Der Fall des Zen-Meisters Thich Thien Son

Ich weiß gar nicht wo ich bei dem Fall des sogenannten „Zen-Meisters“ Thich Thien Son, bürgerlich Mai Hue Giang Tran, anfangen soll. Vielleicht mit dem, wie alles begann …

Am 15. Juni 2009, ich war zu meinen Studien in Italien, erreichte mich eine Email Herbert Rusches, der zu dieser Zeit auch Ratsmitglied der Deutschen Buddhistischen Union (DBU) war und das Online Forum der DBU betreute. Er schrieb, „Hallo Tenzin, seit heute morgen gibt es eine mehr oder weniger delikate Diskussion im DBU-Forum unter ‚Rechte Rede‘.“ und er fügte einen Diskussionsauszug mit einem Ausgangspost von Kampierapanyo vom selben Tag bei, der u.a. schrieb:

[…] Ich selbst habe 2 Jahre lang in der Pagode Phat Hue als Novize gelebt. Mein Novizenname war „Hue Phap“. Ich erhielt meine Pabajja am 30.12.2005 in der Pagode.

Ich lebte in der Pagode bis im Oktober 2007. Danach erhielt ich meine Upasampada (Vollordination) am 28.11.2007 im Tempel „Wat Thai Buddha Apa“ in Ludwigshafen (ein Thailändischer Theravada Tempel). Die letzten Monate verbrachte ich in Sri Lanka in der „Island Hermitage“ zur Praxis des Anapanasati und des Satipatthana.

So viel zu meiner Person.

Ich verließ die Pagode Phat Hue, da ich große Zweifel an dem „Meister“ Thich Thien Son hatte.  Ich war von Anfang an sein persönlicher „Attendant“, also persönlicher Helfer von daher habe ich den „wirklichen“ Thien Son kennengelernt.

Gründe meiner Zweifel an Thien Son gab es viele. Zum einen habe ich ihn kennengelernt als jemanden der im Luxus lebt. […]

Der eigentliche Grund für mein Verlassen der Pagode war der, dass Thien Son’s Lehrmethode oft sehr „fragwürdig“ ist. Eine der Hauptmethoden seiner Arbeit war, den Schülern zu erzählen, sie sollen in ihre Vergangenheit zurückgehen und in unterdrückte Gefühle etc. reinfühlen. In den Zen Seminaren ging es dadurch oft sehr wild zu.

Zen in der Pagode, bestand aus Schreien, Tanzen zu Trommelmusik, Erotik und vielem mehr. Ja auch erotisch ging es oft zu. Getarnt wurde es durch den Vorwand, dass einige Aufgaben dazu dienen sollen, sich selbst und andere anzunehmen. Es ging manchmal so, dass in den Zen Seminaren sich gegenseitig massiert wurde, auch an den „seltsamsten Stellen“ etc.

Der Hauptgrund für mein Verlassen war jedoch der, dass in meiner „privaten“ Arbeit mit Thien Son, welche immer in seinem Zimmer statt fand, er mich an sehr „intimen“ Stellen am Körper angefasst hat und mich auch dort geküsst hat etc.

Es gibt zu diesem Thema noch mehr zu schreiben, aber das reicht meiner Meinung nach erstmal.

Ich habe, als ich die Pagode verlassen habe, sozusagen versprochen nicht anzufangen darüber zu sprechen. Aber da hier jemand ist der sich große Gedanken macht über das, was in der Pagode vorgeht, muss ich jetzt mich auch dazu äußern.

Mögen alle Wesen glücklich sein
Kampierapanyo

Innerhalb des Threads, der sich recht schnell entfaltete, äußerte sich Kampierapanyo auch zum Umgang der Gemeinschaft mit den Geschehnissen:

Doch, es gab Austausch. Die ganze „junge“ Sangha weiß darüber Bescheid. Junge Sangha nannten wir immer die europäische Sangha. Als ich die Pagode verließ, traf ich mich nach einigen Tagen noch einmal mit allen Sanghamitgliedern und berichtete über alles. Der Rest der Sangha, stellte sich jedoch auf die Seite des Thien Son, meistens mit der Begründung, er wollte mir doch sicher nur helfen mit dem was er getan hat.

Die erste Person, mit der ich darüber sprach, war sogar Bhante Punnaratana, ein Mönch aus Sri Lanka welcher bereits ein Mahathera ist (Mönch über 20 Jahre) und auch er schweigt bis heute.

Die ganze Sangha weiß natürlich Bescheid, über das luxuriöse Leben des Thien Son, sie leben schließlich alle mit ihm unter einem Dach.

Er ist ein sehr „mächtiger“ Mensch. Sein Auftreten nach außen ist oft sehr „lieb“ etc. Ich hatte jedoch immer eine gewisse Angst vor ihm.

Herbert schrieb ich sofort zurück, dass das ernst genommen werden müsse und ich ordinierte Mönche und Nonnen informieren werde, denen ich vertraue. So informierte ich u.a. die Deutsche Buddhistische Ordensgemeinschaft (DBO). Es war eigentlich recht vielen klar, dass das nur die Spitze des Eisberges sein kann …

Der Fall wurde von vielen Seiten – auch der Deutschen Buddhistischen Union – angegangen und nach ca. einem Jahr lagen der DBO durch das sehr gute Kooperieren vieler sehr engagierter, offener und mutiger Menschen und vor allem einiger Betroffener insgesamt fünf eidesstattliche Versicherungen vor, die weitere sexuelle Übergriffe gegenüber Männern über 18 Jahre bestätigten.

Es wurde auch berichtet, dass Thich Thien Son, Abt und Leiter der Pagode Path Hue in Frankfurt, die sexuellen Übergriffe gegenüber den Mönchen rechtfertigte, indem er falsch behauptete, dass es sich hierbei um einen Teil des Mönchtrainings handeln würde und der Dalai Lama und Thích Nhất Hạnh dies angeblich selbst so handhaben würden. Die Skrupel- und Schamlosigkeit Thien Sons ließ sich für mich besonders daran erkennen, dass zwei Betroffene sexueller Übergriffe durch Thien Son schon als Kind sexuell missbraucht wurden und er ihnen eine „Therapie“ anbot, die dann zu erneuten sexuellen Übergriffen führte – diesmal im Rahmen einer „Therapie“.

Wie kann man Menschen nur derartig schaden und derartig ihr Vertrauen missbrauchen?

Die Krankheit der manipulierten Gemeinschaft offenbarte sich für mich an ihrer Reaktion: sie rechtfertigte die sexuellen Übergriffe als Hilfe innerhalb einer „Therapie“. Später erfuhr ich, dass es sexuelle Übergriffe schon vor 2009 gab und viele Mönche und Nonnen in einer Abwanderungswelle quasi über Nacht die Pagode Path Hue verließen. Der damalige Polizeipräsident von Frankfurt soll ein Schüler Thich Thien Sons  gewesen sein, berichteten mir ein Mönch der Gemeinschaft.

Nach dem Erhalt der 5 eidesstattlichen Versicherungen aussagebereiter Betroffener bzw. Zeugen sexueller Übergriffe gegenüber volljährigen Männern, gab die DBO Thien Son, der zu dieser Zeit der Vorsitzende der DBO war, eine abschließende Möglichkeit einer Stellungnahme und Klärung, in der er die Vorwürfe nicht verneinte. Im Februar 2011 veröffentlichte die DBO dann folgende Stellungnahme – die, ohne Name und Stadt zu benennen, in verkürzter Form auch von Buddhismus aktuell, der Zeitschrift der DBU abgedruckt wurde. (Der Vaters Thien Sons übte massiv Druck auf die DBU aus und versuchte zu verhindern,  dass diese Meldung in Buddhismus aktuell erscheint.):

Mitteilung Februar 2011

Der Abt der Pagode Phat Hue in Frankfurt, Thich Thien Son, ist im Dezember 2010 von der Deutschen Buddhistischen Ordensgemeinschaft e.V. als Mitglied ausgeschlossen worden. Es liegen der DBO fünf eidesstattliche Versicherungen vor, die beweisen, dass er sexuelle Beziehungen zu einigen seiner Schüler unterhielt.

Der Vorstand begründete die Entscheidung in seinem Brief an Thich Thien Son vom 24.12.2010 im Wesentlichen wie folgt:

„Diese Aussagen bezeugen ein Verhalten, das zum Reinen Lebenswandel eines buddhistischen Mönchs in völligem Widerspruch steht. Nicht nur das: es zeigt ein gravierendes Ausnutzen der Lehrer-Schüler-Bindung, „abuses of power“, wie es in einer der eidesstattlichen Erklärungen heißt.

An dem Wahrheitsgehalt der Briefe können wir nicht zweifeln, sie sind sogar eher zurückhaltend oder mit viel Verständnis und Mitgefühl verfasst worden, obwohl die Verfasser darunter gelitten haben müssen, als sie dies schrieben. Als Rache-Akt sind sie also keineswegs zu sehen. Hinzu kommt, dass sie unter Eid geschrieben wurden und die Verfasser sich der Tragweite ihrer Aussagen auch im strafrechtlichen Sinne bewusst sind.

Entlastende Gründe für dieses Fehlverhalten konnten wir nicht erkennen. Auch von dir selber haben wir keine Stellungnahme dazu erhalten, obwohl wir darum gebeten hatten.

Dass im Widerspruch zum tatsächlichen Verhalten die sexuelle Abstinenz – also der Reine Lebenswandel eines Mönchs – auf der Webseite der Pagode hervorgehoben wird, ist in besonderem Maße unaufrichtig, und stellt unserer Meinung insbesondere im Hinblick auf Männer, die die Ordination anstreben, eine grobe Täuschung dar.

Vor diesem Hintergrund müssen wir dich zu unserem Bedauern gemäß § 6 Nr. 3 der Satzung wegen eines grundlegenden und massiven Verstoßes gegen die Interessen des Vereins mit sofortiger Wirkung aus dem Verein ausschließen.

Darüber hinaus möchten wir dir nahelegen, dein Amt als Abt niederzulegen und nicht mehr in der Robe eines buddhistischen Mönchs zu erscheinen, sondern öffentlich in den Laienstand zu gehen, so wie es den Ordensvorschriften, die du auf deiner Webseite zitierst, entspricht.

Wir schreiben dies in der Hoffnung, alle Beteiligten, sowie zukünftige Schüler und Schülerinnen, vor noch größerem Leid und den Ursachen des Leids zu schützen.“

(Ende des Briefs)

Nachtrag: Nachdem Thich Thien Son den Ausschlussbrief bekommen hatte, erhielt die DBO eine kurze Stellungnahme von ihm, die aber keine entlastenden Gründe enthält.

Die Deutsche Buddhistische Union verweigerte nach eigenen Ermittlungen und auf Basis der 5 eidesstattlichen Versicherungen der Pagode Path Hue die anstrebte Mitgliedschaft in der DBU. In einem Antwortschreiben der Pagode als Deutsch-Vietnamesische Buddhistische Gemeinde e.V. vom 24.2.2012 wurden (indirekt) die sexuellen Übergriffe Thich Thien Sons als besonderes Mittel der Li Chi Linie gerechtfertigt: „Die Tradition unseres Abts ist die Lin Chi Tradition. Eine Tradition die, wie auch die Überlieferung zeigt, mitunter mit extremen Mitteln den Schülern ihren Geist zeigt. Als Schüler Buddhas haben wir viele harte Prüfungen zu bestehen. Jede Gruppe, aber auch jeder Einzelne von uns, bekommt seine Prüfung vom Leben, wo sich die Früchte seiner authentischen Praxis zeigen.“

Die DBO, Einzelpersonen und ich selbst informierten alle Kooperationspartner der Pagode Path Hue über den Ausschluss Thich Thien Sons aus der Deutschen Buddhistischen Ordensgemeinschaft und die Ablehnung der Aufnahme in die DBU. Diese offensive Informationspolitik wurde über einen langen Zeitraum aufrecht erhalten. Nur wenige Kooperationspartner der Pagode Path Hue sahen von einer weiteren Zusammenarbeit ab, die meisten Kooperationspartner setzten ihre Zusammenarbeit mit der Pagode fort. Immerhin wurde die Pagode Path Hue in den letzten zwei Jahren nicht mehr in die VESAK Feier der Buddhisten in Frankfurt einbezogen, bei der sie sonst eine sehr tragende und zentrale Rolle gespielt hatte.

