein, als wir noch Mitglied der englischen Hauptgemeinschaft waren und ich ca. 4 1/2 Jahre als ‘Mönch mit 10 Gelübden’ lebte. Zu LamaD hatte ich einen sehr engen Kontakt.

Ich werde hier nachfolgend meine persönlichen Erfahrungen, Eindrücke, Beobachtungen und Meinungen darlegen. Sie sind völlig subjektiv. Der Zweck dieses Schreibens ist, dazu beizutragen, dass verantwortlich gehandelt wird, Mißbrauch mit Buddhas Lehren und Menschen soweit wie möglich zu vermeiden und Menschen in ihrer naiven Gutgläubigkeit durch Aufklärung zu schützen.

Meines Erachtens, fördert LamaD abhängige, ungesunde Beziehungen, die letztendlich zu einem großen materiellen und geistigen Schaden für den Einzelnen führen können und geführt haben. Außerdem empfinde ich, dass sie Menschen über ihre wirkliche Qualifikation täuscht. Um dies aufzuzeigen, hier als erstes kurz meine eigene Geschichte, gefolgt von einigen Beobachtungen:

Meine eigene Geschichte:

Meine erste Begegnung mit LamaD begann damit, dass ich Mönch werden wollte, weil ich gelesen habe, nur so kann man Erleuchtung erlangen …, dann sah ich ein Poster von ihr und ging hin. Nach dem Vortrag sagte sie, dass meine Motivation Mönch zu werden “unrein” wäre, sie mir aber helfen könne und mich “dem Meister in England” (GesheK) vorstellen würde. Sie sagte auch, ich solle langsam machen. LamaD bot mir an, ins Zentrum einzuziehen. Da mein Entschluß irgendwie ziemlich fest stand, dachte ich: ‘ja da spricht eigentlich auch nichts dagegen’ und zog sehr schnell dort ein. Als ich mit einem Buch des Dalai Lama durch die Räume schwirrte, sagte sie: “Solche Bücher sind hier nicht zugelassen” oder so ähnlich. Irgendwie bekam ich vermittelt, dass nur die Bücher von GesheK authentisch sind und warf dann auch alle anderen Bücher weg, wie ’Das tibetische Totenbuch’ oder Dzog­chen Texte. (Tut mir heute sehr, sehr leid!)

Ich betrachtete LamaD damals nicht als meine Lehrerin, sondern einfach als Nonne  und war anfangs noch recht locker. Wenn LamaD kam, grüßte ich sie, wie man einen guten Freund begrüßt: ’Hallo’ und winkte etwas mit der Hand. Von der Nonne, die in solchen Fällen von ’mangelnden Respekt’ immer eingesetzt wird, bekam ich dann in etwa zu hören:

“Wie grüßt Du denn Deine Lehrerin! Sie ist kein gewöhnliches Wesen, sie ist ein heiliges Wesen.”

Das hat mich ganz schön geschockt. Ich stand ja noch am Anfang und sie wirkte auf mich nicht heilig. Später wurde mir auch mitgeteilt, LamaDs Sohn sei ebenso kein gewöhnliches Wesen.

Später als LamaD im Studium etwas zu den Überlieferungslinien erklärte, fiel mir ein, dass ein Mönch gesagt hatte, sie hätte gar nicht die Übertragungen für das Studienprogramm von GesheK. Als ich diesen tiefen Zweifel spürte, fasste ich Mut und ging in der Diskussionspause an ihren Thron und fragte sie vorsichtig: “Ich habe gehört, Du hast gar nicht alle Überlieferungen?” Sie reagierte sehr warmherzig und mystisch und sagte so etwas wie: “Es gibt noch andere Arten der Überlieferung: Weißt Du, wenn Geshela sagt: ‘Du mußt Geduld haben’, sas ist schon eine echte Unterweisung.” Dann hatte ich das Gefühl, sie hat irgendwie höhere Kräfte/Wahrnehmungen wie Hellsicht oder sieht heilige Wesen direkt.

Die meisten um sie herum sind davon überzeugt, dass sie das hat und sie macht entsprechende Andeutungen oder nährt diese Vorstellung mitunter. Das eigentlich Schockierende erlebte ich kurz nach dieser Anfrage zu ihrer ’Linie’. Dann bekam ich von ihr zu hören: Das wäre ja ganz schlimm negativ gewesen, was ich sie da gefragt habe, das müsse ich unbedingt ‘reinigen’. Und es wäre unmöglich von mir gewesen, dass ich, während ich sie fragte, den Thron dabei angefasst habe (auf welchem ich mich damals abstützte, um vor lauter körperlicher Demut nicht das Gleichgewicht zu verliegen). Das war eine gravierende Erfahrung: Man darf den Lehrer nicht hinterfragen, in Frage stellen, lautete für mich die darin enthaltene unterschwellige Botschaft. (Ein Mönch erzählte im Jahr 2002: “Wer Dorje Shugden praktiziert, stellt seinen Lehrer nicht in Frage.” Das empfinde ich ebenso als einen Ausdruck dieser subtilen Manipulation).

Als LamaD später im Jahr 2000/2001 mehrmals vom Thron aus sagte: sie ’überträgt’ Pabonkha Rinpoches Lamrim, wußte ich, dass sie eigentlich gar keine Übertragung dieses Textes hatte, traute mich aber auch nicht mehr zu fragen. [Die Schlussfolgerung, dass sie keine Übertragung hatte, beruht auf Erfahrung: Normalerweise erzählt LamaD gerne alles, was ihr im Guten widerfährt oder die Autorität ihrer Person hebt. Besonders ich selbst wußte als Ausbildungskoordinator und Verantwortlicher für Öffentlichkeitsarbeit enorm viel. Wenn sie eine Übertragung von 1000 Seiten gehabt hätte, hätte sie es mit Sicherheit erzählt. So ein Ereignis hätte sie nicht verschwiegen – ganz im Gegenteil. Ganz sicher konnte ich mir aber nicht sein, deshalb wollte ich ja fragen, ahnte aber eher eine erschreckende Reaktion von ihr, hatte also einfach Angst …]

Ich muß auch ehrlich sagen, irgendwie kam ich mir vereinnahmt vor. Diese Vereinnahmung empfinde ich als sehr subtil und schwer erklärbar, wie sie sich selbst immer mehr als MEIN Lehrer etablierte bzw. aufdrängte. Ich gebe hier bewußt vier Beispiele aus Vergangenheit und Gegenwart, um diesen Punkt deutlich zu machen: In den Unterweisungen, die sie zur Lehrer-Schüler-Beziehung gab, sagte sie z.B.: “Es ist eigentlich nicht möglich, die Qualitäten eines Lehrers zu prüfen, weil der Schüler das nicht erkennen kann …” [und so ungefähr:] “nur ein reines Wesen kann ein reines Wesen erkennen”. Und “dass man zu mehreren Lehrern geht, war noch zu Atishas Zeit möglich, weil er ein reines Wesen war”, aber wir sollten erst einmal lernen, zu einem Lehrer Vertrauen zu entwickeln, “wie wollen wir jemals Vertrauen zu anderen Lehrern haben, wenn wir es nicht einmal gegenüber unserem eigenen Lehrer entwickeln können?”[Vereinnahmung, indem mir Kompetenz abgesprochen wird oder verschwiegen wird, dass man zu einem anderen Lehrer gehen kann, wenn man einfach keinen Draht zu dem ersten hat, keine Inspiration findet.]

Im Jahr 2002 sagte sie auf eine Anfrage einer Hörerin, was denn ein ‘Wurzel-Guru’ sei: “Der Wurzel-Lama im Sutra ist der Lama, der Dir die meisten Unterweisungen gegeben hat. Er ist die Wurzel, weil er Dir alles gibt für die Dharma-Praxis, alle Unterweisungen, die Sadhanas, alles, was Du für die Dharma-Praxis brauchst.” Ich wußte sofort, was das logisch bedeutet: Sie ist der Wurzel-Lama von uns allen, ja theoretisch selbst von den Neuen, die bisher noch nicht bei anderen Lehrern waren. [Vereinnahmung durch fragwürdige Erklärungen.]

Auch wußte ich, dass diese Erklärung nicht mit anderen, die ich gelesen hatte, übereinstimmte. Nun fasste ich allen Mut zusammen, klopfte danach bei ihr am Zimmer und sagte, dass das für mich nicht logisch sei, ob sie mir da “helfen könne”. Sie sagte, ja das stehe da und da, ich sagte: “nein, da steht es nicht, dort steht es anders” und widersprach, dann wich sie aus und nannte ein Werk von Je Tsongkhapa, von dem ich noch nicht gehört hatte. Dann sagte ich ihr noch einmal, dass das nicht logisch sei und wie es eigentlich definiert sei, was es bedeute und blieb bei Quellen, die wir beide kannten. (Ich nahm einfach allen Mut zusammen und war auch nervös, ängstlich und habe gezittert.) Darauf sagte sie sehr scharf: “Pass auf, was du sagst! Pass auf, mit wem Du sprichst.” Das hat mich sehr getroffen. Es war wie ein Schuß, der mich abschießt, verbal, mitten ins Herz, ich taumelte aus dem Zimmer. Ein Freund, der mich sah, fragte: “Alles in Ordnung?” Ich sagte: “Nein, das kann ich jetzt nicht gerade sagen. Das muß ich jetzt erst einmal verdauen.” [Vereinnahmung indem man durch sprachliche Gewalt in die Enge getrieben, irritiert und eingeschüchtert wird und schließlich lieber schweigt.]

