Liebe Freunde im Dharma!

Ich möchte Ihnen über meine Zeit als Schülerin von LamaD berichten.

Ich habe seit meinem Verlassen ihrer Gemeinschaft erfahren müssen, dass meine Erfahrungen in Ihrem Hause kein Einzelfall waren und fühle mich verpflichtet, andere davor zu beschützen.

Ich habe vor 8 Jahren LamaD das erste Mal in einem Vortrag erlebt und war tief beeindruckt von ihrer warmherzigen und humorvollen Art zu lehren.

Obwohl ich damals einen Sohn zu versorgen hatte und alles andere als gesund war, engagierte ich mich, um LamaD nach B. zu folgen und Nonne zu werden, wie ich es seit Jugendzeit wünschte.

Mein Gesundheitszustand verschlechterte sich in den folgenden Monaten und mir wurde von meinem Ordinationsmeister geraten, mein Kind in Pflege zu geben. Niemand konnte eine Pflegschaft annehme, also musste ich ihn Freunden zur Adoption freigeben.

Bei meiner Ordination sah ich GesheK das erste Mal und erlebte seinen Schülerkreis das erste Mal. Ich musste hören , wie ein Mönch versuchte meinen Lehrer (LamaD) schlecht zu reden und erlebte, wie fanatische und sektiererische Sichtweisen verbreitet wurden. Allerdings verstörte mich das nicht besonders, weil ich der Meinung war, ich wäre ja so unrein, das ich Unreines wahrnehme, wo keines ist.

Mir gegenüber war LamaD zu dieser Zeit sehr besorgt und mütterlich , mich verwirrte aber der Strenge und beleidigende Ton , den sie den anderen Nonnen gegenüber anschlug. So ergriff ich die Flucht, wenn jemand gerade in einer Schimpfrede gefangen war, weil ich nicht wusste, wie ich helfen sollte. Das wichtigste war LamaD, das alle Ordinierten so viel arbeiten, wie sie konnten, wobei es Ausnahmen gab. Es gab immer Personen , die sehr vorsichtig angefasst wurden -nämlich die neuen Sanghas – und diejenigen die Entschlossenheit und Hilfsbereitschaft gezeigt haben, wurden nach ein paar Belastungs- und Diskretionstest voll ausgelastet. Anfänglich versuchte ich mich noch zurückzuziehen, wenn ich erschöpft war, aber es hagelte sofort Kritik von den älteren Nonnen, die mich dann bei LamaD als faul meldeten. Immer wieder rechtfertigte ich mich vor meinem Lehrer, die sich als freundschaftliche Person und verständnisvoll zeigte.

Allerdings waren die anderen Nonnen immer ärgerlicher auf mich und ich beschloss, zu arbeiten, bis ich umfalle, um endlich Frieden zu haben.

Plötzlich wurde ich gelobt und die Stimmung innerhalb der Nonnen besser, obwohl ich mich wunderte, warum mit den anderen Ordinierten, ganz anders umgegangen wurde.

LamaD erklärte mir, Frauen bräuchten mehr Disziplin und müssten mehr arbeiten, weil sie schlechteres Karma hätten, als Männer. Als alte Frauenrechtlerin war ich dann doch etwas verstört !

Nun beobachtete ich genauer und tatsächlich: Die Mönche wurden losgeschickt, um zu lehren und Meditationen zu leiten – die Nonnen mussten putzen und kochen und wurden als nicht repräsentativ abgestempelt. Tatsächlich stritten die Nonnen ständig, weil sie besonders unter Druck standen. In meiner späteren Zeit als Assistent habe ich es am eigenen Leib erfahren , was es heißt als Nonne in direkter Nähe von LamaD zu sein.

Schließlich erzählte mir LamaD von Disharmonien und Intrigen innerhalb der englischen Hauptgemeinschaft und ich war empört und bereit, meinen Lehrer zu beschützen.

Jeden Tag spitzte sich die Situation zu und schließlich wurde ein Sanghatreffen einberufen, weil Geshe-la LamaD beschuldigte, die Vereinssatzung nicht beachtet zu haben, indem sie andere Lamas besucht hätte.