Ich erhielt ca. 201o Hinweise, dass Thien Son auch in den sexuellen Missbrauch eines Minderjährigen verstrickt sein soll, der zum Zeitpunkt des Missbrauchs 12 Jahre alt gewesen sein soll. Die Person, die das offen legte war für mich glaubwürdig, es passte in die gesamte Hintergrundgeschichte und das Beweismittel war eindeutig und schlüssig. Durch die Hilfe einer Freundin in Frankfurt ersuchte ich Beratung bei Wildwasser Gießen e.V. und durch eigene Kontakte ersuchte ich Beratung bei einem Leiter eines Polizeireviers. Am 1. Februar 2011 stellte ich Anzeige, wegen mutmaßlichen sexuellen Missbrauchs eines Minderjährigen. Das Problem bei der Anzeige war: die meisten Zeugen lebten außerhalb von Deutschland und der Betroffene des sexuellen Missbrauchs lebte noch in der Pagode Path Hue, abhängig von Thich Thien Son, dem mutmaßlichen Täter. Die Staatsanwaltschaft Frankfurt ermittelte nicht sofort sondern erst auf Anfrage einer Journalistin begann sie mit ca. 8monatiger Verspätung zu ermitteln und teilte am 25.10.2011 abschließend mit: „[…] Aufgrund der vorliegenden Beweislage, insbesondere aber durch die Aussage des Geschädigten, ist eine Überführung des Beschuldigten nicht hinreichend möglich und eine Verurteilung entsprechend wenig wahrscheinlich. Nach alledem ist das Ermittlungsverfahren nach § 170 Abs. 2 StPO einzustellen.“

Die vietnamesische ordinierte Sangha (Congregation) leitete ein formales Vinaya Verfahren gegenüber Thich Thien Son ein, den sie aber trotz zugegebenen Parajika nicht des Ordens verstieß. (Ein Parajika führt gemäß der Lehre des Buddhas (Vinaya) zum Ordensausschluss.) Zudem wurde der Zeuge des Parajika, selbst ein vollordinierter Mönch und Betroffener sexueller Übergriffe von Thien Son, kurzfristig als Zeuge dieser Versammlung wieder ausgeladen. So hatten vergangene schwere Fehltritte keine wirklichen Konsequenzen und Thich Thien Son konnte seine Getriebenheit und Umtriebe weiter ausleben und fortsetzen. Besondere Sorgen machten kritischen Beobachtern der Junge Hua Bao – von der FAZ als „Wiedergeburt eines bedeutenden Mönches“ beschrieben – denn es war unklar, ob er nicht auch Opfer eines Übergriffs werden könnte. Das Jugendamt ermittelte, sah aber keinen Grund zum Einschreiten.

Das Jugendamt Frankfurt wurde am 29. Oktober 2013 noch einmal auf die möglichen Gefahren für den minderjährigen Hue Bao und den Ausschluss Thich Thien Sons aus der DBO und die Begründung dafür hingewiesen und antwortete am 21.11.2013 u.a. „Im Ergebnis dürfen wir Ihnen mitteilen, dass es keine Anhaltspunkte für sexuelle
Übergriffe von Herrn Thich Thien Son auf seinen Schutzbefohlenen Hue Bao gibt. Auch wenn das Kloster keine Jugendhilfeeinrichtung ist, und der Aufenthalt von Hue
Bao keine Jugendhilfemaßnahme darstellt, wird der Junge bereits seit mehreren
Jahren durch Mitarbeiter/-innen aus dem Bereich Kinder- und Jugendhilfe unseres
Amtes professionell begleitet.“

Um es knapp zu machen, die ganze Sache bekam Momentum, als Hue Bao Ende 2013 von Thich Thien Son wegen einem Facebook Eintrag kritisiert wurde und Hue Bao sich ethische Moralpredigten verbat, da Thich Thien Son ja jede Nacht einen jungen vietnamesichen Lover empfangen würde und er deren Geräusche beim sexuellen Verkehr ertragen müsse. Dieser Fakt wurde einigen Mönchen, die in „Buddhas Weg“ im Odenwald lebten, bekannt und diese hatten nun die Nase voll und stellten Thich Thien Son am 15. und 16. Novemher 2013 in zwei Krisensitzungen zur Rede. Nach Versuchen der Beschönigung, des Abstreitens und heftiger manipulativer Maßnahmen – zu der die Erniedrigung und Denunziation Hue Baos gehörte, der auf den Boden vor Thien Son niederknien musste um zu „bekennen“, dass er „gelogen“ habe und später als Schwindler und Racheübender von Thien Son denunziert wurde – gab Thien Son nach Vorlage von Beweisen zu, dass die Anschuldigungen zu den nächtlichen Lover-Besuchen stimmen. Er gestand auch den sexuellen Missbrauch des damals 12/13jährigen Jungen ein, den ich bereits 2011 angezeigt hatte.

Ein Teil der Gemeinschaft von „Buddhas Weg“ (ein Zweigzentrum der Pagode Path Hue) holte dann den Rat verschiedener ordinierter Lehrer ein, die alle betonten, dass Thich Thien Son entroben müsse, das heißt auch nach außen sichtbar in den Laienstand treten muss.

Auch Thích Nhất Hạnh wurde von Mönchen der Gemeinschaft „Buddhas Weg“ in einem Brief um Hilfe ersucht, der Brief beginnt mit folgender Darstellung:

We are writing this letter to you today in the midst of a very difficult time.

Our Abbot and Zen Master, Thich Thien Son, has been having sexual relations with multiple partners for many years, and our Sangha is beginning to take action.

In the beginning, young monks from our own Sangha were coerst into having sexual relationships with our Master for „their benefit“. Sometimes he cited an attempt at therapy as his motivation, other times he just ordered sexual act to be performed. This included sexual acts with a 12 year old novice monk. The mental and emotional suffering endured in this time was great, and still continues to haunt many of those involved. Most of our monks left and disrobed because of an inability to deal with the emotional and psychological pressure of the events.

Most of our monks who served as his attendant were instructed to have sexual relationships with him and were also witness to his relationships with other men. His lifestyle in general also involved late nights out, an abandonment of attendance to morning ceremonies, and slowly a building of a community system filled with manipulation, emotional pressure, and threats to keep his secrets from being revealed. The well being of the Sangha and community fell into the background as protection of his way of life became the chief focus. Clarity was replaced with confusion, openness with defensiveness, and supportiveness with manipulation.

Currently, our Master is in a more long-standing sexual relationship with a young Vietnamese boy. […]

Teile der Gemeinschaft fuhren dann zusammen mit Thich Thien Son zu Thích Nhất Hạnh nach Plum Village. Thích Nhất Hạnh riet Thien Son u.a., die Robe abzulegen und keine Kurse mehr zu geben.

Am 5.02.2014 schrieb Thien Son dann an seine Schüler u.a.:

Liebe Zenschülerinnen und Zenschüler,
sicher hat Euch alle inzwischen die Nachricht erreicht, dass ich einen neuen spirituellen Weg einschlagen möchte und Ende Januar mein Amt als Abt der Pagode Phat Hue und dem Kloster Buddhas Weg meinem Stellvertreter Thay Tu Tri übertragen werde und meine Robe als Mönch zurückgebe. Die Spirituelle Leitung beider Häuser werden in Zukunft durch Thay Tu Tri, Bhante Punnaratana und der Ehrw. Nonne Young Gong vertreten.

Seit einiger Zeit lebe ich ein Leben, das im Widerspruch steht zum Mönchsein und den Gelübden die ich angenommen habe. Viele Menschen habe ich dadurch, absichtlich oder unabsichtlich, verletzt und das bereue ich zutiefst.

Ich möchte innere und äußere Wahrheit in Einklang bringen, doch der Weg dahin ist für mich ein langer Prozess. Der Mönch in mir, hat mich seit 40 Jahren begleitet. Er ist mein Leben. Ihn loszulassen ist genauso schwierig, wie ihn zu halten.

Auf der offiziellen Website der Pagode erschien dann folgende Meldung:

Thay Thien Son – Rücktritt als Abt

In seiner Neujahrsrede zum vietnamesischen Neujahr in der Pagode Phat Hue, gab Thay Thien Son seinen Rücktritt als Abt der Pagode Phat Hue und des Klosters Buddhas Weg bekannt und übertrug offiziell sein Amt auf seinen Nachfolger Thay Tu Tri.

Thay Tu Tri wird von jetzt ab alle Verpflichtungen und die Spirituelle Leitung der beiden Häuser Phat Hue und Buddhas Weg übernehmen und sie in Begleitung mit Bhante Punnaratana und der Ehrw. Nonne Young Gong im Sinne des Dharmas weiter führen.

Der Amtsrücktritt ermöglicht Thay Thien Son sich nach über 12 Jahren Aufbauarbeit der Pagode Phat Hue und des Klosters Buddhas Weg zurück zu ziehen und seinen spirituellen Weg für sich zu prüfen. Außerdem kündigt er seine Entrobung an. Die Entrobung ist notwendig für ihn, um nach 40 Jahren als Mönch, sich ehrlich selber zu begegnen und mit sich selbst auseinander zu setzen. […]

Am 19.01.2014 war ich auf Bitte eines Betroffenen sexuellen Missbrauchs, den er als Minderjähriger erfahren musste, als Vertreter der DBO in „Buddhas Weg“ und sprach mit dieser Person und einem weiteren Mönch. Anschließend gab es ein Treffen mit einem Teil der Gemeinschaft (incl. mir 14 Personen, darunter 3 Laien, 3 Mönche und der Rest Nonnen), an dem auch der extra angereiste neue Abt, Thay Tu Tri, teilnahm. Noch während des Treffens und der Gespräche wurde mir klar, dass Thich Thien Son bei seinen Suchtstrukturen und einer mutmaßlich dringend behandlungsdürftigen Persönlichkeitsstörung und der Struktur und Denkweise der verbliebenen Gemeinschaft innerhalb kürzester Zeit wieder alte Fahrwasser einschlagen wird und die versprochene Reue und Einkehr leere Worte sind. Deshalb stellte ich am 10. Februar 2014 erneut Anzeige, wegen mutmaßlich mehrfachen sexuellen Missbrauches eines Minderjährigen. Die Staatsanwaltschaft Frankfurt hat auf der Basis neu beigefügter Beweise (wie einer neuen eidesstattlichen Versicherung) recht schnell reagiert und die Kriminalpolizei ermittelt derzeit. Mit einer Haftstrafe für Thien Son ist mit hoher Wahrscheinlichkeit zu rechnen.

Thien Son ist am 28. Februar 2014 nach Sri Lanka gereist – geplant war ein Besuch bis zum 8. März 2014. Ab dem Zeitpunkt war er auch nach eigenem Bekunden kein Mönch mehr (dies ist er gemäß Vinaya schon sehr lange nicht mehr). Seine salbungsvollen Statements in Deutschland halten Thien Son – bzw. den Laien Mai Hue Giang Tran – jedoch nicht davon ab, Aussagen zur Entrobung und Einkehr wieder aufzugeben und sich in Sri Lanka als buddhistischer Mönch zu präsentieren und an der Seite von Bhante Punnaratana¹ feiern zu lassen:

Screenshot eines aus Sri Lanka hochgeladenen YouTube Videos. Mai Hue Giang Tran (aka Thien Son) in dunkler Robe der vietnamesischen Vinaya Tradition neben Bhante Punnaratana.

Screenshot eines aus Sri Lanka hochgeladenen YouTube Videos. Mai Hue Giang Tran (aka Thien Son) in dunkler Robe der vietnamesischen Vinaya Tradition neben Bhante Punnaratana.

Hier ist das ganze Video zu bestaunen und es macht mich traurig zu sehen, wie sich eine Mönchsgemeinschaft von Mai Hue Giang Tran alias Thien Son narren lässt und Bhante Punnaratana einfach schweigt¹ und mitspielt und das Vertrauen der hingebungsvollen Laien missbraucht wird.

Auf diesem Bild, das aus der Facebook-Seite eines Mönches aus Sri Lanka stammt, präsentierte sich Thien Son letzte Woche als Mönch und Meister in der gelben Zeremonienrobe …

Der Gemeinschaft der Pagode Path Hue wurde der sexuelle Missbrauch an dem damals minderjährigen Betroffenen, den ich nun zwei mal anzeigte, im Juli 2010 bekannt. Thich Thien Son beauftragte darauf hin ein Therapeuten-Paar, Hans Peter Thomann und Ulrike Thomann Gruppentherapie und Einzeltherapien durchzuführen. Bezahlt wurden die Therapeuten für diese Therapien von der Pagode Path Hue. Der Betroffene des sexuellen Missbrauchs bezeichnet diese „Therapien“ als „Manipulation“, „die Probleme wurden nie angegangen“. Sein Vertrauen in Therapeuten ist seit dem nachhaltig erschüttert.

Foto 1

Bild vom Besuch von Mai Hue Giang Tran (aka Thien Son) in Sri Lanka. Er ist in der Mitte in der Robe eines Mönches der vietnamesischen Vinaya Tradition. Rechts von ihm ist Ulrika Thomann, eine Psychologin, die mit ihm die sogenannten „Zenkurse“ macht und eine seiner engsten Schülerinnen ist.

Foto 2

Bild vom Besuch von Mai Hue Giang Tran (aka Thien Son) in Sri Lanka. Er ist in der Mitte in der Robe eines Mönches der vietnamesischen Vinaya Tradition. Rechts von ihm ist Ulrika Thomann, eine Psychologin, die mit ihm die sogenannten „Zenkurse“ macht und eine seiner engsten Schülerinnen ist.

Zen erfahrene Praktizierende als auch Schüler von Thich Thien Son wiesen mich in Gesprächen wiederholt darauf hin, dass das was Thich Thien Son als Zen-Seminare anbietet, kein Zen sei sondern selbstgebastelter Psycho-Bla-Bla. Fragen woher er denn den Zen-Meister Titel erhielt, hat Thien Son häufig erhalten, konnte sie aber nie beantworten.

Thich Thien Son wird ohne Gegenwind aus der Öffentlichkeit sein manipulatives und missbräuchliches System fortsetzen und ausbauen. Derzeit soll Thien Son verbreiteten, dass „Kritik“ an ihm Diskrimnierung Homosexueller sein würde – Menschen also an ihm eine Art Schwulen-Bashing exerzieren würden.

Im Sinne des offenen Briefes buddhistischer Lehrer, der nach einem Treffen mit dem 14. Dalai Lama 1993 in Dharamsala verfasst wurde und auch auf Bitten Betroffener, sehe ich keine Möglichkeit mehr, als Thich Thien Sons Handeln durch das Herstellen von Öffentlichkeit Einhalt zu gebieten:

Besondere Besorgnis wurde über unethisches Verhalten unter Lehrern geäußert. In vergangenen Jahren waren sowohl asiatische wie westliche Lehrer in Skandale wegen sexuellen Fehlverhaltens gegenüber ihren Studenten, Alkohol- und Drogenmissbrauch, Veruntreuung gesammelter Gelder und Machtmissbrauch verwickelt.