Im Jahre 2002 kam ein junger Mann als neuer Besucher zum Studium, ca. 20 Jahre alt. Er hörte 2-3 mal beim Studium zu, wo es um die Lehrer-Schüler-Beziehung ging. Dann wurde er von LamaD gebeten, einen Rückblick über das Gehörte zu geben. Jemand fragte ihn, was er denn schon gelernt habe und erklären kann. Er sagte: “Wenn man den Lehrer verläßt, geht man in die Hölle und es ist in zukünftigen Leben schwierig, einen neuen Lehrer zu finden.” [Vereinnahmung durch undifferenzierte Erklärungen, die Ängste schüren.] (Einige Punkte die später noch folgen, kann man ebenso unter dem Punkt ’Vereinnahmung’ zusammenfassen.)

Meine Zweifel damals an LamaD, als wir noch im Zentrum in der Methfesselstraße waren, bestanden zwar weiter, aber dann schickte der “Meister aus England” (GesheK) ein Langlebensgebet und nannte sie ’Ehrwürdige’. Diese und vorherige Ereignisse und Manipulationen führten dazu, dass ich so sehr an meiner Wahrnehmung zweifelte bis ich mich schließlich selbst innerlich für unwissend erklärte, während ich den “Meister aus England” (“Geshe-la”) für wissend erklärte, so dass ich schließlich zum Schluss kam, dass  LamaD eine qualifizierte buddhistische Lehrerin sei. Ich redete mir erfolgreich ein, dass ich ihre Qualifikation und “Reinheit” einfach aufgrund meiner Verblendungen nicht erkennen könne. Seitdem arbeitete ich an mir sie als “vollqualifizierte” und “reine” Lehrerin zu sehen und alle wahrgenommenen Fehler meinem “unreinen Geist” zuzuschreiben. (Dies war letztlich auch das Ziel der ganzen Indoktrination und wurde als zu erlangende “Verwirklichung” gepriesen, die die Grundlage aller weiteren geistigen Forstschritte sei.) Letztlich gelang mir diese Selbst-Manipulation bzw. -Suggestion dadurch, dass ich den Meister in England als Heruka sah und sie als Vajrayogini (zwei sich ergänzende tantrische Meditations-Gottheiten). Als LamaD sagte, dass Vajrayogini halt völlig anders handle, als normal, bestätigte das meine Erfahrung, dass vieles von LamaD für mich nicht nachvollziehbar war. Das verbuchte ich dann geistig als: “Das kann ich nicht verstehen, es ist halt Vajrayogini.”

Letztlich wurde mir durch die Lehrdarlegung und durch die Bindung an die englische Hauptgemeinschaft, klargemacht,  dass bei Ihnen (GesheK, LamaD) alles ‘rein’ wäre und andere/anderes nicht so rein sei und dass alle Fehler, die ich wahr nehme die Produkte meines ‘unreinen Geistes’ sei, den ich mittels der Methoden, die sie lehrten zu reinigen hätte.

Dies glaubte ich schließlich und freue mich über die Tatsache, dass ich soviel Glück hatte, zu den ‘Reinen’ zu gehören und hatte Mitgefühl (oder war es nicht eher Mitleid?) mit denen, welchen dieses Glück nicht beschieden war. Um hier mal ganz ehrlich zu sein: Ich dachte: ’die Armen, die auf den minderwertigen Pfaden irren und nicht soviel Glück haben wie ich’ und ich versuchte ihre Wege als irgendwie nützlich für sie zu sehen. (Ja volle Arroganz von mir, sorry ein Ego-Trip!). Dann strengte ich mich um so mehr an, den ’reinen Dharma’ zu verbreiten, indem ich immer mehr die Arbeit von LamaD und des Zentrums unterstützte, wie Poster zu kleben, die Bücher des Meisters zu verbreiten u.ä. missionarische Aktivitäten. Später gab ich auch selbst Dharma-Er­klärungen. Dieses bereitete mir viel Freude und brachte mir Erfüllung.

Trotz der unglaublich vielen Aktivitäten, die von LamaD ausgingen, habe ich darauf geachtet, immer für mich selbst zu meditieren und meine Studien nicht zu vernachlässigen. Dies brachte mir sehr viel Freude und war später eine sehr wichtige Grundlage für meine emotionale Stabilität und Unterscheidungsfähigkeit. Solche  (’privaten’) Aktivitäten wurden aber nicht sehr gefördert, es gab immer soviel Organisatorisches zu tun und diese Aktivitäten waren viel wichtiger. Aber ich habe da irgendwie dagegengehalten, Kritik und Vorwürfe einfach abperlen lassen, weil ich, wenn ich es überdachte, mir immer sagte, dass ich nur mit einem konzentrierten und klaren Geist nützlich sein kann und nicht, wenn ich den zahllosen Aktivitäten folge und mich nach außen verstricke, mich dabei selbst verliere und in ein Märtyrer- oder Helfer-Syndrom verfalle. Ich glaube, diesbezüglich war ich da eine Ausnahme, andere haben sich solche wichtigen Freiheiten nicht genommen oder hatten Schuldgefühle, wenn sie es taten, weil doch soviel zu tun war. Durch diese Dharma-Aktivitäten und meine Versuche des Anwendens des Dharmas und den Genuß, den ich dadurch erfuhr, habe ich mich oft sehr, sehr glücklich und zufrieden gefühlt. Diese Freude und Befriedigung missbrauchte ich aber selbst (basierend auf der fortwährenden Manipulation bzw. dem vorherrschenden Schwarz-Weiß-Denken) als “Beweis” wie “rein” doch LamaD und GesheK und ihre “makellose Tradition” seien und welches Glück ich habe, ihnen folgen zu dürfen. Alles Gute, das ich erfuhr schrieb ich ihnen zu, alles Negative, das ich erfuhr, war mein eigener Fehler. Diesen Glauben zu entwickeln wurde als Fortschritt gesehen und war Ziel der Indoktrination, an die LamaD und GesheK letztlich selbst glaubten.

LamaD hat(te) echte Qualitäten, von denen ich gut lernen konnte, zum Beispiel ihre Großzügigkeit, welche mir half, meinen Geiz zu vermindern. Auch hat sie mir sehr mit verschiedenen Ratschlägen und Dharma-Unterweisungen geholfen. Sie war auch sehr, sehr hilfreich für mich und ich denke, ich darf diesen Aspekt nicht verschweigen. So versuche ich auch ihr und GesheK für alles Gute, dass sie mir mitgegeben haben sehr dankbar zu sein.

(Heißt es Güte zurückzugeben, indem man schweigt, wenn man das Gefühl hat, da rennen Menschen mitten ins Unglück? Deshalb setze ich es fort, die Dinge hier zu notieren, die den negativen Aspekt meiner Erfahrungen betonen. Lobpreisungen, glaube ich, helfen hier jetzt irgendwie nicht weiter.) Ja, ich war dann ein Teil dieses Ganzen geworden, drehte das Rad immer schön mit und war auch recht zufrieden und glücklich.

Später kam die Sache mit Dorje Shugden und wir wurden von LamaD aufgeklärt, daß Seine Heiligkeit der Dalai Lama den ’reinen Dharma’ zerstört und wir ihm, sowie den Tibetern, die unter seinem Verbot leiden würden, helfen müßten und dies in Form von Demonstrationen. Ich persönlich nahm mit der Motivation teil, den Dharma erhalten zu wollen und sah Seine Heiligkeit als Chenrezig (der Buddha des Mitgefühls), der mir die Chance gab, etwas Gutes für Buddhas Lehren zu tun. Dieses erwähnte ich einmal gegenüber LamaD, welche daraufhin meinte: “Geshe-la (GesheK), hat gesehen, wie der Dalai Lama wütend wurde. Heilige Personen werden nicht wütend, daraus folgt, der Dalai Lama ist nicht heilig”. Dies leuchtete mir ein und ab diesem Zeitpunkt verspürte ich dann auch Abneigung und schließlich Hass gegen Seine Heiligkeit den Dalai Lama – leider, leider…! Ich glaube, viele von uns haben einen enormen Schaden für sich und andere mit diesen Demonstrationen angerichtet. Mir tut das sehr leid und ich möchte mich aufrichtig dafür entschuldigen.