Dies hat zu weitverbreiteten Schäden geführt, von denen sowohl die buddhistische Gemeinschaft als auch Einzelne betroffen waren. Jeder Student muss ermutigt werden, verantwortliche Maßnahmen zu ergreifen, um Lehrer mit unethischen Aspekten ihres Verhaltens zu konfrontieren. Zeigt der Lehrer kein Zeichen der Änderung, sollten Studenten nicht zögern, jegliches unethische Verhalten, für das es unwiderlegliche Beweise gibt, öffentlich zu machen. Dies sollte geschehen ohne Rücksicht auf wohltätige Aspekte seiner oder ihrer Arbeit wie auch auf die eigene spirituelle Verpflichtung diesem Lehrer gegenüber.

Es sollte auch in jeder Veröffentlichung klargestellt werden, das solch ein Verhalten nicht im Einklang mit der buddhistischen Lehre ist. Ganz gleich, welchen Grad spiritueller Entwicklung ein Lehrer erlangt hat oder beansprucht erlangt zu haben; keine Person kann über der Norm ethischen Verhaltens stehen. Um den Buddhadharma nicht in Verruf zu bringen und um Schaden von Studenten und Lehrern abzuwenden ist es notwendig, dass alle Lehrer zumindest nach den fünf Laiengelübden leben. In Fällen, wo ethische Standards verletzt wurden, sollte dem Studenten wie auch dem Lehrer mit Mitgefühl und Fürsorge begegnet werden.

Die Offenlegung ist hoffentlich auch ein klares Signal, dass Missbrauch, Verschweigen und Mittragen von Missständen in Deutschland unter Buddhisten keine Zukunft haben sondern, wenn alle Maßnahmen scheitern, Öffentlichkeit hergestellt werden wird.

¹ Update 9. April 2014: Punnaratana Ratmale stellte später gegenüber seinen Schülern klar, dass Thien Son in Sri Lanka mit vielen hochrangigen Mönchen befreundet sei und diese sich gewünscht hätten, dass Thien Son an den geplanten Feierlichkeiten und der Reise als Mönch teilnehmen möge. Man habe ihm vorgeschlagen, ihm dafür eine temporäre Ordination innerhalb der Theravada Tradition zu geben. Die Ordination habe in Uposathaghara in Ganekanda Purana Vihara in Wataddara, Veyangode stattgefunden. Bei der Ordinationszeremonie wären mehrere Hochehrwürdige Äbte und Mönche  und weitere 20 vollordinierte Mönche anwesend gewesen.

Es ist unklar ob Thien Son zu einem vollordinierten Mönch oder Novizen ordiniert wurde. In jedem Fall hat Thien Son mehrere Parajikas begangen und diese erzwingen gemäß Vinaya den Ordensausschluss. Es ist zwar möglich nach einem Parajika innerhalb der Theavada Tradition als Novize ordiniert zu werden, aber das passiert nur in ganz seltenen, begründeten Ausnahmefällen.

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84 Antworten auf Der Fall des Zen-Meisters Thich Thien Son

  1. Kai Reuter sagt:

    Zu TTS:
    Ich bin ein Schüler von TTS.
    Ich weiß nicht was er alles getan hat , aber in seinen Kursen hat er einigen Menschen geholfen und sein Psychoblabla entbehrte nicht der Logik und hat mehr mit unserem Bewusstsein zu tun als westliche Psychiatrie.
    Auch ist er ein Meister der Akkupunktur . Ich habe einige sehr kranke Mitschüler gehabt denen TTS geholfen hat mit Akkupunktur und dem Psychobbka bla sehr geholfen hat.
    Ich möchte hier nicht über die gemachten Anschuldigungen schreiben aber man sollte nicht nur einseitig urteilen.
    Über Reaktionen freu ich mich

    • admin sagt:

      Vielen Dank. Was seine Akkupunktur-Fähigkeiten angeht, dazu kann ich nichts sagen.

      Er ist aber kein Therapeut und trotzdem hat er als selbsternannter „Therapeut“ auch Missbrauchsopfer erneut sexuell missbraucht. Das ist schlicht falsch, skrupellos, schamlos und vollkommen inakzeptabel.

      Was Heilung betrifft, ist die Frage, wie viel das mit der Person zu tun hat und wie viel mit Thien Son. Auch die Schüler von Shoko Asahara von der AUM Sekte (Giftgasanschläge in Tokio) hatten und haben außerordentlich Gutes über Asahara zu berichten. Vertrauen selbst in eine Person, die keine Qualitäten von der eigenen Seite her hat, kann zur Heilung führen, wie Placebo und Nocebo Studien bestätigen. Dass Schüler auch von falschen Lehrern geheilt werden können macht dieser außerordentliche Film bewusst:

      Ich kann den Film nur jedem empfehlen, der sich Lehrern und spirituellen Meistern anvertraut, seien diese nun authentisch oder self-made Gurus.

    • Kai Reuter sagt:

      Wie schon oben geschrieben , ich weiß nichts über den Missbrauch !
      Und wenn wird es hoffentlich eine gerechte Bestrafung geben!

      Therapeut ist kein geschützter Titel.
      Und wenn die Selbstheilung bei TTS s Behandlungen im Vordergrund stand?
      Ist er ein guter Verstärker!
      Gib einem Menschen Macht und Verantwortung über dich und er wird dies über kurz oder lang ausnutzen, das ist Gesetz!

      Triffst du Buddha so töte ihn!

  2. Monika Krämer-Jennerjahn sagt:

    Bei so extremem Missbrauch, Unwahrheiten und Machtmissbrauch möchte ich nun doch klarstellen, Frau Thomann hat keinen Hochschulabschluss und ist eine Psychotherapeutin nach dem Heilpraktiker-Gesetz.

    • admin sagt:

      Danke für die Klarstellung. Frau Thomann und ihr Mann sollen 4.000€ für die „Therapien“ von der Pagode pro Monat erhalten haben.

    • Kai Reuter sagt:

      Ja und das klingt so negativ !
      Seit wann ist ein Hochschulabschluss ein Zeichen für Intelligenz und Rechtschaffenheit !
      Kenne viele Heilpraktiker die mehr auf dem Kasten haben als studierte Ärzte .

      • Monika Krämer-Jennerjahn sagt:

        Ihr Kommentar verfehlt das Thema. Ich habe nicht geschrieben,
        dass Psychotherapeuten nach dem HPG-Gesetz schlechtere
        Therapeuten sind. Ich habe nur eine scheinbare Titel-Anmaßung
        korrigiert.

  3. Michael Dosch sagt:

    Herr Dosch,
    ich habe mehrmals TTS Seminare besucht und mir ist dabei immer aus objektiver Sicht aufgefallen, dass fast alle seiner Schüler psychisch von TTS abhängig sind. Sie machen einfach ohne eigenes beurkunden das, was TTS ihnen sagt. Sei es während dem Seminar oder privat. Psysich sind sie nach seinen Seminaren so labil und rennen dann wegen jede Kleinigkeit zu ihm und fragen, ob das gut oder schlecht ist und was sie denn tun sollen. Wenn TTS sagt, dass sie einen Handstandüberschlag machen und dabei furzen sollen, weil es aus seiner Sicht 100% helfen würde, dann machen sie es auch. Beobachten Sie demnächst ganz neutral und objektiv deren und TTS Verhalten. TTS weißt wirklich sehr gut, wie er in deren Psyche kommt und sie psychisch abhängig von ihm macht! Vielleicht sind Sie bereits psysich in seinen Klauen? Bleiben Sie mal objektiv.
    Gruß
    Dosch

    • admin sagt:

      Also was mir von so einem Seminar erzählt wurde hat mir die Sprache verschlagen.
      Ein Beispiel: eine Nonne soll über eine Reihe aufgestellter Tische laufen. Am Tisch sitzen die anderen Schüler und beobachten sie. An einer Stelle stockt sie. Thien Son sagt, sie solle doch mal näher da hinfühlen, bei dem Mönch wo sie stockt habe sie sicher ein verstecktes sexuelles Verlangen.

      Mir hat das gereicht um anhand der Beschreibungen von “Hue Phap”

      Zen in der Pagode, bestand aus Schreien, Tanzen zu Trommelmusik, Erotik und vielem mehr. Ja auch erotisch ging es oft zu. Getarnt wurde es durch den Vorwand, dass einige Aufgaben dazu dienen sollen, sich selbst und andere anzunehmen. Es ging manchmal so, dass in den Zen Seminaren sich gegenseitig massiert wurde, auch an den “seltsamsten Stellen” etc.

      und den Aussagen Zen Praktizierender, die bei seinen Kursen waren, das als Psycho Bla Bla zusammenzufassen. Psycho Bla Bla ist viel zu freundlich ausgedrückt.

  4. Michael Dosch sagt:

    Nehmt euch einfach alle vor TTS in Acht! Das ist das alles, was ich euch raten kann!

  5. admin sagt:

    Dem Text wurde eine Fußnote und ein Update hinzugefügt.

    Tricycle bietet eine Diskussion zu sexuellem Fehlverhalten im Zen an: »Sexual Misconduct and the Third Zen Precept: A discussion with Nancy Baker«

  6. guido sagt:

    die erklärung von ratmale entlarvt ihn als lügner. Tts hätte dann die orange robe tragen müssen.

    • admin sagt:

      soweit würde ich nicht gehen. lügen heißt im wesentlichen vorsätzlich etwas falsch zu sagen oder auf eine frage nicht wahrhaft zu antworten, um den anderen zu täuschen.

  7. Ursula sagt:

    Vor einigen Jahren habe ich das „Einstieg“-Zen-Seminar in der Pagode besucht. Was dort angeboten wurde, fand ich mehr als lächerlich. So schnell es eben ging, bin ich verschwunden. Ganz offensichtlich aber war, dass sich die überwiegende Zahl der Anwesenden von diesem (angeblichen) Zen-Meister, Thich Thien Son und dem ganzen Spektakel „einspinnen“ ließen. Wie eine Spinne im Netz hat dieser Mönch sie eingefangen. Hin und wieder war ich – bis vor einem Jahr – bei Veranstaltungen oder zum Meditieren in der Pagode. Durch Zufall habe ich am letzten Wochenende von den Vorfällen in der Pagode bei einer privaten Geburtstagsfeier erfahren. Ja, es ist mir „zu-gefallen“. Jetzt bin ich sehr glücklich darüber, dass ich mich dazu entschieden hatte, 2014 nicht mit nach Sri Lanka zu fliegen, obwohl ich gerne die Patenkinder wieder einmal gesehen hätte, für die mein Sohn und ich die Patenschaft übernommen haben. Allerdings muss ich mir reiflich überlegen, ob ich die Patenschaft, die ich für einen jungen Novizen übernommen habe, mit gutem Gewissen weiter aufrecht erhalten kann. Ich werde mich entscheiden müssen.

  8. Julia Müller sagt:

    Sie sollen besser ein weg für ihre eigene Zufriedenheit selbst herrausfinden als ganze Zeit ein schmall über andere Menchen schreiben.
    Herzlichen Dank
    Julia

  9. Andreas sagt:

    Ich finde sehr gut, dass es diese detaillierten Info’s und den Threat dazu gibt. Einiges war mir bekannt, anderes nicht.
    Transparenz und Offenheit tun immer gut. Das Gegenteil davon, also Heimlichkeiten, schweigen wo klare Worte angesagt wären, ist nicht heilsam und hält die Menschen gefangen in Angst und Abhängigkeit.
    Ich war selbst einige Jahre in der Pagode, habe mein Herz daran gehangen und war sehr überzeugt, von all den Aktivitäten die angeboten wurden und habe mich in der Gemeinschaft sehr wohlgefühlt.
    Irgendwann, ich glaube es war 2011, habe ich mich dann davon abgewendet.
    Und das waren äußerst schmerzhafte Erfahrungen, die teilweise bis heute anhalten.
    Wer eine eigene Meinung hatte und diese auch kund Tat, war ganz schnell unten durch.
    Es war bitter mitzuerleben wie vormals harmonische Beziehungen sich auflösten.
    Einfach nur deshalb, weil man seinem eigenem Gewissen, seiner eigenen Stimme gefolgt ist.
    Also eigentlich genau das was man doch durch die „Zen-Schulung“ erreichen wollte, seine Intuition wieder zu spüren und zu folgen.

    Im Nachhinein habe ich mir oft die Frage gestellt: Wie konnte sich diese Scheinheiligkeit, dieses Lügengebäude nur solange halten?!
    Und da glaube ich, ist es eben nicht nur „sein“ Verhalten, sondern vorallem auch so wie sich die Masse, jeder einzelne Verhalten hat, mitverantwortlich.
    Die Angst vor Ausgrenzung aus der Gemeinschaft bzw. bei einigen sogar die nackte Existenzangst, hat eine entscheidende Rolle gespielt.
    Vor diesem Hintergrund wird eine Ursache deutlich die zu dieser Ignoranz und dem Wegschauen geführt hat.
    Es hat eine ganz starke Gruppendynamik gegeben, gegen die es der Einzelne sehr schwer hatte.
    Hinzu kommt noch die Gläubigkeit an die „besonderen Fähigkeiten“ des Meisters, welche immer über den gesunden Menschenverstand und die eigene Meinung erhoben wurde.
    Ich selbst war ganz sicher in so einer emotionalen Abhängigkeit.
    Anstandslos habe ich ALLES übernommen was der “ Meister“ mir gesagt hat.
    Und ich erinnere mich noch sehr genau daran, wie es Usus war, dass jeder und jede bei jeder kleinen oder großen Persönlichen Entscheidung zuerst den Meister fragte.
    „Hast du IHN denn schon gefragt, oder was sagt ER denn dazu?“ waren die Standartfragen.
    Wenn ich heute daran denke, muss ich schmunzeln – damals habe ich keinen Zweifel daran gehabt, dass ER es besser wissen muss.
    Und ich weiß, dass ich dabei nicht der einzige war.

    Wie ich finde zeigt das schonmal deutlich, wieviele Faktoren und Menschen mit beteiligt waren, dass sich dieser ganze Schein solange halten konnte.
    Es war also bei weitem nicht nur SEIN Fehlverhalten, sondern eine ganze Gemeinschaft musste in Form von Ignoranz und Ausgrenzung von Andersdenkenden mitwirken.

    Für mich ist das eine Form der Aufarbeitung, damit ich dieses Kapitel meiner Vergangenheit endlich in Frieden und ohne Groll loslassen kann.
    Denn das ist bis heute bei mir nicht wirklich geschehen.
    Und mein Mitgefühl gilt all jenen die sich über all die Jahre etwas vorgemacht haben und jetzt die Realität annehmen müssen.
    Ich weiß wie weh das tut und wie lange es braucht damit diese Wunden heilen können.
    Aber sie heilen – ganz sicher.

    • tenzin sagt:

      Lieber Andreas. Danke für deinen ehrlichen und reflektierten Beitrag. Er ist in meinen Augen ein Licht in diesem Dunkel von Manipulation, Abhängigkeit und Selbsttäuschung.

      Thich Nhat Hanh betonte, dass die Entwicklung in der Gemeinschaft auch deren Schwäche aufzeigt. Jeder Einzelne hat seinen oder ihren Beitrag geleistet, dass diese Fehlentwicklungen stattfinden können. Eine Gesundung kann es nur durch ehrliches Aufarbeiten und eine neue ethisch saubere spirituelle Führung geben die ganz ohne Tien Son auskommt.

  10. Achim Kaiser sagt:

    Der „Zen-Meister“ geht regelmäßig mit seinem jungen Lover ins FITNESS-FIRST auf der Hanauer-Landstraße! Zumindest habe ich ihn sehr oft dort gesehen….

  11. Anonymous sagt:

    TTS und fast seine gesamte Familie sind wirklich skrupellos und intrigant. Leider weiß ich das aus eigener Erfahrung und finde keine Worte dafür, was das für Menschen sind. Es ist einfach traurig zu was diese Menschen fähig sind. Womöglich könnte ich ein ganzes Buch über ihr Verhalten und ihre Machenschaften schreiben. Ich möchte nur alle Menschen vor TTS und seiner Familie warnen!!!

  12. Joachim sagt:

    Als ich zufällig hier von den Vorwürfen laß, habe ich das ganze System für mich hinterfragt. Sicher habe ich in vielen Punkten von der TCM von Thich Thien Son profitiert und es hat mir sehr viel weitergeholfen, ich bin aber froh das ich Gelegenheit bekam, kritisch zu Hinterfragen was dahintersteht. Einige Auffälligkeiten wenn ich Buddhas Weg oder Akkupunktursitzungen besuchte wischte ich wie selbstverständlich vom Tisch, aber was Andreas sagt trifft eigentlich genau mein empfinden. Nach dem realisieren des ganzen und des vor Augen führens auf welchem Weg ich mich befand, bin ich froh noch rechtzeitig erwacht zu sein, auch wenn es zunächst mein Weltbild ins wanken brachte.
    Es lässt sich überwinden und letztendlich bin ich stärker daraus hervorgegangen und gehe jetzt meinen eigenen Weg.
    Ob sich Buddhas Weg und die Gemeinschaft neu aufstellt, wage ich zu bezweifeln. Ich wüßte gerne ob der Rücktritt von TTS eine Abtrittswelle nach sich zog, oder ob sonst alles beim „alten“ geblieben ist.

    • admin sagt:

      Hallo. Ich glaube eher, es wird ein bisschen zurück gefahren, um alles beim Alten lassen zu können und dann weiter zu machen. Einen tieferen Lernprozess bezweifle ich. Thích Nhất Hạnh soll gesagt haben, dass es TTS nicht gut tun würde und er in alte Fahrwasser steuert, wenn er weiter als Lehrer tätig ist und das es nur eine Perspektive persönlich für ihn gib, wenn er diese Situationen vermeidet. Aber er und das ganze System scheinen so abhängig von seiner „Führung“ und „Meisterschaft“ zu sein, dass das wohl nicht Wirklichkeit wird. Gehen ist wahrscheinlich der beste Weg.

      Sehr sehr schade und traurig das Ganze …

  13. Was ist aus den Anzeigen geworden? Gibt es ein Verfahren gegen Mai Hue Giang Tran (Zen-Meister???? Thich Thien Son)?

    • admin sagt:

      Die Anzeige wurde gestellt und die Polizei hat ermittelt und den Fall aufgenommen – er ist eindeutig. Wie der Stand ist, weiß ich nicht. Beim letzten Mal kamen die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft nur dadurch in Gang als eine Journalistin nachhakte …

  14. Joachim sagt:

    Was sollte man auch anderes erwarten. Selbes Spiel anderer Name http://www.buddhasweg.eu/programm/aktuelle-programmuebersicht/dezember-2014.html
    Schaut mal ins Programm bei Buddhas weg, wo man sieht das Thay (War sein Rufname als er Thich Thien Son war) Programmpunkte mitführt und somit im Hintergrund noch/wieder dabei ist

  15. Sollte es zutreffen, dass die Person ‚Thay‘ identisch ist mit ‚Thich Thien Son‘ – er also weitermachen kann wie bisher, kann ich nur sagen: „Menschen werden weiterhin getäuscht, manipuliert etc.“ Und wenn ich lese, dass das ganze „System“ abhängig von seiner “Führung” und “Meisterschaft” zu sein scheint, fehlen mir die Worte. Gutgläubige, vielleicht auch Sinn oder neue Wege suchende Menschen nehmen an diesen Zen-Seminaren teil – im Irrglauben, dass sie einen wahren Meister begegnen, der das lebt, was er verkündet.

    • admin sagt:

      Es kann der Sache nur juristisch oder mit Geradlinigkeit und ehrlicher Selbstreflexion bei gekommen werden. Letzteres passiert im System nicht, man muss dazu die Gruppe verlassen. Ersteres dauert. Aber immerhin gibt es Ermittlungen …

  16. stefan sagt:

    Gestern einmal ‚Buddhas Weg‘ besucht, im Teehaus einen Tee getrunken, mit einer freundlichen Laienschwester gesprochen (‚Ich war auf der Suche nach einem Lehrer und vor 2 Jahren habe ich Thay gefunden…‘) und auch die Möglichkeit gehabt, eine Weile in der Halle zu sitzen.

    Was mir gleich aufgefallen war (die Hintergrundgeschichte war mir in Zügen bekannt): Im Eingangsbereich gibt es einen Aushang mit Bildern aller Teammitglieder und unter ihnen ist auch ein Foto von Thay (allerdings ohne den Zusatz ehrw. und ohne die Nennung seines alten Mönchnamens, was darauf schließen läßt, daß es neueren Datums ist). – Wenn ich mich recht entsinne, stellte ihn die Fotowand auch weiterhina als spirituellen Leiter des Hauses den Besuchern vor… ( – Und an einem Seiteneingang des Hauses stand auch ein Lexus RX mit Frankfurter Kennzeichen…)

    Schade, daß es die Sangha nicht schafft, sich von diesem ‚Schatten‘ zu befreien.

    Das Zentrum liegt in meiner unmittelbaren Wohnortnähe, aber mit dem Wissen um all diese Geschichten ein absolutes NOGO, sich dort persönlich einzubringen.

  17. thonh tue sagt:

    dharma ending age… der begriff zen meister wird missbraucht… nehme das vinaya als euren lehrer… egal wer vorgibt etwas zu sein, verwirklicht zu haben, wenn sie entgegen dem vinaya handeln, handelt es es um mara.

    • thong tue sagt:

      solche menschen können nicht ihre untaten vollbringen, wenn es keine mittäter und mitläufer gibt… deshalb ist eine karmische verbindung vorhanden und der mangel an merits sowie seeds of the true teaching in uns selber, die uns auf solche falschen und teuflischen Lehrer stossen lässt….

    • admin sagt:

      Well said!

      Die Pratimoksha ist unser Lehrer. Aus dem Pratimoksha Sutra:

      (8) “When I have entered into nirvana
      It will be your teacher” – so
      With devotion the Self-Arisen earnestly
      Praised it before the assembly of monks.

      und

      (24) Those who do not have this bridle
      Nor desire to ever, either,
      Will roam about without settling down,
      Confused by the army of defilements.

      • thong tue sagt:

        mitschuld trägt auch die „sangha“ monastisch sowie laien… es ist nicht leicht, das rechte dharma zu begegnen; wahre meister leben zurückgezogen und vinayatreu… früher oder später wird sich die wahrheit herausstellen. Die Misstände in der Sangha weltweit ist wie ein Stich ins Herz…Umso mehr recht hat Buddha mit deiner Prophezeihungen und Beschreibungen vom dharma ending age. Jeder sollte vows machen, damit man rechtes vs. falsches Dharma unterscheiden kann; den reinen( vinaya-reinen) Lehrer trifft . admin… kann ich Deine email hanen? ich möchte mit Dir sprechen. Es geht um die Zukunft des Buddhismus in Deutschland. Meine adresse: tcttue@gmail.com

        • admin sagt:

          lieber thong tue, ich schreibe dir eine mail. persönlich spreche ich weniger von schuld. dinge entstehen in wechselseitiger abhängigkeit … aber in jedem fall hat eine schwache sangha dazu beigetragen, das hat auch Thich Nhat Hanh ihnen gesagt … mehr dann via mail.

          • thong tue sagt:

            wechselseitige abhängigkeit …oder ursache-wirkung…bedeutet nicht, es gibt keine schuld, denn nichts kann den karmischen kraeften entkommen, nichts geht verloren. wuerde die sangha gemaess dem vinaya leben und entscheiden, gaebe es nicht bis heute die akkumulation der misstaende. das vinaya gibt konkrete anweisungen und richtlinien. niemand wird gezwungen, moensch oder nonne zu werden. aber monastische buddhistischen muessen im einklang mit den vorgegeben vinayaregeln leben. Die Verheimlichung und das in Schutznehmen von Mitwissenden ist ebenfalls ein Verstoss der Vinanyaregeln. Die regeln zu brechen bedeutet „Schuld“, die Ursachen liegen in der wechselseitigen Abhaengigkeit, was aber auch gleichbedeutend mit totaler Verantwortungstraeger fuer seinerTaten ( Denken, Rede, Handlungen) ist. Wenn man nicht von Schuld spricht, wieso musst sogar Buddha beispielsweise 3 Monate von lang Pferdefutter leben, warum hat Buddha Kopfschmerzen als Koenig Lazuli den Sakya Clan ausrottete ?
            Kurz: wechselseitige abhängigkeit hilf uns zu verstehen und achtsame, heilsame Samen zu saen; schuldsprechung bezieht sich auf die unausweichliche konsequenzen unserer Handlungen.

            Thich Nhat Hanh kann nicht als Autoritaet genommen werden, denn er selbst hat das Vinaya veraendert ( prajikas )und sogar seine eigenen silas ( s. interbeing-order ) geschrieben. plagiat oder arroganz oder beides ? In der Linie zahlreicher hoch erleuchteter Meister, Patriarchen hat niemand das vinaya so angefochten wie er. Ist Mahakasyapa oder Bodhidharma etwa weniger weise und erleuchtet als „ThaY“ (wie Thich Nhat Hanh von seine Schüler genannt wird. Auch Ex-Moench Thien Son nennt sich bis jetzt noch Thay..Plagiat vom Plagiat ?! )?
            Nur voll Erleuchtete können alle Ursache-Wirkungen-Faktoren klar wissen, Das Vinaya basiert auf der vollkommenen Erkenntnis von Ursache-Wirkung von Buddha. Deshalb können nur Buddhas das Vinaya zur Welt bringen.

          • admin sagt:

            Melde mich später dazu …

          • admin sagt:

            Hi Thong Tue,
            bin wieder in Dtl. Kannst mich anrufen oder Email schreiben. Daten siehe Impressum.

            In der Tat scheint es so zu sein – nach Stand meiner Info – das TNH zwei Ethik Schienen parallel fährt, die von Buddha (Vinaya) und die eigene. Wobei mir unklar ist, welche er priorisiert. Er hat zudem TTS angeboten er könne wieder Mönch werden, was nach einem Parajika eines Vollordinierten, der TTS war, aber eben nicht geht. Wer als Vollordinierter ein Parajika beging kann nicht wieder Mönch werden. Diese Aushöhlung und Aufweichung der Vinaya / Ethik ist überhaupt nicht hilfreich – vor allem nicht in einem so kranken und manipulativen System, wie es TTS aufgebaut hat.

            Immerhin hat der Geshe, der früher von TTS / Pagode eingeladen wurde, ganz klare Worte dazu gefunden und diese auch mit TTS kommuniziert – der Sangha wurde seine Sicht der Dinge, die mit der Vinaya im Einklang ist, auch mitgeteilt. Der Geshe nimmmt auch keine Einladung mehr an, so lange TTS dort „an der Macht“ ist. Das ist wenigstens konsequent und eine der wenigen positiven Inspirationen in diesem Haufen von Verwerfungen, Verwirrung, Desorientierung und Leid.