Hier ein Beispiel von zwei Nonnen, die dies bestätigen: Im Jahr 2002 wollte eine Nonne nach Graz zur Kalachakra Einweihung. Ich lebte zu diesem Zeitpunkt schon nicht mehr im Schloss Sommerswalde und sie bat mich um Hilfe. Sie weinte und sagte, dass sie damals sehr wütend auf den Dalai Lama gewesen wäre und dass es ihr furchtbar leid tun würde. Ich denke vielen ging und geht es so. Eine andere Nonne sagte mir, sie hätte Bilder des Dalai Lama zerrissen, weil er doch so schlimm gehandelt hätte …

Aufgrund meiner Beobachtungen und Erfahrungen komme ich zu dem Schluss, dass LamaD eine unglaubliche Art hat, Menschen an sich zu binden (zu vereinnahmen) und auszunutzen. Dabei geht sie mit dem ’inneren Kreis’ anders um, als mit dem ’äußeren Kreis’. Ihre Toleranz ist nach außen größer, als nach innen und selbst im ’inneren Kreis’ gibt es Unterschiede und Differenzierungen in ihrem Verhalten.

Was ich jetzt also aufzeige, sind meine Erfahrungen und Beobachtungen des ’inneren Kreises’, also der Menschen in ihrem engen Umfeld und auch nur ein Ausschnitt! Diese werden aber von vielen anderen bestätigt! Es fängt damit an, wenn man ihr nicht genügend Aufmerksamkeit schenkt, sie mal übersieht, oder zu locker grüßt, dass sie dann eine bestimmte Nonne losschickt, die dann etwa folgendes Vorwurfs-Statement abgibt: “Sag mal, Du weißt wohl nicht wie Du DEINEN Lehrer grüßt!” Und obwohl man gar nicht das Gefühl hat, dass sie “mein” Lehrer ist, kriegt man gleich ein schlechtes Gewissen.

Es ist unausgesprochen oder wird in Unterweisungen oder persönlich auf eine ganz besondere Art vermittelt, das man nicht zu anderen Lehrern geht. Selbst nach der Trennung der englischen Hauptgemeinschaft war das noch so. Sie kann auch sagen: ’Natürlich kannst du zu einem anderen Lehrer gehen’, aber der Tonfall ist drohend und vermittelt deutlich, dass man dies lieber nicht tun solle. Oder sie sagt es nett, aber wenn man tatsächlich dann die Absicht umsetzen möchte, findet sie einen Weg, einen abzuhalten. (Bis auf eine Ausnahme die ich noch schildere; jemand der ins Kloster RabtenC ging, aber auch hier setzte sie alle Droh-Mittel: Robenentzug, Gespräch & ’Beauftragte’ zuvor ein um ihn von dieser Idee abzubringen.)

[Ich denke, es spricht für sich, dass kein Ordinierter oder jemand aus dem engeren Kreis in den ca. sieben Jahren wo ich bei ihr war, ALLEIN (also ohne sie) oder ohne ihre örtliche Kontrolle, bei einem Lama innerhalb oder außerhalb ihres jeweils erwählten Zirkels war. Das drückt sich auch so aus: Vor vielen Jahren als wir noch in der englischen Hauptgemeinschaft waren, wußte sie es zu verhindern oder zu beeinflussen, dass man (ich hatte das vor) zu einem Retreat bei einem anderen Lehrer in der englischen Hauptgemeinschaft ging oder sogar Rat bei ihm holte – geschweige denn zu Lehrern außerhalb der englischen Hauptgemeinschaft! Im Jahr 2002 war ihr ’eigener gütiger Wurzel-Guru’, LamaG, in München. Komischerweise fuhr aber niemand aus dem engeren Kreis hin. Eine ihrer Schülerinnen sagte, als sie gefragt wurde, warum sie nicht fährt: "Ja wir sind eben noch so unrein für so hohe, reine Lamas. Da kriegen wir dann emo­tionale Probleme."]

Hier drei Beispiele für Arten wie sich so etwas entwickelt:

Eine Person wollte Mönch werden. Er bekam schon mal ein Shantap zu tragen und wurde dann als “Novize” bezeichnet. Er sagte eines Tages, er möchte mal ins Kloster RabtenC. Darauf sagte die Lehrerin, das gehe nicht und wenn, dürfte er seine Robe nicht mehr tragen. Da sagte er: das mache ihm nichts, er gehe trotzdem. Daraufhin durfte er den Shantap nicht mehr tragen und ich und ein anderer Mönch wurden beauftragt mit ihm zu reden, was das für ein Fehler sei usw. [Zusatz vom 8.4.2005 sie drohte ihm auch, wenn er ins RabtenC gehen würde, sei er nicht mehr ihr Schüler.]

Als diese Person später zu Unterweisungen von Geshe T.P. ging und mehrmals nicht zum Studium kam, stellte sie ihn zur Rede, er sagte ganz offen, was los sei, darauf lies sie ihn mit dem Gefühl, etwas ganz Schlimmes begangen zu haben, stehen (Körperausdruck, Gestik und Schweigen waren die Mittel, die dieses Gefühl erzeugten). Zwei Stunden später kam eine “Beauftragte” von LamaD und sagte bedeutungsvoll: “Hier von LamaD, lies dir mal die tantrischen Gelübde durch…” [hat er sie gebrochen, weil er bei einem anderen Lehrer war? Wartet nun nicht die Hölle auf ihn?]

Dieser junge Mann war dann erst einmal verwirrt, noch mehr als sie mit ihm später sprach und sich immer mit ’Dein Lehrer’ bezeichnete, was er als Vereinnahmung empfand. Er versuchte ihr in die Augen zu sehen. Sie wich aus. Dann sah sie an ihm vorbei und er fragte, was sie so guckt. Sie sagte, sie sehe die Sonne von Je Tsongkhapa hinter ihm – oder so etwas Mystisches …

Es bleibt natürlich nicht dabei, sondern solche ’Entgleisungen’ von Schülern werden auch als Modellbeispiele verwendet, um zu vermitteln, das so etwas – ungefragt zu anderen Lehrern zu gehen – völlig falsch ist. Aber selbst, wenn man fragt, darf man ja auch nicht … hier mein eigenes Beispiel:

Als ich später selbst sagte (mein erster direkter, vorpreschender, mutiger Versuch, nach fast 6 Jahren): “Ich wollte um Erlaubnis bitten, dass ich zu G. Rinpoches Unterweisung kann in München zu den 37 Übungen eines Bodhisattvas” drehte sie sich um, blickte mich ganz düster an und sagte: “Was Du jetzt auch noch!” (in Anspielung auf die ’Verwirrungen’ obiger Person) und ich hatte das Gefühl ein Kapitalverbrechen zu begehen, wenn ich es doch tue. Am nächsten Tag sagte sie zu mir etwas ’weiser & milder’: “es ist besser, Du gehst nicht hin. Weißt du, wir müssen Rücksicht auf ihn nehmen. Er hat ja auf meine Anfrage, den philosophischen Text von ihm nutzen zu können, nicht geantwortet. Nicht, dass er dann emotionale Probleme kriegt, wenn Du hingehst.”

[Ja, da hat sie mich auch an meiner besten Stelle getroffen: Ich will ja niemanden emotionale Probleme machen oder gegenüber den Meistern gar rücksichtslos sein …, Anfänglich nahm ich das so an, erst später fragte ich mich, wie ein Lama emotionale Probleme haben kann, wenn ich zu seinen Unterweisungen komme? Und überhaupt, wie sie indirekt sagen kann, G. Rinpoche könnte verstört reagieren?]

Zum Ende meines Aufenthalts dort sagte ich ihr, dass ich zu Lama Z. Rinpoche  gehen möchte. Erst sagte sie gar nichts. (Das sagte aber auch etwas …) Dann später, sagte sie, sie sei ja schwer enttäuscht, dass ich zu DIESEM Lama gehen möchte. Ich sagte, dass sein Buch über Mitgefühl mich eben so inspiriert. Darauf sagte sie bedeutungsschwanger in etwa: “Es ist schon ein Unterschied ein Buch zu schreiben und den Dharma wirklich zu leben.”

Egal welcher Lama, von dem ich schwärmte, irgendwie hatten sie (fast) alle Fehler oder etwas stimmte nicht mit ihnen. Als ich zum Schluss meiner Existenz auf dem Schloss Sommmerswalde von Geshe M.R.s Tonglen Kurs auf Kassette schwärmte [immerhin der Lehrer, den sie als ihren hauptsächlichen Lehrer sieht], bremste sie mich aus, indem sie mir ihr Missfallen ausrichten lies, dass ich diesen im “w&s” (ein Ort in Berlin) anleitete und behauptete glatt, er hätte diesen Kurs gar nicht geleitet, es wäre ein Referent gewesen – was nicht stimmte. Ich fasste das gegenüber einem Mönch so zusammen: “Alle anderen sind falsch, nur sie ist richtig, dass ist das, was sie mir unterschwellig vermittelt hat in den sechs Jahren.”