            Ich kann Deine Frustration sehr gut verstehen. Weil eben NICHT der Vinaya gefolgt wurde – gemäß Vinaya hätte der amerikanische Mönch, der den Fall vor der Sangha ins Rollen, brachte vor der Sangha aussagen müssen – ist die Situation völlig unbereinigt. Ein Treffen ohne den amerikanischen Mönch hätte gar nicht statt finden dürfen (als die 20 Mönche der vietn. Kongregation sich trafen). Sie luden ihn aber rechtswidrig und kurfristig wieder aus. Weder dort, noch danach wurde der Fall so weit ich das erkennen kann wirklich geklärt.

            Diese Nicht-Klärung und Nicht-Befolgung der Prozeduren für Parajika Vorwürfe, wie sie in der Vinaya dargelegt werden, resultiert meines Erachtens in dem Ergebnis, dass die ganze Gemeinde und die Situation ungeheilt, ungeklärt und in Verwerfungen, Disharmonie und Unglück zurück bleibt. Das gilt auch für Huy Giang Tran May, dem mit dieser Nicht-Klärung auch nicht geholfen wird – noch mehr aber für die Opfer seiner Missetaten, die keine Gerechtigkeit / Wiederherstellung des Friedens in der Sangha erfahren können und die man damit völlig missachtet. Sehr sehr traurig das Ganze in meinen Augen – aber eben auch Ausdruck des kulturellen asiatischen Kontextes in dem das so geschehen ist.

            Von außen kann man da aber sehr sehr wenig tun, außer es eben zu benennen und zu beleuchten und ggf. anzuzeigen. (Die Staatsanwaltschaft Frankfurt ermittelt noch immer im Fall des mutmaßlichen und nicht verjährten Missbrauchs eines Minderjährigen.)

  18. Joe Klein sagt:

    Buddhas Weg in Finanznöten?

    Mich erreichte eine Mail mit der Bitte um eine Spende da erneute Kosten über 200 000 € anfallen, und ggf. das Projekt gefährdet ist.
    Wißt ihr näheres?

  19. Michael Dosch sagt:

    Das ist der Newslettern und TS fährt immer noch einen Lexus….

    Von: Kloster Buddhas Weg [mailto:info=buddhasweg.eu@mail47.atl161.mcsv.net] Im Auftrag von Kloster Buddhas Weg
    Gesendet: Montag, 16. Februar 2015 15:08
    An: =?utf-8?Q??=
    Betreff: Buddhas Weg Sonder-Newsletter: Akute Hilfe und Unterstützung für Buddhas Weg

    Sonder Newsletter Buddhas Weg
    Spirituelles Seminarhaus | Kloster | Naturheilpraxis | Ayurveda | Teehaus | Klosterladen

    Sonder-Newsletter
    Akute Bitte um HILFE für
    Buddhas Weg

    Liebe Freundinnen & Freunde, Liebe Alle,

    Buddhas Weg geht nun in das berühmte „verflixte“ siebte Jahr.

    Als wir vor sieben Jahren begonnen haben, das Haus aufzubauen, war unsere Vision, einen Ort zu schaffen, der für alle Menschen offen ist, ein Platz für Spiritualität unabhängig von religiösen Hintergründen.

    Unser Wunsch war, dass in Buddhas Weg jeder die Möglichkeit hat, an dieser Vision teilzuhaben und an dem Haus mitzubauen und gleichzeitig viele Menschen darin zu unterstützen, gemeinsam zu heilen, zu wachsen und zu erblühen.

    Bis jetzt hat diese Philosophie sehr gut funktioniert, das Haus selbst – das alt, krank und heruntergekommen war – hat sich in diesen sieben Jahren vollkommen verwandelt. Es konnte durch die Liebe, Kraft und Arbeit vieler Menschen erblühen und wurde zu einem Platz, der Transformation, Heilung und innere Entwicklung ermöglicht.

    Wir haben bereits zahlreiche Prüfungen und Herausforderungen bewältigt und auch unsere Kalkulationen immer wieder angepasst, doch auf Grund weiterer Sicherheitsprüfungen der städtischen Behörden, mit der Forderung nach Brand- und Alarmschutzmaßnahmen, müssen am Haus zahlreiche Kriterien aufgestockt und umgesetzt werden, um einer Schließung vorzubeugen, die uns in eine ernste finanzielle Notlage bringen.

    Dies ist nicht nur ein Spendenaufruf, sondern ein Ruf um Mithilfe.
    Unser aller Wunsch ist, dass Buddhas Weg weiterhin als ein Ort für Spiritualität bestehen bleibt. Doch dafür brauchen wir Euch und Eure Unterstützung.

    Im Moment ist die Situation sehr kritisch und wir müssen schnell handeln, aber wir sind uns sicher, dass wir es gemeinsam schaffen und wir gemeinsam alle Kräfte mobilisieren werden, dass Buddhas Weg weiterhin ein Ort ist, wo Menschen innerlich und zusammen wachsen können.

    Worum geht es?Die FAKTEN

    Die laufenden Brandschutzmaßnahmen die getätigt werden müssen und bereits in der Umsetzung sind, haben ein großes Loch von 200.000 Euro gerissen, das aufgrund unserer laufenden Betriebskosten, inkl. Gehälter, Strom, Gas, Nahrungsmittel und Kreditabzahlungen nicht mehr allein durch Buddhas Weg und den Verein gestopft werden kann.

    Was uns in den vergangen Jahren am tiefsten berührt hat, ist zu sehen, dass so viele Menschen die Gemeinschaft oder Gemeinsamkeit wertschätzen, deshalb möchte wir uns jetzt auch an Euch alle wenden, Euch über die Situation informieren, dass wir alle gemeinsam dazu beitragen können, dass Buddhas Weg die Chance hat, sich neu zu formieren und zu wachsen….

    Welche Möglichkeiten gibt es?

    Spenden
    Zunächst brauchen wir tatsächlich sofort flüssiges Geld.
    Das heißt jede Spende zählt. Aus jeder Spende die jetzt eingeht, können Rechnungen bezahlt werden und wir gewinnen Spielraum.
    Zu unseren Konto-Informationen geht es hier.

    Fördermitgliedschaft
    Eine Fördermitgliedschaft im Verein DVBG e.V. mit dem Jahresbeitrag von 240€ unterstützt auch Buddhas Weg. Näheres dazu und ein Formular zum Herunterladen findet Ihr auf der Webseite der Pagode Phat Hue unter: http://www.phathue.de/ueber-uns/fordermitgliedschaft/

    Seminare und Kurse
    Wer bereits Kurse für dieses Jahr eingeplant hat, kann sie schon jetzt buchen und bezahlen, dann können wir von diesem Geld Kosten JETZT decken.

    Darlehen
    Wer ein privates zinsloses Darlehen geben möchte, bitte bei Hue Nghiem melden um Formalitäten abzuwickeln (siehe Kontakt unten)

    Fragen & Ideen?
    KONTAKT

    Habt Ihr noch Fragen zu Spenden oder Darlehen oder habt ihr weitere Ideen, könnt Ihr Euch auch an Sr. Hue Nghiem wenden:

    Email: huenghiem1@googlemail.com
    Tel: 06207-92598-36

    Ebenso habt Ihr die Möglichkeit – nach Terminabsprache – bei Hue Nghiem unseren Finanz-, Business & Strategieplan einzusehen.

    Wir möchten natürlich gewährleisten, dass so eine Loch nicht mehr entstehen kann! Schon jetzt sind zahlreiche Aktionen und Maßnahmen eingeleitet worden die ermöglichen sollen, dass das Haus sich selbst trägt. Doch das alles kann nur greifen, wenn die momentane Zahlungslücke überbrückt ist.

    In diesem Sinne wünschen wir uns allen, dass wir uns weiterhin in Buddhas Weg begegnen und gemeinsam wachsen können!

    Herzlich, im Namen von Thay Tu Tri, Young Gong
    und der ganzen Gemeinschaft von Buddhas Weg und Phat Hue
    Euer Thay

    Unser
    SPENDEN
    KONTO*

    Bitte alle Spenden mit dem Stichwort: Spende – Buddhas neuer Weg 2015

    Bank: Volksbank Frankfurt
    Kontoinhaber: DVBG e.V. gemeinnützig
    IBAN: DE85 5019 0000 6000 4632 20
    BIC: FFVBDEFF

    *Hinweis: Für Spendenbeträge bis 200,- Euro gilt der Kontoauszug als Beleg für das Finanzamt. Bei Spendenbeiträgen über 200,- Euro senden wir ihnen zum Jahresende eine Zuwendungsbestätigung zu.

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    69483 Siedelsbrunn / Wald-Michelbach

  20. Volker sagt:

    Wie man auf einigen Fotos sehen kann, hat Thich Thien Son und seinem Vater (?) Thay Tu Tri auch wieder am Vesak-Fest in München teilgenommen. https://www.flickr.com/photos/phathue/page156. Ob die anderen Ordinierten wissen, mit wem sie dort auf der Bühne sitzen?

    • tenzin sagt:

      Hey Volker, guck mal genauer hin! Das sind Photos von 2008! Wir haben nun 2015, sieben Jahre später 😉

      • Volker sagt:

        Hallo Tenzin, danke für den Hinweis. Ich dachte es wären aktuelle Bilder, da sie ihm Fotoordner von 2015 waren. Trotzdem hat der Münchener Ableger, der Vietnamesischer Tempel Tâm Giác http://phaplamtemple.com/photo/munich/chuatamgiac/index.html, sich wieder an dem diesjährigen Fest beteiligt http://www.vesakh-muenchen.de/mitwirkende.html, obwohl doch klar sein sollte, dass auch die Münchener Gruppe von Thich oder Thay Tu Tri, nach wie vor das unheilsame Wirken von Thich Thien Son toleriert und unterstützt.
        Erwähnenswert ist vielleicht auch, dass wieder bekannte buddhistische Lehrer wie Bhante Dhammadipa http://www.buddhasweg.eu/programm/aktuelle-programmuebersicht/juli-2015/meditationsretreat-mit-ehrw-dhammadipa-auf-basis-des-diamantsutra.html und andere http://www.buddhasweg.eu/programm/aktuelle-programmuebersicht/oktober-2015/intensives-vipassana-schweigeseminar.html leider keine Scheu besitzen, an diesem unheilsamen Ort zu lehren.

        • tenzin sagt:

          Hi Volker,
          ja, die Menschen gehen damit unterschiedlich um und haben unterschiedliche Motive. Ich will da nicht zu sehr spekulieren, was sie antreibt, da das schwer bis gar nicht zu erfassen ist. Ich gucke lieber da wo ich Dinge leichter erfassen kann, bei mir und da ist genug zu tun 😉

          Es ist vielleicht auch schwer die Gruppe auszuschließen, wenn Thien Son offiziell zurückgetreten ist und Thay Tu Tri offiziell die Gruppe vertritt … schwierig hier die richtige Entscheidung zu treffen. Wissenschaftliche Forschungen zeigen, dass Gruppen noch destruktiver werden, wenn man sie ausschließt und weniger destruktiv, wenn man sie einbindet. Nehmen wir Ajahn Brahm, obwohl er von den Sachen wusste kam er dennoch an den Ort. Das hatte dann aber auch in einem sehr spezifischen Fall etwas sehr Gutes bewirkt und in dem Fall war das wichtig und hat langfristige positive Wirkungen gebracht. Trotzdem kann man ihm vorwerfen, dass er mit seinen Besuchen ein krankes System unterstützte und aufrecht erhielt. In einem anderen Fall glaube ich, dass der Lehrer, der trotzdem hinging, sich maßlos überschätzte in dem was er dachte Gutes bewirken zu können. Er wurde dann auch nicht mehr eingeladen, weil er zu direkt war – lediglich seine Name wurde benutzt.

          Es ist nicht zwangsläufig schlecht an einem unheilsamen Ort zu lehren. Es gehen ja auch Nonnen und Mönche in den Knast also zu Verbrechern, Vergewaltigern, Mördern, Menschen die Kinder sexuell missbrauchten etc. um ihnen mit dem Dharma zu helfen …

          • Volker sagt:

            Hallo Tenzin, normalerweise würde ich dir auch Recht geben, aber dieser Fall ist doch wohl etwas anders, denn der offizielle Rücktritt Anfang 2014 http://www.phathue.de/allgemeines/news-2014/ war doch wohl eher eine Farce und ein Täuschungsmanöver als Ernst gemeint, denn kurze Zeit tauchte TTS unter dem Namen Thay in weisser Kleidung als Dzogchen-Lehrer auf http://www.buddhasweg.eu/programm/programm-archiv/dezember-2014/winter-retreat-2014-2015.html und heute macht er sogar wieder Therapieseminare http://www.buddhasweg.eu/weg-zu-sich/seminare-und-kurse/zen-weg/neue-themenseminarreihe-.html, wo wahrscheinlich auch eventuell missbrauchte und/oder misshandelte Personen daran teilnehmen werden, die sich dort Heilung und Verständnis erhoffen. Ausserdem hat TTS und seine Gemeinschaft doch nie wirklich Einsicht, Verständnis und Reue für ihr Fehlverhalten gezeigt oder etwa doch? Du hattest doch direkten Kontakt zu der Gemeinschaft und wirst es vielleicht besser wissen. Ich glaube aber nicht daran, denn ein reumütiger und einsichtiger Mensch verhält sich wohl etwas anders. Auch dass die Gemeinschaft ihre Feierlichkeiten unter einer Statue von Padmasambhava abhalten, finde ich beachtenswert, obwohl ja auch Padmasambhava etwas gegen Eid-und Gelübdebrecher hatte, oder irre ich mich?