Meiner Meinung nach, werden die Menschen dort im Schloss, emotional, materiell, und von Ihrer Lebenszeit ausgebeutet und subtil manipuliert. Ich tendiere eher zu der Überzeugung, dass LamaD dies nicht bewußt, nicht böswillig macht, sondern es aus ihren persönlichen und religiösen Überzeugungen heraus tut und tief glaubt und davon überzeugt ist, dass dies alles gut und eine selbstlose, nützliche Hilfe sei, die völlig dem Dharma entspricht. (Ich und ein anderer Mönch selbst hatten auch schon gemutmaßt, dass etwas in ihrer Tantra Praxis mit dem “göttlichen Stolz” schief gelaufen sein könnte.)

Beispiele für die materielle Seite:

Als ich vor ca. 7 Jahren in das Zentrum in einzog, hatte ich noch eine gewisse Rücklage von ca. 2.000 DM. ’Das Zentrum’ brauchte bald Geld und ich wurde entsprechend befragt/inspiriert. Ich half mit einem Darlehen von 1.000 DM dem Zentrum und einer Person privat mit ca. 700 DM. Irgendwann wandelte ich beides (oder eines davon bin nicht mehr so sicher) als Spende um, weil ich einerseits durch mein vieles Nachfragen, das Gefühl hatte, ich bin geizig und das ist ja nur “Anhaftung” und andererseits glaubte ich auch nicht, dass ich es zurück bekomme. Letztlich freute ich mich, dass ich etwas Gutes tat. Es ging recht schnell, da hatte ich kein Geld mehr aber schon meine erste Mietschuld gegenüber dem Zentrum, die ziemlich vehement und mit Hinweis auf den karmischen Schaden, der mir entsteht, wenn ich nicht schnell zahle, eingefordert wurde. So borgte ich mir in meinem alten Freundeskreis das Geld.

Bei den meisten, die einziehen oder Geld borgen, entwickelt es sich nach dem selben Muster. So haben fast alle Mönche und Nonnen Schulden, sowohl privat, als auch gegenüber dem Zentrum, bzw. dem Schloss (Verein). Eine Person sagte mir, es wären 30.000 DM bei ihr, eine Nonne sagte mir 7.000 DM. Als eine Nonne sich entschloss, ihre Schulden durch eine Arbeit außerhalb der Gemeinschaft abzuarbeiten, sagte LamaD zu ihr in etwa: “das kannst du doch nicht machen, ich brauche dich doch hier.” Eine andere Nonne hat ihr Erspartes für das Buchprojekt von LamaD gespendet und als sie nicht für LamaDs neuen (Gebraucht-) Mercedes bürgen wollte, wurden die Ordinierten zusammengerufen, einschließlich dieser Nonne, die ja noch Geld hatte und somit bürgen konnte, und es wurde gesagt: es sei ja wohl ganz schlimm, wenn jetzt sich keiner mehr verantwortlich fühlt, für dieses Auto zu bürgen, womit doch nur der Lehrer zu den Unterweisungen fährt “um den heiligen Dharma zu lehren” und wie schlimm und traurig das sei … natürlich bürgte die Nonne nach dem “Gespräch”.

Die meisten investieren ihr gesamtes Erspartes für “die gute Sache” und weil sie ja jetzt Mönche / Nonnen sind, die nichts mehr brauchen. Dann haben sie nichts mehr und verschulden sich schließlich. Kaum einer hat Zeit oder wird gar ermutigt, seinen Lebensunterhalt selbst zu verdienen. Auch ich mußte mich rechtfertigen, als ich noch relativ häufig arbeiten ging. Bis ich einen Kompromiss fand, halb zu arbeiten und halb Sozialhilfe zu beziehen. Persönlich konnte ich mich aber von Schulden frei halten. Als ich vom Schloss ging (Juni/Juli 2002) betrugen die Gesamtschulden des Vereins bereits 150.000 DM. Zusätzlich gibt es die Last des 1.5 Mio DM Darlehens, das für den Erwerb des Schlosses aufgenommen wurde.

Die emotionale Verstrickung ist meiner Meinung nach das Leidvollste. Ich habe oben geschrieben, wie viel Glück ich mit dem Dharma erfahren habe. Andererseits wurde mein Geist wiederholt von Attacken heftigster Zweifel an der Qualifikation, den Lehrdarlegungen LamaDs und ihrem Verhalten heimgesucht. Von Phasen tiefster Verzweiflung, weil ich dachte, dass stimmt doch alles nicht hier. Ein Gefühl, für ewig gebunden zu sein … Ein Mönch fragte mich: “willst du werden wie LamaD?”, ich sagte “nein und Du?” “Ich auch nicht”, sagte er. Ich sagte, “wenn sie tot wäre, ich würde alles anders machen und erst einmal einen qualifizierten Lehrer herholen.”

Auch diese ganzen verdrehten Sichtweisen, die mit meiner  Wahrnehmung der Realität und meinem Wissen nicht übereinstimmten, machten mir richtige geistige Schmerzen. Nun sollte sie ja auch ein Tulku sein. Dann gipfelten meine Zweifel an ihr in der Horrorvorstellung: ‘stell Dir mal vor sie ist tot, dann mußt du sie suchen gehen und im nächsten Leben geht das weiter …’ Ich hatte ja auch Angst, in die Hölle zu kommen, in der Zukunft keinem Lehrer mehr zu begegnen, wenn ich sie verließ. Ja ich dachte, all das muß ich erfahren, weil ich im letzten Leben schon einen Lehrer verließ, deshalb ist es jetzt besser, bei ihr zu bleiben und “mein Karma zu reinigen”, es ist ja “alles mein Geist” usw. In den früheren Phasen meiner Verzweiflungsattacken, dachte ich auch daran, mich umzubringen. Später konnte dieser Gedanke wegen meinen Lojong-Übungen nicht mehr so stark werden. Weil ich von diesen negativen Empfindungen frei sein wollte und einfach wieder glücklich und stabil, begann ich alles als “rein” umzuinterpretieren; wo es nicht ging, ignorierte (verdrängte) ich oder meditierte über Entsagung, um meinen Frieden zu finden. Besonders die Trennung von der englischen Hauptgemeinschaft, diese ganzen haarsträubenden Dinge damit und diese Tulku ’Erkennung’, habe ich als sehr leidvoll erfahren.

Ich dachte bei meinen Zweifeln, ich muß nur richtig meinen Geist reinigen, dann sehe ich auch LamaD und alles als rein und als Buddha. Immer gab ich mir die Schuld und dachte, alles liegt an mir, weil ja alles mein Geist ist. Diese Sicht wird enorm von LamaD gefördert. Sie sagte einmal in einer Unterweisung: “Wenn Ihr Fehler in mir seht, es sind alles eure Projektionen. Wenn Ihr Euch die Fehler aufschreibt und nach einer Woche prüft, werdet Ihr sehen, dass es nur Eure Projektionen waren.”

Na ja. Aber gut war, so habe ich wenigsten versucht, viele Reinigungsübungen zu machen. Ein hal­bes Jahr bevor ich ging, betete ich zu Lama Z. Rinpoche und allen Bodhisattvas, mir herauszuhelfen, ich konnte einfach nicht mehr. So kann ich mich eigentlich wirklich nicht beschweren und bin sehr dankbar, weil ich hart an mir arbeiten mußte und viel gelernt haben usw. Allerdings, wenn ich letztlich nicht Hilfe und Zuflucht bei Alexander B. gefunden hätte, ich weiß wirklich nicht, was mit mir passiert wäre. Persönlich gehts mir sehr gut, ich sag immer nur, vorher war ich im Froschbrunnen, jetzt bin ich am Meer angekommen, es ist wunderbar wie es ist.

Meine subjektive Beobachtung des Umfeldes und des Verhaltens. Was habe ich bei anderen beobachtet? (Ein Auszug)

Von zwei weiteren Nonnen weiß ich, dass sie Selbstmordgedanken hatten. Eine andere Nonne sagte dreimal, bevor ich ging (am Anfang des Jahres 2002), sie bräuchte einen Psychologen. Diese Nonne leidet so schlimm. Sie wird ständig von LamaD ausgeschimpft, wegen ihrer (scheinbaren) Unfähigkeit kritisiert und sie ist völlig aufgewühlt, ängstlich und voller Versagensgefühle und mangelndem Selbstvertrauen. Sie ist unsicher und oft unglücklich. Leicht gerät sie in Panik in ständiger Angst, etwas falsch zu machen. Sie hat keine Ruhe zu meditieren, immer muß sie irgend etwas für LamaD tun oder wird ausgeschimpft, weil sie etwas nicht getan hat. [Solches Elend wird aber als Reinigung gesehen und die Beschimpfungen als "zornvolle Handlungen aus Mitgefühl". Komisch ist nur, dass der Geist dieser Nonne sich – meiner Meinung nach – in den über sechs Jahren seit ich sie kenne, nicht gebessert, sondern eher verschlechtert hat.]

Ich habe mir erlaubt, als LamaD mal 2 Monate nicht da war, diese Nonne einfach nur freundlich zu behandeln und sie zu ermutigen, zu meditieren, zu sich zu kommen, sich zu entspannen und sie war ein völlig anderer Mensch, ihr gings gut. Kaum war LamaD zurück, ging alles von vorne los.

Erfahrungen einer anderen Nonne: (… die sie mir mitteilte, selbst nicht in der Lage, wegen ihrer inneren Anspannung und Schmerzen, das zu notieren.) Die Nonne *** fasste ihre eigene Erfahrung, über die ich jetzt kurz berichte, wie folgt zusammen: “Erst macht sie Dich nieder, bis Du nichts mehr bist, dann baut sie Dich wieder auf.” [Mich erinnert das Vorgehen von LamaD an Orwell’s "1984" oder einen allmächtiger Gott der bestraft und vergibt.]

Aber vielleicht sagen die Erfahrungen der Nonne *** , die sie mir mitteilte, mehr als genug aus:

Ich erhielt gegen Ende 2002 auf meiner Arbeit einen Anruf. Am Ende der Leitung war *** , sie weinte und war verängstigt. Sie sagte, sie ist nach Erfurt geschickt worden und ihr ist verboten worden mit irgend jemanden darüber zu sprechen wo sie ist, “und wehe Du tust das!”. Was war passiert?

Bei einer ihrer Indien-Reisen hat LamaD Lobsang D. Tulku kennengelernt. Letztlich lud sie ihn ein, im Schloss zu lehren. Da er sehr gut, klar und gemäß der Schriften lehrte, da er auch gute Qualitäten hat, berührte er sehr viele, vor allem die Nonne *** , die frisch und frei auch zu LamaD schwärmte: “Oh, wie der mein Herz zum Dharma bewegt hat, und wie viel Liebe ich jetzt in mir spüre, nach dem er mir geholfen hat, mit der Nonne … besser umzugehen.” Darüber freute sich LamaD aber nicht. *** wurde daraufhin observiert. Von ’beauftragten’ Nonnen ausgehorcht, beobachtet. [Die Nonnen handelten im Vertrauen und auf Anordnung LamaD so und sahen das alles als selbstlose Hilfe für die Nonne***] Schließlich wurde ihr jeder Kontakt zu ihm untersagt. Da sie wohl in ihn verliebt sei, also Anhaftung hat. Mit ihm wäre auch gesprochen worden, er habe ja wohl auch nicht die beste Motivation … Dann wurde sie im Zimmer bewacht, 2 Nonnen saßen zur Bewachung vor ihrem Zimmer. *** wurde von ihm abgeschirmt und in andere Städte mitgenommen, um sie von ihm fernzuhalten. [Mit der Begründung der Gefahr des sexuellen Fehlverhaltens für sie und den Tulku. Die Nonne*** sagte mir aber: "mir ist das Wichtigste Nonne zu sein, ich will keine Kinder und keinen Mann, ich will mein Leben als Nonne leben.!!!"]

Auf der Rückfahrt von Braunschweig, wo sie auf ihrer Abschirmungs-Odyssee gegen ihren Willen mitfahren mußte, wurde *** von LamaD im Auto persönlich ’verhört’. Dieses Verhör ist nicht ohne Druck und emotionale Aufdringlichkeit abgelaufen. Für *** war es einfach nur furchtbar und schrecklich und sie fühlte sich danach elend  und völlig verstört. Die Art und Weise dieses ’Verhörs’ hat einen schweren geistigen Schaden bei *** hervorgerufen, der sich immer noch in Alpträumen entlädt.

Weiterhin wurde sie an verschiedene Orte und ins P. (Geschäft des Vereins in Berlin) geschickt, ohne auf ihre Empfindungen, Wünsche und Bitten Rücksicht zu nehmen. (Alles mit der “selbstlosen Motivation”, “ihr zu helfen und sie zu schützen”). Als sie dann zufällig doch Lobsang D. Tulku im P. traf, brachen die Tränen aus ihr aus und sie mußte weinen. Aber da eine Nonne auf sie aufpaßte, konnte sie nicht ehrlich antworten, als Lobsang D. fragte: “was ist denn los?” Denn ihr war ja verboten worden zu reden. Daraufhin wurde sie nach Erfurt gebracht mit folgenden Hinweisen von LamaD: “Du siehst ihn nie wieder und kommst erst auf das Schloss zurück, wenn er weg ist. Auch wirst du ihm keine Briefe oder emails schreiben. Und wehe – Du sagst jemanden etwas!”

[Ich möchte hier anmerken: Die Nonne hat sich mit Losang D. nur über Dharma, insbesondere Bodhichitta unterhalten. Ebenso, wie wichtig es ist, in der Sangha miteinander zu reden und zu diskutieren. Und sie sagte mir: durch seine Art Fragen zu stellen: ’hat er mir soviel Selbstvertrauen gegeben!’ Also ein gutes Fundament für selbständiges, unabhängiges Denken und Handeln. Ich denke, es ist genau das und die Hingabe und Begeisterung, die sich daraus entwickelt hat, die aus der Perspektive LamaDs Position gefährlich wirkten, denn ich habe noch nie erlebt, dass ein Schüler, der so begeistert von LamaD war, von ihr evakuiert wurde. Ganz im Gegenteil …]

Aus Erfurt rief *** mich dann an und ich fragte sie: “Wie empfindest Du das?” “Als Machtmißbrauch”, sagte sie. Dann half ich ihr durch weiteres Nachfragen, etwas klarer zu sehen, zu prüfen was sie tun möchte und es dann halt zu tun – stärkte also ihre eigene Basis / Selbstverantwortung. Sie sagte, sie “möchte jetzt aus dem Schloss ausziehen, aber noch zu LamaDs Unterweisungen am M. gehen.” Ich sagte: “wunderbar”, dachte u.a. aber auch, ‘eigentlich gut, weil diese Entscheidung LamaD sicher besser annehmen kann.’ Und spielte mit ihr auch verschiedene Dinge durch, wie reagiert werden wird und wie sie ganz klar zu ihrer Entscheidung stehen muß.

LamaD rief sie am Sonntag in Erfurt an: Sie war sehr warmherzig am Telefon. *** fasste sofort Vertrauen und teilte ihren Entschluss mit. Sie darauf: “Das verbiete ich Dir, das erlaube ich Dir nicht. Ich bin der Abt. Wenn du das tust, nehme ich dir alles weg, deine Ordination und alle Einweihungen – alles! Und Du weißt ja, was dann passiert … [Anspielung auf die Hölle]” *** erwiderte LamaD: “Ja das ist ja wie bei GesheK!” [er hatte dieses fast genauso auch zu LamaD gesagt.] Darauf weinte LamaD etwas und sagte: “ja, ich habe ja auch Fehler gemacht, aber jetzt wird alles gut, die Nonne … ist auch wieder da [diese war zuvor erst in der Psychiatrie]. Komm aufs Schloss zurück, alles wird gut. Ich öffne Dir das Chakra und dann hole ich Dir alles raus, damit Du frei bist für einen neuen Lehrer.”

Der letzte Satz tat natürlich seine Wirkung, *** sagte zu mir: “Ja T., aber wenn sie jetzt doch Vajrayogini ist und wer weiß was, in mir ist, da kann sie doch alles rausholen?”

Heute sagt *** selbst, sie hat enorme Schäden davon getragen. Diese Erfahrungen haben sich tief eingegraben. Sie konnte nur einmal über ihre Erfahrungen in vollem Zusammenhang sprechen, das war mir gegenüber dann nicht mehr. Sie ist sehr unselbständig geworden, hat Ängste, Menschen zu begegnen, sich zu öffnen, auf andere zuzugehen. Sie hat Alpträume und sucht psychologische Behandlung. Sie ist völlig verunsichert und muß sich erst einmal wieder im Leben außerhalb der Gruppe und des Schlosses zurechtfinden. Sie hat auch Angst vor den Buddhas, weil sie ja immer LamaD als “untrennbar von den Buddhas” gesehen hat. Sie hatte ebenso Schulden, konnte aber fast alles zurückzahlen.

Mir tut das alles sehr leid. Mehr, als das aufzuschreiben, kann ich erst einmal nicht tun. Ich fühle jetzt keinen Groll, bin nicht sauer, denke einfach, es sollte etwas getan werden. Manchmal bin ich ganz schön schockiert, so richtig lachen kann ich nicht darüber. Na ja kommt vielleicht später …

Die Situation im Schloss und die Möglichkeit einer Hilfe ist nicht einfach: Die Menschen, die um LamaD herum sind, sind begeistert oder ‘sehen alles als rein’. D.h. sie sehen oder üben es, sie als Buddha zu sehen, halten die Fahnen hoch und wenn man sie fragt, wie es ihnen geht, sagen sie “gut.” Sie möchten das auch alles irgendwie so: Das Schloss ist das Mandala und außerhalb davon die entartete Welt.