          • tenzin sagt:

            Danke Volker. Ja, von Anfang an sah es nicht nach Neuanfang aus, sondern nur, die Wellen verebben zu lassen um dann weiter zu machen wie bisher. Soweit ich verstehe ist die Pagode ein Familienunternehmen und entsprechend steht primär deren Wohl im Mittelpunkt und ohne den charismatischen und auch durchaus Fähigen (was Heilung aber auch Manipulation und Täuschung betrifft) Thien Son stagniert das Geschäft … Uns allen war und ist das klar, dass Thien Son nur 6-12 Monate etwas aus dem Vordergrund tritt um dann wieder aktiv zu werden. Er wird nicht zu stoppen sein, weil er nicht anders kann und seine Familie, die Pagode, viele Vietnamesen und die Gemeinschaft nicht anders wollen. Das einzige was ihn stoppt und die Gemeinschaft zu einem Erwachen führt ist eine Verurteilung vor Gericht. Das ist iR immer so bei Gruppen, die eine ausgeprägte destruktive „Sekten“-Struktur haben.

            Du fokussierst Dich mE auf ein moralisches Dilemma, das in der weltlichen Ordnung in der die Gruppe operiert, nur bedingt ein Problem ist. Zu viele haben zudem einen Vorteil weiter mit der Pagode und Thien Son zusammenzuarbeiten, deshalb wird das System vorerst nicht kollabieren. Entweder eine Verurteilung oder es muss noch mehr passieren – bedenke die Geschichte der Odenwald Schule: das dauert Jahrzehnte!

  21. Volker sagt:

    Hallo Tenzin, danke für deine Erklärungen. Auch hier hast du Recht, aber es würde sich meiner Meinung nach auch schon etwas ändern, wenn die anderen buddhistischen Gruppen und deren ach so hoch verwikrlichten Lerer/innen sich auch etwas anständiger Verhalten und sich an ihre Gelübde erinnern würden. So wäre es doch ein leichtes, jegliche Kooperation mit dem Kloster,der Gemeinschaft und ALLEN ANDEREN, die bisher das Treiben dort unterstützt haben, einzustellen und eine öffentliche Stellungnahme zu verbreiten, dass man sich von diesen Personen distanziert und sie nicht mehr als „buddhistisch“ anerkennt. Aber außer die Stellungnahme der DBO findet sich leider nichts in der Öffentlichkeit. Die DBU hat wohl auch mal eine Stellungnahme verfasst, aber die lässt sich nirgends finden. Letzendlich möchte ich dir aber auch noch danken, dass du dich weiterhin mit der ganzen Thematik befasst und soviel Zeit und Mühe hierfür verwendest. Wenn du irgendwelche Hilfe und Unterstützung benötigst, kannst du dich ja mal bei mir melden.

    • tenzin sagt:

      Lieber Volker, mit Sicherheit würde das helfen! Allerdings, es gibt kein Gelübde nicht mit einer Laienperson zu verkehren, die ihre Robe zurück gegeben oder ihre Ethik gebrochen hat. Die Person hört auch dadurch nicht auf ein Buddhist zu sein. Es liegt also im Ermessen und der Verantwortung derer, die mit der Pagode / Son zusammenarbeiten oder ihn/sie stützen. Dieses „Distanzieren von einer Person“ und „nicht mehr als ‚buddhistisch‘ anerkennen“ sehe ich kritisch. Es bedarf einer klaren Erkenntnis und Einstellung, dass die Handlungen grundfalsch und enorm schädlich waren. Auf dieser Basis und der Einsichtsfähigkeit / oder Uneinsichtsfähigkeit des „Meisters“ müssen dann einzelne Menschen, Mitglieder der Gemeinschaft oder kooperierende Gruppen / Lehrer entscheiden ob sich die Wege trennen oder ob man zusammen weiter geht; oder es zB eine Besinnungs–, Reflektions- und Korrekturphase gibt. Aber das bleibt auch ein individueller Prozess der Beteiligten für den sie selbst verantwortlich sind …

      Die DBU hatte mal die Meldung der DBO anonymisiert abgedruckt – ohne Namen der Pagode oder des „Meisters“ zu nennen – so dass nur Insider wussten, um wen es geht. In der Tat, und das meine ich nicht als Eigenlob, es ist eine Tatsache in meinen Augen, ist die DBO klar, sensibel und offen – ja sogar offensiv – mit der Sache umgegangen. Die einjährige Aufarbeitung wurde dann mit einem Ausschluss und einem öffentlichen Statement abgeschlossen – auch Kooperationspartner der Pagode wurden von Vorstandsmitgliedern über den Sachverhalt informiert. Das könnte anderen durchaus als Vorbild dienen, aber es liegt in ihrer Hand und Verantwortung, woran sie sich orientieren möchten …

      Danke für Dein freundliches Angebot mir zu helfen oder mich zu unterstützen, wenn ich es benötige.

  22. Oliver sagt:

    Hallo! Ich wollte mich eigentlich für einen ZEN-Kurs in Buddhas-Weg, Siedelsbrunn anmelden. Jetzt lese ich das. – Thich Thien Son gibt anscheinend noch weiter Kurse. Habe ich gerade auf der Webseite von http://www.buddhasweg.eu gelesen. Frage: 1) Was rät ihr mir? 2) Gibt es noch andere „Häuser“, die solche Kurse anbieten und wo die Kursleitung auch für die Teilnehmer, Verantwortung zeigen und mit einem achtsam umgehen. Ich will ja danach nicht mich noch in ärztlich Behandlung begeben müssen!

    • tenzin sagt:

      Hi Oliver, raten kann ich Dir nichts, da ich dort nichts kenne. Du könntest aber bei der DBU http://www.buddhismus-deutschland.de anfragen oder auf der Site die gelisteten Gruppen durchforsten. Dort werden zwar auch Ole Nydahl Gruppen gelistet (Diamantweg), die ich nicht empfehlen würde, aber eine Empfehlung sollte man eh nicht ZU ernst nehmen, nur als Start für die eigene Erforschung und Suche. (Also den Verstand nicht abgegeben, selbst wenn etwas empfohlen wird). Mehr kann ich leider nicht dazu sagen … höre Dich um und teste mit Vorsicht, dann wird sich hoffentlich etwas finden. Vielleicht hat jemand anders einen Tipp?

  23. stefan sagt:

    Ein kurzer Gruß eines Mitlesenden an Oliver: Es sind sicherlich solche Menschen wie Du, die es braucht, damit sich dort ein Umdenken vollzieht. – Schreibe dem Kloster, daß Du eigentlich einen Kurs bei Ihnen belegen wolltest, aber nun ob der ganzen Geschichten um Thich Thien Son, davon Abstand nehmen möchtest, konfrontiere Sie, frage nach, was es damit auf sich hat.

    Ansonsten, um auf Deine Frage zu antworten: Benediktushof Holzkirchen ist, denke ich in ZEN-Kreisen sehr angesehen oder Du guckst einfach mal hier: http://www.zen-guide.de/zen/zentren/

    Im Film Stopping kam ein Zen-Meister vor, den ich sehr inspiriernd fand: L. Tenryu Tenbreul, einfach mal googeln, in dessen Zentrum hat es auch Kurse…

    Liebe Grüße

    Stefan

  24. (Anonym) sagt:

    Hallo! Ich denke, dass Seminarhäuser, wie das Seminarhaus Buddhas-Weg, eine Zertifizierung haben müßten, die Ihnen z.B. über die Deutsche Buddhistischen Ordensgemeinschaft (als Dachorganisation) befähigt, Seminare abzuhalten und diese auch regelmäßig überprüft. Das könnte Täter abschrecken, dass es zu weiteren Übergriffen kommt und noch mehr Opfer gibt. Jeder Seminarleiter müßte eine Prüfung über die Dachorganisation ablegen und dann könnte er Seminare machen. Das andere: Ähnlich müßten es für Kursleiter Pflicht sein, wie jetzt auch bei Jugensleitern in der Katholischen Kirche, die mit KIndern zu tun haben, das ein Führungszeugnis dem Orden vorgelegt werden muss.

    Ich habe auch von furchtbaren Sachen gehört: Ein Teilnehmer berichtet von psychischer EInschüchterung während eines mehrtägigen Retreats unter der Leitung von Thich Thien Son und Frau Ann-Uta Beisswenger im Kloster Buddhas Weg. So bekam ich mit, dass die Retreatleitung ihre Position ausnutzte, um die psychischen Probleme des selbst ernannten Zen-Meisters mit der Gruppe aufzuarbeiten. Dabei wurde keine Rücksicht auf Erstbesucher oder psychisch instabile Menschen genommen. So kam es u. a. zu Nervenzusammenbrüchen unter den Teilnehmern, ohne dass diese angemessen betreut wurden. Sichtlich verstört waren vor allem jüngere Teilnehmer. Frau Beisswenger zeigte auch auf Nachfrage per E-Mail wenig Einsicht bezgl. der Geschehnisse.

    Wie können solche Vorfälle verhindert werden (Schließung der Einrichtung, Entlassung der Täter aus den Ordensstand).

    Weitere Infos hier:
    http://buddhistische-ordensgemeinschaft.de/dbo_mitteilung-02-2011.htm

    Zudem besteht ja die Möglichkeit, wenn Thich Thien Son noch weiter Seminare führt, eine führende / leitende / bekannte Persönlichkeiten des buddhistischen Lebens über die Missstände in diesem Kloster aufmerksam zu machen. Ich denke da an S.H. 14. Dalai Lama, mit dem Thich Thien Son auf diese Webseite abgebildet wird.

    Wenn ich noch hinzufügen darf:
    Der Fall ähnelt den Missbrauchsfällen in der katholischen Kirche (siehe Medienberichte von 2010 bis heute). Da durften die Täter auch weitermachen, die Täter wurden sogar noch nach Anzeigen befördert. Nur das zur Info.

    • tenzin sagt:

      Vielen Dank. Aber das wird wohl nicht gehen. Im Buddhismus gibt es eigentlich keine zentrale übergeordnete Autoritäts-Instanz. Es geht ziemlich anarchisch zu. Jeder kann mehr oder weniger machen was er will – auch sich Lehrer nennen, Meister, Guru …

      Der Buddha selbst hat abgelehnt, dass jemand den Orden anführt und gelehrt, dass die Vinaya und der Dharma der Lehrer sein sollen. Natürlich gibt es Kongregationen, Dachverbände etc. oder auch Linienoberhäupter aber deren Wirkbereich ist begrenzt. Die DBO kann da eher gar nichts machen, schon gar nicht, wenn jemand nicht Mitglied ist. Dann kann sie maximal eine Stellungnahme abgeben. Das selbe gilt für die DBU …

      Im Buddhismus liegt die Verantwortung viel mehr beim Schüler / Lernenden sich mit unterscheidender Weisheit und auf der Basis der Fähigkeit Dharma von Nicht-Dharma zu unterscheiden, die besten Lehrer zu suchen.

      Natürlich kann ein Neu-Interessierter eher nicht Dharma von Nicht-Dharma unterscheiden und ist potenziell Opfer von „Rattenfängern“ … aber er kann sich auf der Suche schützen, Zeit lassen … die mit diesem Blog verbundene „Sekten“-Seite und die DBU stellen für diesen Prüfprozess ja Kriterien und Anregungen zur Verfügung.

      Eine Qualitätskontrolle ist überlegenswert, wird aber eher nicht funktionieren – aus unterschiedlichen Gründen … ein sehr sehr weites Feld … Vielleicht später mehr dazu … (habe nur wenig Zeit im Moment).

      Das Büro des Dalai Lama wurde von der DBO auf die Situation 2x aufmerksam gemacht. Aber sehr viel kann er auch nicht tun – außer sich nicht mit ihm zu treffen (wobei das wiederum seinem Mitgefühl widersprechen könnte. Ein Mitfühlender kümmert sich eben auch um Gefallene …)

      Die Pagode wurde nicht in die DBU aufgenommen, aus der DBO wurde Thien Son ausgeschlossen. Eine Stellungnahme ist online. Partner der Pagode wurden informiert, die Presse wurde mehrfach angeschrieben … Mehr als das kann man als Außenstehender wahrscheinlich nicht tun. Die Sache ist halt, so lange Thien Son innerhalb der vietnamesischen Gemeinschaft in Frankfurt Rückhalt bekommt und Menschen ihm folgen, geht es weiter. Außenstehende können da nicht viel tun, außer aufzuklären und all das passierte doch recht umfangreich.

      Im Buddhismus gibt es keinen Papst der nun den Laien und Nicht-Ordinierten Mai Hue Giang Tran aus der Pagode entlassen könnte. Das müssten die Vietnamesen in Frankfurt, die ihm Rückhalt geben, schon selbst tun – wenn ihnen denn das für richtig erscheint. Ein Außenstehender kann sich da nur begrenzt oder eher gar nicht einmischen und es ist auch ihr Recht, sich anders zu entscheiden und ihn eben zu behalten.

      • Blogleser sagt:

        Meiner Meinung läuft dann im Buddhismus auch irgendetwas falsch, wenn es keine zentrale übergeordnete Autoritäts-Instanz gibt. Es geht ziemlich anarchisch zu, sagen sie. – Ich finde das naiv, wenn jeder „mehr oder weniger machen kann was er will – auch sich Lehrer nennen, Meister, Guru …“ – Das ist auch ein Schlupfloch für Täter. Das kann auch falsch verstanden werden.