[Ich denke dazu: Das gibt natürlich ein anfängliches Gefühl von Sicherheit, Schutz, Geborgenheit und Orientierung. Dieses Gefühl vermittelt Freude, Zuversicht und Begeisterung. Wer möchte das nicht gerne? Und wenn er es scheinbar gefunden hat, dann hält man fest oder? Da will man auch etwas blind sein und Widersprüche ausblenden und uminterpretieren, verdrängen, weil das Gefühl auf der rosaroten Wolke zu sitzen, so schön ist. Da ist man dann ein bisschen feige und ängstlich, dass alles zu verlieren und abzustürzen. So hält einen das eigene Ego gefangen. So schade, denn dafür ist doch der Buddhismus und das Dharma überhaupt da: Die Spiele und Täuschungen des Egos und die Ego-Anhaftung selbst zu überwinden und nicht es aufzublähen. Ja sorry, da muß ich genauso selbst an mir arbeiten!]

LamaD ist ein Buddha (Vajrayogini). Sie weiß, wo’s lang geht und wird alle ins Reine Land nach Keyajra führen. Und wie es eine Schülerin gegenüber einer Besucherin ausdrückte: “Die Welt wird dunkel, wir müssen uns beeilen.” [Die Besucherin sagte verwundert: "Wieso wird hier denn so auf Angst gebaut? Das ist ja alles wie im Sommerschlussverkauf."]  Und wer LamaD und das Mandala nicht so sieht (als rein), wer Fehler sieht, dessen Geist ist halt nicht rein, der hat halt eine “falsche Sicht” oder dem mangelt es an “Verdiensten”. “Außerhalb vom Schloss”, so ungefähr sagte es LamaD der Sangha nach meinem Weggang, als eine Nonne mit mir Kontakt aufnahm, weil sie zum Dalai Lama wollte, “warten die anderen (feindlichen?) Dharmabeschützer, die suchen sich die Schwächsten aus, die am meisten negatives Karma haben. Die da scheinbar helfen, erscheinen freundlich, wollen einen aber nur kriegen.” [Wer möchte schon zu den Schwächsten gehören und sich wegfangen lassen? Anmerkung: Vielleicht hat sie es so nicht wörtlich gesagt, aber die Nonne *** hat es so verstanden, sie erzählte es mir.]

Ein Bewohner sagte zu seinem Vater: “Natürlich geht es hier härter zu, aber hier kann man noch in einem Leben Erleuchtung erlangen, das ist noch der reine Dharma. Was die anderen da draußen machen ist doch kein Dharma mehr.” Ein junger Mann sagt das, 22 Jahre und immer im engen Kontakt zu LamaD.

Ich finde, LamaD nährt diese Vorstellungen – vor allem über ihre eigene Person – sehr geschickt und täuscht andere über ihre tatsächliche Qualifikation. Sie arbeitet geschickt mit den Ängsten und den individuellen Wünschen der Einzelnen. Als die Nonne *** sichtlich litt unter dem ’Verhör’, das sie mit ihr führte, sagte LamaD: “Ja bei Vajrayogini fließt erst einmal das Blut und man muß viel Leiden, aber dann …” und sie macht eine Geste, die andeutet, dass sie genau weiß, wies dann direkt ins “Reine Land” geht.

Sie deutet ihre Vollkommenheit durch Sätze an wie: “Ich empfehle Euch zu den Vorträgen zu gehen und zum Studium, ich brauche das nicht mehr.” Oder: “Wenn Du im Bardo bist, sehen wir uns.” Oder: “Die großen Meister studieren erst umfangreich, dann machen sie Retreats, dann lehren sie. Ich bin in der letzten Phase.” Mir gegenüber hat sie auch anders herum Fehler der großen Meister angedeutet, von Kalu Rinpoche, Dilgo Khyentse Rinpoche, Lama Zopa Rinpoche und diesem und jenem Lama, die als wirkliche Meister geehrt werden und wurden.

Als eine Anfrage an das Schloss Sommerswalde gerichtet wurde, ob Seine Heiligkeit Sakya Trizin mit Gefolge in der Zeit ihres Berlin-Aufenthalts dort übernachten könne, war ihre Überlegung: ’na ja der praktiziert ja kein Dorje Shugden mehr und außerdem sind sie ja Laien.’ Als ich versuchte in die Richtung zu lenken, sie einzuladen sagte sie dann: ’ja gut. Aber er sollte wissen, dass hier Ordinierte leben.’ (Mir ist es unglaublich peinlich, das auch nur aufzuschreiben.)

Sie hat oft für jeden Lehrer irgendwie eine herabsetzende Bemerkung: Geshe Thubten Ngawang: ’… na der hat doch seinen Wurzel-Guru verlassen.’ S.E. Dagyab Kyabgön Rinpoche: ’ … na der ist ja kein Mönch mehr, der ist ja jetzt ein Laie.’ Als eine ihrer Schülerinnen sagte, sie geht zu Alexander Berzin (der ja eine weit aus größere Qualifikation hat als sie und in über 60 Ländern der Welt gelehrt hat und geschätzt wird), kommentierte sie: ’ja sicher hat das einen gewissen Nutzen’. Oder sie puscht die Lehrer mit denen sie sich oder ihre ’Linie’ verbunden sieht (um sich, wie ich finde, selbst mit ihnen zu schmücken, wie mit einem hübschen Kleid): “S.H. Trijang Rinpoche, der heiligste Lehrer dieses Jahrhunderts” schreibt sie und erzählt sie habe “eine besondere karmische Verbindung” zu ihm.

Werden Lamas ins Kloster eingeladen, werden sie mit Ehren und Titeln überschüttet (z.B. ’S.H. der 13. K. Rinpoche, der dritthöchste Lama gleich nach dem Dalai Lama’) später, in Ungnade gefallen, gehen sie wie vom Hinterhof leise und ohne Ehren weg und werden nimmer wieder gesehen … und über sie wird gesagt, sie hätten ja auch nicht die lauterste Motivation gehabt. (Dieser Lama wollte sie anfänglich immerhin als Tulku anerkennen und war eigentlich auch für sie spirituell sehr verantwortlich.)

Oder im Falle von Losang D., der sich selbst schlicht Losang nennt aber von ihr zu “Ven. Lobsang D. G. Tulku Rinpoche, Assistent S.H. Kyabje Z. C. Rinpoche, Linienhalter der Gelug-Tradition und älterer Tutor S.H. des Dalai Lamas”  aufgeblasen, mit Extra Geschirr und Essbesteck auf den Sockel gehoben wird), um später in Ungnade gefallen, wie ein zu heißes Eisen schnell losgelassen wird … dann wird kommentiert: “na ja die jungen Tulkus sollen erst einmal ihre Ausbildung abschließen.”

Oder ihnen wird Anhaftung, magische Rituale oder ähnliches angedichtet, weil sie in ihrer höheren Kompetenz einfach die Autorität und Position von LamaD in Frage stellen. Oder irgendwelche Dharma-Schützer Streits und Schwarzmagie müssen herhalten … Die Bescheidenheit von Losang D. geht im ganzen Trubel unter. Er läßt sich auf dem Gepäckträger eines Fahrrades von einem anderen Mönch zum örtlichen Zug fahren, während LamaD im Mercedes unterwegs ist … Zum Schluss wurde er wie ein verirrter/verwirrter Mönch behandelt der Liebesprobleme mit einer Nonne hat.

Er selbst sagte gar nichts, klagt nicht. Das einzige, was er von sich gab, war einmal mir gegenüber: “das ist sehr schade, ich bin nur gekommen, um den Dharma zu lehren, ich habe nicht nach Geld oder sonst etwas gefragt.” und einem Freund der ihn daraufhin ansprach gegenüber: er lachte und sagte nur: “Das ist Samsara.”

[Das Übertreiben in allen Aspekten kann man gut auf der Internetseite und der Werbung beobachten, irgendwie wimmelt es nur so von Aufbauschungen und ’Heiligkeiten’. Sie selbst bestätigte auch eine Zeit lang, dass man sie ebenso Ihre Heiligkeit oder Ihre Eminenz nennen kann. Was ich dann auch im Internet oder in Flyern so veröffentlichte. Später wollte sie damit nichts mehr zu tun haben, als Kritik von der Deutschen Buddhistischen Union kam. Na ja, etwas Humor: sie zitiert ja selbst auf S.102 des u.g. Buches: "Die Leute im Westen haben eine schier unerschöpflich Begierde nach tibetischen Titeln, Lamas, Heiligkeiten und Tulkus. Das führt natürlich dazu, dass man eventuell versucht, diesen Anforderungen gerecht zu werden …" Dieses Zitat ist allerdings aus dem Zusammenhang genommen. Sie benennt dort eigentlich andere.]

Im Gegenzug erwähnte sie mir gegenüber ca. dreimal, wie Lehrer ihr gesagt hätten: sie bräuchte nicht reinigen und wie ‘besonders’ sie sei. Für mich hieß das: Sie ist rein. GesheK sagte: Sie bräuchte nicht den Boden putzen im M. Centre in England. Geshe P. sagte: “Du hast keine Fehler gemacht, Du bist rein.” LamaG sagte, sie bräuchte keine Reinigungs-Retreats machen, sie solle lehren. Geshe P. schreibt aber im Auftrag von Lama G an GesheK über LamaD (wie absurd das ist!): “Es gibt keine Zeichen, dass sie weder Lama noch Tulku ist.” und ebenso schreibt er: sie hätte ihn gedrängt, sie als Tulku anzuerkennen … (Dieser Brief liegt mir vor. Die Übersetzung wurde von einem tibetischen Lama geprüft, der anmerkte: “wenn dieser Brief öffentlich wird, ist sie keine Nonne mehr”, sich aber auch weigerte ihn zu übersetzen, er bestätigte aber die Richtigkeit der obigen Aussage; ebenso wurde dies von einer Übersetzerin und einem tibetischen Mönch überprüft, die diese Übersetzung ebenso bestätigten.)

Persönlich habe ich erlebt, wie sie selbst die Lehrer, auf die sie sich bezieht, subtil herabsetzt und sich erhöht: “Ich habe D. Rinpoche gefragt [den sie als Halter der Je Tsongkapa Linie sieht, den Ganden Tripa akzeptiert sie nicht] aber das habe ich nur pro forma getan.” Was mir den Eindruck vermittelte, sie muß niemanden mehr fragen, selbst die Höchsten nicht, weil sie eh schon alles weiß. In Bezug auf LamaG, ihrem “gütigen Wurzel-Lama” sagte sie einmal zu mir, als ich ein Bild von ihm vor ihrem Altar betrachtete: “Ich brauche ihn eigentlich nur für meditative Zwecke.”

Wie tief diese Selbstherrlichkeit sitzt kann auch folgender kurzer Dialog zeigen, den ich vor ca. 2 Jahren mit LamaD hatte: Es ging um einen Meditationsabend oder so und ich sagte: “Ja danach können wir uns ja noch austauschen mit den Teilnehmern.” Sie scharf: “Wir tauschen uns nicht mit anderen aus!” Ich habe das so verstanden: Wir wissen wo’s lang geht.

Dass dann diejenigen, die vom Schloss weggegangen sind, falsch, ’fehlgeleitet’, verblendet sind, dass es ihnen an Verdiensten mangelt oder eigentlich schon immer irgendwie psychisch krank waren oder und eben etwas mit ihnen nicht stimmt, ist die logische Konsequenz, dass man selbst eben unfehlbar richtig ist.

Ich gebe hier ehrlich zu: Ich kenne diese Selbstherrlichkeit auch von mir selbst, denn sie hat logischer Weise auf mich abgefärbt. Sie führt sogar dazu, dass es einem selbst nicht einmal möglich ist die Zuneigung eines anderen anzunehmen. Stolz macht eben einsam.

LamaD sagte oft, sie hat über 25 Jahre Buddhismus studiert. Mit wem, was und wo und wie?

Ich habe das einmal hinterfragt: Die Zeit vor der englischen Hauptgemeinschaft liegt im Dunkeln und wird nur wage angedeutet, ist also schwer recherchierbar. Sie sagte z.B. sie wäre drei Jahre in die Buddhistische Gesellschaft in Steglitz gegangen. Was sein kann, aber auch nicht soviel aussagt. Zumindest Dr. N. wußte nichts von ihr. (Was auch noch nicht soviel aussagt. Vielleicht haben sie sich nicht gesehen oder sie ging nur ab und zu hin …)

GesheKs Ausbildungsprogramm hat sie hauptsächlich über Kassetten gemacht. Mir sagte sie “eigentlich war GesheK nie mein Lehrer, er war mehr eine Quelle, wenn Du von einem Leben in das andere gehst brauchst Du diese Quelle, die dich inspiriert …” Den Lehrer dieses Ausbildungsprogramms der englischen Hauptgemeinschaft, Ven. S. Kelsang , hat sie auch nicht respektiert. Sie erwartet selbst, das man aufsteht, wenn sie kommt, ist aber nicht aufgestanden, als ihr “eigener Tutor” kam, im Gegenteil, sie behandelte ihn wie ein Kind. Ich war dabei. Ebenso sagte sie mir unmißverständlich in einem persönlichen Gespräch, dass ihre Beziehung zu GesheK eigentlich nicht gesund war.

Dann hat sie ab und zu LamaG getroffen, sich versucht ihm anzuvertrauen, war mit ihm einmal in Tibet unterwegs, hat einige wenige Male D. Rinpoche und zwei Wochen Khen Rinpoche in Amerika gesehen. Dabei hat sie hier und da einige Einweihung oder einige, (sehr wenige!) Übertragungen und ein paar  (ebenso sehr wenige) mündliche Unterweisungen bekommen.

[Wenn ich sage ’sehr wenige’ meine ich ca. 10, aber unter 20 - wenn man die Unterweisungen von GesheK oder S. Kelsang nicht mitzählt. Ich weiß nur von drei Übertragungen: Heruka / Vajrayogini, Ganden Lha Gyäma, das Namensmantra von T. Rinpoche. Auf jeden Fall nicht im Ansatz mit der Ausbildung und den Studien echter Lehrer vergleichbar. Das ist wichtig zu wissen, weil sie sich als gut ausgebildet darstellt.]

Ja und ihre Urkunden sind eine Sympathiebezeugung von LamaG und dem Präsident der IAEWP. Der Präsident war von ihrer Person so beeindruckt, dass er sie spontan zur Botschafterin der IAEWP ernannte. Das hat mir LamaD so erzählt. Sie wollten sie nach der Trennung von der englischen Hauptgemeinschaft stärken, ermutigen.

Das alles ist wie ein Brei, wo man rumrührt und sich fragt, was eigentlich hier Fakt ist. Erst wenn ich genau hinsehe und zum Beispiel ihr Buch zur Lehrer-Schüler-Beziehung nutze, erkenne ich klar das Ausmaß ihrer Täuschungen und subtilen Manipulation über ihre Qualifikation: dort steht auf Seite 19 z.B.: “Mein eigener Lehrer Geshe M.R. erklärte mir einmal in einem Kommentar…” Er hat ihr gar nichts erklärt. Geshe M.R. ist seit über 2 1/2 Jahren im zurückgezogenen Retreat in Amerika!  Sie hatte ihn bis dahin [und wahrscheinlich bis heute] nicht persönlich getroffen, da er im Retreat ist, das erst im Juli 2003 endet.

Was sie dort im Buch aufgeschrieben hat, hat sie auf der Kassette No 3 gehört des Kurses No 1 vom A.C. Institute. Einen Kurs, den sich jeder x-beliebige übers Internet bestellen kann.

Sie hat keine persönliche, mündliche Unterweisung von ihm gehört oder ihn gesprochen! Bevor ich ging, gab es neben ihrem privaten email-Verkehr ihres Fernstudiums beim A.C. Institute – so viel ich weiß – nur folgenden Austausch: LamaD sagte mir, Geshe M.R.s Assistenz hätte ihm von ihr berichtet, dann ließ er Grüße zurück bestellen: er freue sich. Des weiteren: Als später ein Mönch und ich sie in ihrer Autorität in Zusammenhang auf ihre Ausbildung und der Undurchsichtigkeit ihres Lebenslaufes durch unsere Fragen in Frage stellte, schrieb sie schleunigst einen Brief an das A.C. Institute, ihr Studienprogramm nutzen zu können. Was sie erlaubten – und jedem erlauben, der anfragt!

Sofort waren Khen Rinpoche und Geshe M.R. auch Lehrer der “Klosterschule” und ihre Lehrer … und sie sagt, sie bietet das Studium gemäß A.C. Institute an, was nicht stimmt, da sie ihre persönliche Interpretation von Paponkhas Lamrim lehrt, der kein direkter Lehrinhalt des A.C. Institute ist. (Später als ich auch durch meinen Weggang natürlich einiges in Frage stellte [immerhin hatte ich einige Funktionen in ihrem engen Umfeld inne] und ca. 20 Schüler zuvor und danach auf Grund ihrer eigenen Erfahrungen allmählich abwanderten, reiste sie nach Amerika mit einem Mönch und erhielt Einweihungen und wohl auch Unterweisungen von Khen Rinpoche. Darüber weiß ich nichts genaues.)

Sie schreibt also in ihrem Buch: “mein eigener Lehrer sagte mir” und wenn ich das lese entsteht der Eindruck, sie hätte eine innige persönliche Beziehung und eine Austausch mit ihm. Was nicht stimmt. Ich nenne das Suggestion. Sie suggeriert Dinge, die nicht existieren. Das hat sie auch mündlich getan und ich dachte, ich falle vom Stuhl: Sie sagte vor der ganzen Sangha: “Geshe M.R. sagte mir …” Aber was sie dann zitierte, hat sie lediglich auf einer Kassette gehört.