        Schert nicht bereits derjeniger aus der Reihe aus (Zitat: Der Buddha selbst hat abgelehnt, dass jemand den Orden anführt), der sich sich dann anmaßt sich „Meister“ oder „Guru“ nennt?

        Zitat: „Ein Mitfühlender kümmert sich eben auch um Gefallene …“

        Wenn die Person die einen Fehler begannen hat, Einsicht zeigt (im Christentum würde man sagen „Reue zeigt“), dann kann ein Mitfühlender sich um Gefallene kümmern, aber nicht umgekehrt. – Da wird wieder was falsch verstanden. Reue zeigen heißt, ich habe was falsch gemacht. Ein Mitfühlender macht sich sogar schuldig, wenn er sich um den Täter / Gefallenen kümmert! Ein Gefallener hat etwas falsch gemacht (z.B. einen Menschen umgebracht), ein reuiger Mensch gibt die Tat zu, übernimmt VERANTWORTUNG für die Tat.

        • tenzin sagt:

          Hi Blogleser.
          Es ist ein Aspekt der Realität, dass der Buddhismus eher anarchisch ist und das liegt mE daran, dass ein Suchender selbst die Wirklichkeit erkennen oder suchen muss. Was Wirklichkeit ist, kann ihm oder ihr keiner vorschreiben, er / sie muss es selbst erkennen. Einsicht kann also nicht so einfach von einer höheren Autorität aufgezwungen werden.

          Wohl aber gibt es durchaus Traditionen, die Einsichten bestätigen, zB, dass einer Arhat geworden ist oder diese oder jene Ebene erlangt hat. Diese Bestätigungen setzen aber voraus, dass eine Person oder Personen, die das bestätigen selbst dieses oder ein höheres Level erreicht haben, um das gültig bestätigen zu können. So ist auch dieses Bestätigungssystem fehleranfällig, wenn zB der/die Bestätigende/n gar nicht ein solches Level erreicht haben um irgendetwas bestätigen zu können.

          Hier finden Sie ein Interview mit einem Wissenschaftler, der das Anarchische am Buddhismus sehr gut beschreibt: http://info-buddhismus.de/Gewalt-in-Sueddostasien_Interview-mit-Thierry_Dodin.html. Das Einzige was eher mit Bestimmtheit festgestellt werden kann (aber nur wenn Ehrlichkeit vorherrscht und Mitglieder eines Klosters korrekt nach Vinaya handeln) ist, ob jemand Mönch oder Nonne ist.

          Ob jemand Meister oder Guru ist, hängt eher von den Schülern ab, die das so sehen und dann gibt es in manchen Ländern Systeme wie eine formelle Ausbildung, Zertifikate oder Urkunden. Es gibt kein einheitliches Vorgehen und so gibt es leider auch Spielraum und damit Spielräume, die sich ausnutzen lassen.

          Im asiatischen Raum wird die Verantwortung nur guten Lehrern zu folgen eher beim Schüler als bei Institutionen gesehen. Wenn aber ein Mönch, der ausgeschlossen wurde, weil er seine grundsätzliche Ethik (Parajika) brach, das Vertrauen von Laien erschleicht und weiter als Mönch auftritt, kann es schon vorkommen, dass Ältere des Ordens Laien vor so einem Betrüger warnen – vor allem Ältere oder der Abt des Klosters dem diese Person einmal angehörte.

          Es ist wichtig die innere Logik des Buddhismus und Ordens (Vinaya) zu verstehen um nachvollziehen zu können, warum wie reagiert wird, was abweichend ist, was korrekt ist im Sinne der Lehren oder des Dharma.

          Sie können nicht 1:1 das katholische Christentum mit dem Papst als Sprachrohr Gottes mit dem Buddhismus gleichsetzen. Oder, wenn, dann folgt dass es dann auch ok ist, wenn buddhistische Mönche und Nonnen Tiere töten und Bier brauen und trinken :-;

          Auch den Begriff „Schuld“ und das Konzept dazu gibt es nicht im Buddhismus.

          Ansonsten stimme ich weitgehend zu in Bezug auf Einsicht und Reue, bzw. Nicht-Einsicht und Nicht-Reue. Auch stimme ich zu, der Buddha wollte keinen Anführer des Ordens. Aber Ältere oder Autoritäten durch die Kraft ihrer Einsichten und ihres Wissens gab es schon immer im Buddhismus, zB neben dem Buddha seine 2 Hauptschüler. In der Waldtradition stellen Ajahn Chah oder Ajahn Mun solche eine Autorität dar, sie waren auch eine Art Guru oder Meister, wenn man das näher betrachtet. Nur wurden diese Begriffe innerhalb der Waldtradition – soweit ich das verstehe – eher nicht auf sie angewandt.

          Beste Grüße, t

    • tenzin sagt:

      Ich habe auch von furchtbaren Sachen gehört: Ein Teilnehmer berichtet von psychischer EInschüchterung während eines mehrtägigen Retreats unter der Leitung von Thich Thien Son und Frau Ann-Uta Beisswenger im Kloster Buddhas Weg. So bekam ich mit, dass die Retreatleitung ihre Position ausnutzte, um die psychischen Probleme des selbst ernannten Zen-Meisters mit der Gruppe aufzuarbeiten. Dabei wurde keine Rücksicht auf Erstbesucher oder psychisch instabile Menschen genommen. So kam es u. a. zu Nervenzusammenbrüchen unter den Teilnehmern, ohne dass diese angemessen betreut wurden. Sichtlich verstört waren vor allem jüngere Teilnehmer. Frau Beisswenger zeigte auch auf Nachfrage per E-Mail wenig Einsicht bezgl. der Geschehnisse.

      Das sind natürlich Behauptungen, die wenn sie stimmen (was zu prüfen wäre!), ernst genommen werden sollten. Das Problem ist, bei Thien Son kann man nicht viel machen – außer vielleicht einer Zivilklage –, weil er gar kein ausgebildeter Therapeut, Psychologe oder Heilpraktiker ist. Und genau das schützt ihn ja für sein Fehlverhalten gegenüber seinen Klienten juristisch zur Verantwortung gezogen zu werden, weil sexuelle Übergriffe nur für staatlich ausgebildete und geprüfte Therapeuten strafbar sind, nicht aber für selbst ernannte. Allerdings arbeitet er mit staatlich ausgebildeten und geprüften Therapeuten zusammen. Hier kann man wesentlich mehr tun: z.B. eine Strafanzeige stellen, sich an den Dachverband wenden usw … Also, wenn Du oder andere überprüfbares Detailwissen / Beweise / Zeugen haben, dann nehmt es in die Hand, verantwortlich zu handeln und mögliches Fehlverhalten zu stoppen.

      • Oliver sagt:

        Hallo tenzin, schau mal auf diese Webseite:

        http://www.freiheit-und-bewusstsein.de/inspiration/buddhas-weg/

        Die Webseite habe ich ich beim Surfen im Internet gefunden, als ich auf der Suche nach Informationen über das Kloster Buddhas Weg war. Ich wollte dort einen ZEN-Kurs belegen. Als ich das las war ich entsetzt. Daraufhin habe ich die Buchung für diesen Kurs storniert. Ich wollte sogar als Volunteer dort arbeiten. Ich lasse das jetzt aber auch, als ich diese Informationen auf dieser und weiterer Webseiten gelesen habe. Ich denke als Vonuteer dort zu arbeiten, hätte mir großen Spass gemacht. Aber was ich da lese, ich finde das schrecklich…
        VG Oliver

        • tenzin sagt:

          Danke Oliver für den Link. Der Kommentar darunter bestätigt dies. Nach allem was ich von Seminaren TTSs hörte, passt das ins Schema.
          Sehr traurig. Aber gut, dass Menschen den Mut haben das öffentlich zu machen.
          VG T

      • Oliver sagt:

        Ich bin einfach nur sprachlos 🙁

  25. Oliver sagt:

    Ich bin sprachlos, weil es mich befremdet, was da abgeht. Es widersprach und widerspricht doch der Einstellung eines Buddhisten: Das Ausüben von psychischen Druck, Einschüchterung, fehlende Rücksichtnahme / Verantwortung der Kursleitung, Ausnützung der Position: Wir sind die Guten, ihr die Schlechten.

    Ich hätte die Erwartung gehabt, dass ich bei dem Aufenthalt in dem Kloster eine gute und bereichernde Zeit habe, zur Ruhe komme. Jetzt lese ich von psychischer und sexueller Gewalt. Ich sage dazu: NEIN, da werde ich sicher nicht hingehen!

    • tenzin sagt:

      Danke. Das verstehe ich nun.
      Die Erwartung war nicht realistisch, nun ist sie durch die Realität eingeholt worden. Diese Ent-Täuschung ist etwas sehr Heilsames – wenn auch nicht angenehm im ersten Moment – weil Wahrnehmung und Realität in Einklang kommen. Durch die Desillusionierung kannst Du nun klare Entscheidungen treffen, wie „NEIN, da werde ich sicher nicht hingehen!“. Das ist doch auch etwas sehr Positives für Dich, oder? Es ist doch heilsam, so klar zu sein. Andere sind weniger klar diesbezüglich.

      • Oliver sagt:

        Da ich sie nicht kenne, nehme ich erst mal an, dass dieser Eintrag gut von Ihnen gemeint ist. Ich bin sehr vorsichtig. Und: Ich will mich nicht manipulieren lassen. Ich kann gut für mich selber sorgen. Danke. 🙂

        • nalagiri sagt:

          Lieber Oliver, lässt Du Dich nicht gerade von einer Website „manipulieren“? 😉

          Was übrigens amüsant ist, dass Ajahn Brahm als ein „gutes“ Beispiel angeführt wird, der selbst aus seinem Orden ausgeschlossen wurde. (was nicht heißt, dass ich ihn nicht als großartigen Lehrer empfunden hätte)

          • tenzin sagt:

            Lieber Nalagiri,
            Ajahn Brahm wurde NICHT aus dem Orden ausgeschlossen. Dazu hättet er ein Parajika begehen müssen. Das hat er aber nicht. Er hat lediglich / oder Buddha sei Dank (je nachdem wie mann/frau das sieht) Frauen vollordiniert – zusammen mit anderen Vollordinierten. Daraufhin wurde sein Kloster nicht mehr als Kloster der Waldtradition von Ajahn Chah gelistet. Er ist aber beides noch: Vollordinierter Mönch und Mitglied des Ordens und zudem auch innerhalb der Waldtradition respektiert. Für Thien Son gilt das alles nicht.

            Ich bin offen zu erfahren, wie diese Website andere manipuliert, d.h. mit falschen Infos bewusst die Wirklichkeit verzerrt, um Menschen in eine von mir gewünschte Richtung zu bringen. Bitte belege Deine Behauptungen oder unterlasse sie. Vielen Dank, t

  26. dooyen sagt:

    Die Darstellung von Ajahn Brahm ist verzerrt. Er wurde aus seiner SANGHA ausgeschlossen. Ajahn Brahm wurde sein Status als Ordinierer entzogen und er sowie sein Tempel von der Ajahn Chah-Gemeinschaft getrennt, weil nach deren Meinung (und der des höchsten Mönchsgremiums in Thailand) eine Nonnen(bhikkhuni)-Ordination gegen den Vinaya, den Verhaltenskodex im Buddhismus, verstieße, weil Brahm alias Peter Betts seinen Orden dabei bewusst hintergangen habe und es an der nötigen Einsicht fehlen ließ und auch, weil er Missmanagement betrieben habe. Luang Po Sophorn aus dem WPP sagte deutlich, dass Ajahn Brahm nicht länger als Theravada-Mönch, sondern als Mahayana-Mönch anzusehen sei.

    Die Frage wäre also: Welcher Sangha gehört Ajahn Brahm an, wenn ihn seine angestammte ausschloss?

    • tenzin sagt:

      Vielen Dank.

      Ich sprach mit 2 oder 3 Mönchen aus der Waldtradition kurz über Ajahn Brahm und da wurde mir das wenig dramatisch berichtet. Deshalb begnügte ich mich mit wenigen Infos. In jedem Fall wurde ihm nicht sein Status als Ordinierter entzogen, dazu hätte er ein Parajika begehen müssen. Wenn es stimmt, dass sie sagen, „dass Ajahn Brahm nicht länger als Theravada-Mönch, sondern als Mahayana-Mönch anzusehen sei“ heißt das ja auch, dass er von ihnen immer noch als Mönch gesehen wird.

      Interessant zu wissen, was sie dazu trieb ihn als „Mahayana-Mönch“ zu deklarieren, dazu müsste er nämlich Bodhichitta entwickelt haben und dem Bodhisattva Pfad folgen. Bodhisattvas gibt es aber auch im Theravada.

      Ich werde in den nächsten Wochen mich mal genau über die Sachlage erkundigen.

  27. nalagiri sagt:

    Wikipedia Ajahn Brahm:
    For his actions of 22 October 2009, on 1 November 2009, at a meeting of senior members of the Thai monastic sangha, held at Wat Pah Pong, Ubon Ratchathani, Thailand, Brahm was removed from the Ajahn Chah Forest Sangha lineage and is no longer associated with the main monastery in Thailand, Wat Pah Pong, nor with any of the other Western Forest Sangha branch monasteries of the Ajahn Chah tradition.
    Das würde ich doch eher als ausgeschlossen übersetzen und wenn ich mich recht entsinne hat er es auch in dem Retreat, das ich bei ihm besuchte, als „expelled“ formuliert, allerdings kann meine Erinnerung trügen und es kann auch sein, dass er dem Ganzen etwas mehr Dramatik hinzufügen wollte um etwas zu übermitteln.