Weiter heißt es in diesem Buch zur Lehrer-Schüler-Beziehung (Ein Kommentar zu den 50 Versen von Ashvaghosa) auf Seite 83: “Geshe M.R. sagte in einem Gespräch im Jahre 2001 …” auch dort war sie nicht und ebenso nicht in Arizona wo sie “ihren” “Geshe Michael Roach, meinen gütigen Mentor” auf S. 107 zitiert, sie hat das alles auf Kassette gehört. Sie redet also von ihm als ihrem Lehrer, obwohl sie ihn bisher nicht gesehen, geschweige denn eine mündliche Unterweisung direkt gehört hat. Sie schreibt aber im selben Buch auf Seite 18: “Auch hier scheint es mir jedoch notwendig, darauf hinzuweisen, dass wir hierzu eine mündliche Erklärung erhalten, da wir durch das Selbststudium Gefahr laufen, eventuelle Fehlverständnisse über Umfang und Bedeutung zu gewinnen.” Das ist genau das, was sie selbst tut.

Zudem hat sie, so viel ich weiß, keine mündlichen Erklärungen, Kommentare zu Ashvaghosas 50 Versen erhalten, sie hat sich fast alles im Selbststudium angeeignet, über Bücher und Kassetten. [Im Vorwort des Buches steht über sie: "fachliche Kompetenz" …] Selbst, als der im Buch ebenso gern und oft zitierte 13. K. Rinpoche im Schloss lehrte, war sie nicht zu seinen Unterweisungen zur Lehrer-Schüler Beziehung anwesend. Sie hörte also nicht persönlich zu, sondern sie hörte sich später die Aufzeichnungen über Kassetten im privaten Zimmer an. Dabei entschied sie, sie müsse diese Unterweisungen überarbeiten & korrigieren.

Auf der Rückseite des Buches preist sie sich im Gegenzug: “Sie hat langjährige Studien in der Gelugpa Tradition des tibetischen Buddhismus hinter sich gebracht und dadurch ein fundiertes Wissen über die Lehre Buddhas bekommen … Sie können sicher sein, dass sie die Worte einer Autorin vorfinden, die auf Grund ihrer Ausbildung authentischen Buddhismus lehrt und von tibetischen Lamas überaus geschätzt wird.”

Wenn man den Mut hat, sie auf solche Widersprüche oder andere anzusprechen, weicht sie auf esoterische, mystische Ebenen, nicht wahrnehmbare subtile Beziehungen, Scheinerklärungen, die irritieren aber nicht klären usw. aus. Oder im anderen Fall trickst sie die Fragen aus, indem sie behauptet: “Dies ist nur eine Prüfung für meine Schüler.” (Alles ist rein.) Oder sie nutzt die Kraft ihrer Sprache und trifft mitten ins Herz: “Pass auf, was du sagst. Pass auf, mit wem Du sprichst.” Und getroffen und irritiert schweigt und geht man … [und oft mit dem Gefühl, man selbst ist irgendwie gestört oder falsch oder einfach irritiert.]

Nur wenn man also hinter die Kulissen blickt, wenn man genau beobachtet und untersucht, fühlt und merkt man, dass vieles einfach eine Fassade und milde gesagt: Täuschung ist.

Nachdem ich diese ganze Palette von Fehlern aufgezählt habe, um die Dringlichkeit der Situation und ihre tiefe Verfahrenheit aufzuzeigen, möchte ich unbedingt noch einmal in die positive Richtung gehen. Neben dieses Dingen hat LamaD auch sehr, sehr gute Qualitäten und oft eine überraschende Klarheit, Liebe und Einfachheit. Eine unglaubliche Energie und Humor. Ja sie ist für viele eine faszinierende Persönlichkeit und Hilfe. Ich habe diese Krassheit zwischen den einerseits vorhandenen guten Qualitäten und den offensichtlichen Fehlern früher nie zusammengebracht. Diese Widersprüche haben bei mir richtig zu Schockzuständen geführt, weil ich das einfach nicht zusammenbringen konnte. Ich habe dann regelrecht körperlich gezittert, so hat sich diese Spannung entladen.

Mir kommt sie heute ein bißchen wie Milarepa vor, der in seinen jungen Jahren noch die positiven Kräfte des vergangenen Lebens hatte, sie aber im negativen Sinne einsetzte. Ich glaube, so ähnlich hat sich LamaD auf Grund einer enormen Fülle von Einflüssen und Bedingungen, vielleicht auch, weil sie sich selbst zu viel abverlangte und nicht innehielt, weil sie von anderen Lehrern und ihren Schülern zu früh emporgehoben wurde, verrannt. Jede Hilfe sollte so aussehen, dass ’sie nicht ihr Gesicht verliert’ wie ein Freund es sagte und sie eine echte Chance hat, dass alles für sich zu klären.

Spirituell gesehen habe ich den größten Fehler durch Parteilichkeit, Anhaftung an die eigene Tradition, Feindseligkeit gegenüber anderen gemacht. Das hat meinen Geist umwölkt, mich gefangen gehalten und fanatisch gemacht. Ebenso hatte ich einen guten Schuß Naivität und Blindgläubigkeit. Das hat letztlich ebenso wie mein Karma dazu beigetragen, diese Situation erleben zu müssen. Ich habe viel gelernt und hoffe, der Schaden bleibt anderen erspart und wir helfen uns gegenseitig dies zu überwinden.

Ich würde mich freuen, wenn ein Ansatz gefunden werden kann, der sowohl LamaD, den bald 16 bis 17 Nonnen und Mönchen, sowie den Bewohnern auf Schloss S. hilft, einfühlsam und geschickt. Denn ich glaube, das Ganze kann sonst nur in einem bösen Erwachen und elenden Schmerz enden. Ebenso, denke ich, müßte jemand, der auf der Suche ist, eine klare Information bekommen, worauf er sich einläßt, wenn er dort einsteigt….

LT

26/27.01.2003 überarbeitet: 8.2.03

Anhang vom 6.4.2005:

Durch andere Aussteiger gibt es weitere Informationen.

Hier einige Wesentliche, die genanntes ergänzen, oder deutlicher machen:

Über Lobsang D. Tulku wurde später gesagt: er ist ein Spion des Dalai Lama, er wäre gar kein Mönch und geht nachts ins Rotlichtviertel. Mir wurde von einer ehemaligen Nonne (MS) versichert, ihr wäre Kontakt und ein Gespräch (über Guru Yoga) mit K. Rinpoche verboten worden. LamaD sagte über ihn: er wolle ihr die Schüler wegnehmen.

In Bezug auf das Verhör der anderen Nonne im Auto auf der Fahrt nach Braunschweig, sagte die Nonne mehrmals: es wäre wie bei der Stasi gewesen, wie das abgelaufen ist. Später ermittelte die Staatsanwaltschaft, wegen Nötigung, sie hat aber ihre Aussage zurückgezogen, weil sie keine Kraft hatte, vor Gericht etwas auszusagen.

LamaD sagt den Nonnen und Mönchen, die gehen wollen oder über die die gegangen sind, dass sie dann alle ihre Gelübde verlieren bzw. verloren haben. Auf Grund dieser Aussage, die ebenso mehrfach belegt werden kann durch Zeugen, wusste die Nonne (MS), nicht wie sie die Gruppe verlassen könnte, ohne Gelübdebruch und versuchte mehrmals die Robe zurückzugeben, nur um gehen zu können, dies wurde aber auch nicht akzeptiert. Von dieser Nonne und auch dem Tibeter S. kontrollierte und konfiszierte LamaD auch die Post.

Was nicht dargestellt wurde ist der Umgang mit den Finanzen im Verein, wo sich LamaD nach Aussagen ehemaliger Nonnen auch an den Kassen bedient, Spendengelder zweckentfremd werden, nicht verbucht werden usw. das ist ein Feld, da habe ich nicht so viel Einblick gehabt.

Anhang vom 8.4.2005:

Nachdem K. Rinpoche vom Schloss wegging waren einige verwirrt, da er ja anderes lehrte als LamaD. Mir sagte LamaD, sie hätte mit LamaG darüber gesprochen und dieser hätte gesagt:

“Ja das übliche Problem: wo K. Rinpoche hingeht, gibt’s Probleme”, er würde mit ihm sprechen.

Des weiteren nahm sie ja nicht an seinen Unterweisungen zum Guru Yoga teil und hörte diese später auf Kassette.

Als Leute Aufzeichnungen der Belehrungen erbaten sagte sie: “die muss ich erst noch einmal überarbeiten, das kann man so nicht weiter geben.” Später schrieb sie ein Buch zum Thema, ohne je mündliche Erklärungen dazu erhalten zu haben.

Wer und was ist ihre Linie?

Mir sagte sie: “Wenn Du als Tulku erkannt wirst, bekommst Du den Segen der ganzen Linie”, deshalb habe sie jetzt die Linie.

PS: Tut mir leid, dass ich mich nicht kürzer fassen konnte und vielleicht da und dort etwas ausufernd oder aufgeregt wurde. Vieles wurde nicht gesagt. Es ging mir nur darum Tendenzen aufzuzeigen.

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