    Manipulation ist nicht als „mit falschen Infos bewusst die Wirklichkeit verzerrt“ definiert, sondern als verdeckte Beeinflussung. Da alle hier aufgeführten Darstellungen auf einseitigen Ausführungen Dritter beruht kann man getrost von einer verdeckten Beeinflussung sprechen.

    Ich bin der Meinung, dass jeder seine eigenen Erfahrungen machen sollte, auch wenn eine gewisse Wachsamkeit nie schaden kann.

    • tenzin sagt:

      Das aus Wikipedia (die ich nicht als verlässlich Quelle der Information ansehe) passt mit dem was mir von Mönchen aus der Waldtradition erzählt wurde, man hat die Assoziation/Verbindung zur Linie aufgelöst, aus ihrer Sicht repräsentiert er nicht mehr und ist nicht mehr Teil der Linie der Ajahn Chah Forest Sangha.

      Danke für die Klärung des Begriffes Manipulation. Es ist immer wieder gut, Begriffe präzise zu definieren und zu verwenden. Ich las nun mehrere Definitionen, iR setzt sich Manipulation aus mindestens 2 Dingen zusammen: gezielte und verdeckte Einflussnahme auf andere, so dass ihr Verhalten für eigene Zwecke gesteuert werden kann ohne dass sie das mitbekommen. Manchmal wird noch erwähnt, dass die verdeckte Beeinflussung nicht zu seinem Vorteil, sondern zu seinem Nachteil führt.

      Jetzt erkläre mir mal bitte wir „alle hier aufgeführten Darstellungen“ dieses Kriterium erfüllen? Vor allem „alle“. Und dann nenne mir mal bitte einen konkreten Fall einer solchen Manipulation durch diese Website. Außerdem erkläre bitte, was ist bitte in „all“ den Ausführungen „einseitig“. Dass zB TTS aus der DBO ausgeschlossen wurde, dass mehrere eidesstattliche Versicherungen vorliegen, die sexuelle Übergriffe bezeugen, ist ein Fakt und keine Manipulation, es ist zudem nicht einseitig. Einseitig wäre, wenn TTS der DBO gegenüber gesagt hätte, dass die Vorwürfe nicht stimmen und diese Aussage dann verschwiegen wird. (TTS hatte Gelegenheit sich äußern und stritt die Vorwürfe nicht ab.)

      Die These, weil Aussagen auf Dritten beruhen, sind sie manipulativ ist Unsinn, denn sie sind nur dann manipulativ, wenn sie eben verdeckt und gezielt zur Beeinflussung in eine eigens gewünschte Richtung, die nicht mit dem Willen des anderen übereinstimmt, getroffen werden. D.h., diese These ist viel zu verallgemeinernd und wird niemals immer gültig sein. Für Einzelfälle hast Du keine Belege genannt. Außerdem ist es rein sachlich falsch, das zu behaupten. Viele Aussagen, die hier getroffen wurden, beruhen auf den Aussagen direkt Betroffener. In dem Sinne ist dein substanzloser, nicht auf Fakten basierender Satz.

      Lieber Oliver, lässt Du Dich nicht gerade von einer Website „manipulieren“?

      viel eher eine Manipulation, als was hier auf der Website (oder dem Blog) berichtet wird. Denn diese Aussage zielt mE darauf ab, ohne Belege zu haben, den Blog und die Aussagen, die getroffen wurden, zu verleumden bzw. zu diskreditieren, ohne sich mit den Sachargumenten oder Fakten auseinanderzusetzen und damit in anderen Misstrauen in die zur Verfügung gestellte Information zu wecken. Das kann sehr wohl zum Nachteil der Person führen, da sie verunsichert wird und sich kaum ein klares Bild über die Sache machen kann, wenn Misstrauen in korrekte Informationen geschürt wird; und dann der Manipulierte auf der Basis von Zweifeln, die keine Basis in der Realität haben, nicht frei entscheiden und handeln kann. Genau so arbeiten Sekten!

  28. dosch sagt:

    Mögen alle die hier über das Verhalten von Thich Thien Son geschrieben haben und es beurteilt haben, sich über ihre Motivation des Schreibens klar werden.
    Ich wüßte sehr gerne, wie er selbst sein Verhalten begründet und was er persönlich dabei empfunden hat. Doch darüber habe ich hier nichts Deutliches gefunden. Ohne dieses Wissen ist mir eine wahrheitsnahe Einordnung nicht möglich. – Aber vielleicht würden Menschen (ich eingeschlossen), die auf dem Weg sind Erfahrungen zu machen und Erkenntisse zu gewinnen, die er vor ihnen schon gemacht und gewonnen hat, seine Antwort auch noch nicht verstehen können.
    Ohne seine persönliche Darstellung fürchte ich Mißverständnisse und Unverständnis wie ich sie mit der Geschichte von Jesus Christus in meinem christlichen Elternhaus vermittelt bekam. Dieser wurde von den Priestern und Schriftgelehrten angeklagt, weil sie ihn an den Buchstaben der Heiligen Schrift beurteilten und er sich nicht schriftgetreu verhalten habe. Sie meinten der Entwicklung und Vertiefung, die er anstoßen wollte aus Angst vor Veränderung und vor Fehlern Einhalt gebieten zu müssen.
    Ich bin dankbar dafür dass Bhante Punnaratana schweigt. Eine demütige Haltung.

    • tenzin sagt:

      Ich wüßte sehr gerne, wie er selbst sein Verhalten begründet und was er persönlich dabei empfunden hat. Doch darüber habe ich hier nichts Deutliches gefunden.

      Er hat sich dazu nicht offiziell geäußert obwohl er die Gelegenheit dazu hatte.

      In Bezug auf Jesus Christus: hatte Jesus das Zölibats Gelübde und hatte dann dennoch Sex mit seinen Schülern? Oder heilte Jesus seine Schüler von sexuellem Missbrauch indem er sie dazu brachte, Sex mit ihm zu haben – also ihr Vertrauen und Körper noch einmal missbrauchte?

    • tenzin sagt:

      Ich bin dankbar dafür dass Bhante Punnaratana schweigt. Eine demütige Haltung.

      Klar, es war für alle Nutznießer des Missbrauch-Systems der Odenwald Schule auch besser, dass die Opfer und Zeugen (Lehrer) schwiegen. Heutzutage würden aber sicher nur sehr wenige dieses Schweigen als „eine demütige Haltung“ auffassen.

      Schweigen bei Missbrauch ist unheilsam. Buddha hat bei Missständen in seinem Orden nicht geschwiegen sondern ist diese direkt angegangen.

  29. Michael Dosch sagt:

    Hallo Tenzin,
    wie weit sind denn die Ermittlungen der Kriminalpolizei? Bekommt TS nun seine gerechte Strafe?
    Michael Dosch

    • tenzin sagt:

      Hi Michael, das weiß ich selbst nicht. Nur so viel, die Staatsanwaltschaft tat sich am Anfang recht schwer überhaupt in Gang zu kommen. Das war auch schon bei der ersten Anzeige so. Bei der ersten Anzeige kamen sie überhaupt nur in Gang als es eine Presseanfrage gab. So einen Beschleuniger gibt es diesmal (leider noch) nicht. Werde mich mal erkundigen, was der Stand ist …

  30. Joram Neumark sagt:

    Die Geschichte von TTS hat bei mir ziemlich viel zerstört. Von „Buddha Dharma Sangha“ ist nur noch Dharma geblieben. Den Buddhismus habe ich hinter mir gelassen.
    „Sangha“??? um Gottes Willen – Die Sangha, die eine Stütze sein sollte, Reaktionen der Menschen in der Sangha, die Abhängigkeit von TTS hat mir gezeigt was Sanghas sind: Ein Haufen Blinder die nicht man zu sich selber ehrlich sind. Süchtig nach Macht, Anerkennung und Gier, hörig bis zum Anschlag. Oder einfach: Verlogen. Sangha ist definitiv kein „Juwel“. _()_

    • tenzin sagt:

      Lieber Joram,
      das tut mir wirklich sehr sehr leid zu hören!

      Andererseits denke ich und weiß ich aus Erfahrung, dass es auch sehr integere Sangha Juwelen gibt. Es tut mir sehr leid, dass Du diesen nicht begegnen konntest. Ich bin ja selbst viel Korruption und Machtmissbrauch begegnet (wenn auch nicht sexuellem Missbrauch) aber ich konnte das Aufarbeiten und hinter mir lassen (durch Verstehen und Akzeptanz im Sinne, dass obwohl ich es gar nicht akzeptiere es jedoch meinen inneren Frieden nicht zerstört) und ich hatte die Chance unter wunderbaren Dharma Lehrern und Sangha Juwelen weiter zu gehen. Ich komme heute gerade von einem Retreat mit einem solchen Juwel, Bhante Sujiva.

      Ich wünsche Dir von Herzen alles Gute. Wenn ich irgendwas für Dich tun kann, lass es mich bitte wissen.
      Herzlichst, T
      _()_

      • Joram sagt:

        Vielen Dank für die netten Worte, die Enttäuschung in der Pagode war genau das Richtige für mich, wenn auch eine sehr unangenehme Erfahrung.

        Sanghas sind keine wirkliche Stütze, Sanghas sind in den meisten Fällen Täuschungen. Den Weg muss man alleine gehen. Irgendwann mal braucht man nicht nur keine Sanghas, sondern auch kein Weg mehr:

        „Meine Lehre ist keine Philosophie. Sie ist das Ergebnis direkter Erfahrung. . .
        Meine Lehren sind Lebenspraxis, nicht etwas, das man verehren sollte. Meine Lehre ist wie ein Floß, das benutzt wird, um einen Fluss zu überqueren. Nur ein Dummkopf würde das Floß herumtragen, wenn er bereits das Ufer der Befreiung erreicht hat.“

        Joram braucht kein Floß mehr. _()_

        • tenzin sagt:

          Vielen Dank für deine Beiträge. Ich wünsche Dir alles erdenklich Gute auf dem Weg. Ja, Enttäuschung / Desillusionierung kann sehr heilsam sein – wenn auch schmerzhaft. Die Täuschung aufzugeben ist zudem Teil des Weges.
          Alles Gute Joram, mögen sich Deine spirituellen Wünsche erfüllen.

  31. Kurt Hartmann sagt:

    Nach ausführlichem Studium aller Beiträge auf dieser Seite kann ich
    a) nur den Kopf schütteln (über so viel heiße Luft) und
    b) mich in meiner Einstellung ALLEN Religionen gegenüber aufs Neue bestätigt fühlen, – denn ich bin überzeugter Atheist.

    • tenzin sagt:

      Hi Kurt,
      a) was ist „heiße Luft“ genau für Dich? Kann ich nicht nachvollziehen. Sind Leid und Missbrauch heiße Luft?
      b) Als Atheist entkommst Du menschlichen Verfehlungen genauso wenig wie als religiöser Mensch. Was also genau bestätigt das? Dass Atheisten wie Religiöse primär Menschen sind die den Verblendungen häufig nachgeben. Statistisch gesehen findet der meiste (sexuelle) Missbrauch nach wie vor im familiären Umfeld statt. Dein Gedanke überzeugt mich daher gar nicht.

    • stefan sagt:

      Was den Atheismus angeht, da bin ich sehr mit Ihnen, doch geht diese Feststellung doch sehr an der grundlegenden Fragestellung und Erkenntnis von Siddhartha Gautama vorbei: Was ist Leiden? Gibt es einen Weg hin zur Auflösung des Leidens?

      Ich sehe diesen Menschen eher als einen (Meta)Physiker, einen Philosophen, einen Psychologen, einen Erfahrungswissenschaftler.

      Was er die Menschen gelehrt hat, läßt sich meines Erachtens auch auf einen recht schlichten Kern reduzieren lassen: Sittlichkeit, Konzentration des Geistes, durch die Konzentration des Geistes, Durchdringung des Geistes, aus dieser: Einsichtswissen.

      Erkenne Dich selbst.
      Erkenne das Selbst.
      Erkenne in Dir den Fluß von Geist und Materie.

      Das hat wenig mit Religion zu tun.
      Aber es scheint ein Bedürfnis bei den Menschen zu geben,
      sich das Schlichte und Einfache in kompliziertere Formen zu gießen.

      Um sich ein Bild von der Tiefe des Geistes zu machen, empfehle ich Ihnen einen Blick auf die Sacred Mirrors von Alex Grey:

      https://www.youtube.com/watch?v=PWP4q5db8XI

      Was er in diesen Bildern beschreibt ist erfahrbar,
      so wie jede andere Körperempfindung auch erfahrbar ist.

      Nur eröffnen sich diese Erfahrungsebenen nur einem gestillten,
      nicht in der Unruhe des Denkens verhafteten Geist.

      Ich denke, früher oder später werden wir alle in Erfahrungswelten jenseits des materiellen Körpers Einsicht nehmen, ganz gleichgültig, ob wir uns vorher Atheist oder Christ/Moslem/Buddhist oder sonstwie genannt haben.

      Und ich, der ich einen kleinen Weg in diese von Grey so anschaulich beschriebenen Tiefen gehen durfte, weiß auch, daß es nach einer solchen unterhalb der augenscheinlichen, grob-stofflichen Welt liegenden Erfahrung kein echtes Zurück mehr gibt in diese.

      Und ich wundere mich mit jedem Jahr, das ich älter werde, daß ich mich dennoch so sehr von ihr habe wieder einfangen lassen…

      Draußen im Lichte gewesen und doch wieder hinabgestiegen in die Höhle, um den Schatten auf den Wänden bei ihrem Leben zuzusehen…

      In Momenten wie gerade diesem kann ich nur den Kopfschütteln über meine eigene Torheit.

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