Es wurde mir berichtet, Geshe-la wolle alles Tibetische herausnehmen und würde sogar seine Schwester von sich weisen und nicht mehr mit ihr reden.

Das alles konnte ich mir nicht vorstellen und LamaD verlangte nun Einsicht in die Vereinsatzung der englischen Hauptgemeinschaft.

Daraufhin stand plötzlich eine britische Nonne vor unserer Tür und wurde von LamaDs persönlichem Feind Gen K. N. begleitet, der sie dolmetschte. Zum ersten mal sah ich einen Mönch aufführen wie ein hasserfüllter Bauarbeiter am Stammtisch !

Diese britische Nonne war also von Geshe-la geschickt worden, um LamaD zu ersetzen. Die gesamte Berliner Sangha war empört und unser Entschluss, dies nicht zuzulassen stand fest.

Nachdem unsere Mönche mit der Lehrerin aus England diskutiert hatten, diese partout nicht einsah, dass Schüler nicht einfach übernommen werden können gegen ihren Willen, wurde sie gebeten zu gehen.

Kurze Zeit später kündigt sich Geshe-la an und reiste mit Vertrauten und Bodyguards an.  Der anwesenden Sangha erklärte er, er würde LamaD die Roben wegnehmen und alle Einweihungssegnungen. Dies begründete er mit einem angeblichen Komplott gegen ihn und der „Semi-Inthronisation“ von LamaD als Tulku.

Er nannte sie eine Betrügerin und unterstellte ihr, sie wolle seine Schüler und seine Besitztümer haben. Alle Argumente von unserer Sangha wurden weggewischt oder gar nicht übersetzt.

Nach seiner Abfahrt fand sich die Sangha zusammen und LamaD stellte jeden frei zu entscheiden, wie er sich verhalten wolle. Wir baten sie, uns nicht zu verlassen und ich erklärte, ich wolle weiterhin ihr Schüler sein.

Bald darauf erreichte alle Ordinierten ein Schreiben von Geshe-la, indem er drohte, uns die Roben wegzunehmen , wenn wir weiterhin LamaD folgten.

Niemand wollte dies tun, also wurden wir von der englischen Hauptgemeinschaft zu Laien erklärt.

So fuhr die Sangha nach Italien zu LamaG, der uns alle aufbaute und uns erklären ließ, dies wäre nicht Rechtens und auch nicht möglich. Ich erinnere mich genau, wie die verstörte und verängstigte Sangha mit hängenden Köpfen vor LamaG saß und ihnen Tee und Marmeladenbrote von alten ehrwürdigen Geshes serviert wurden.

Dies war unsere erste Lektion. Dieser strahlende und freundliche Rinpoche hat uns alle getröstet mit seiner Güte. Er erlaubte LamaD zu lehren und erklärte uns, wir wären nach wie vor ordiniert. Trotzdem wollten wir noch mal die Ordination nehmen und LamaD bat mich sie nach Tibet zu begleiten. Sie hatte mich gefragt, weil ich als erste gebeten hatte, ihre Schülerin bleiben zu dürfen.

Während der folgenden 7 Wochen lernte ich sie von einer ganz anderen Seite kennen. Zum ersten Mal alleine mit meinem Lehrer war ich sehr bemüht alles richtig zu machen, was nie gelang. Da ich über ihre Erwartungen von einer Assistentin nicht informiert war und nur ein paar grundsätzliche Dinge wusste, war sie meistens unzufrieden mit mir. Ich musste feststellen, dass meine Lehrerin Dinge verdrehte und absichtlich erfand, um einen falschen Eindruck zu erwecken.

Ständige Wutanfälle waren an der Tagesordnung und sie wurde immer öfter krank. Schließlich drohte sie mir mich heraus zu werfen, weil sie mein Gesicht nicht mehr ertragen konnte. Nun war ich noch unglücklicher als vorher und sie wollte mich nicht mehr sehen und hören. Plötzlich fragte sie, wo denn ihr Essen wäre und tat, als wäre nie etwas geschehen.

Um nicht völlig durchzudrehen, beschloss ich , alles auszuschalten , was ich als Fehler wahrnehme und es als Schulung anzusehen. Sie sagte sie werde mir meine Mängel schon noch austreiben.

Da sie mich immer als Zeugen brauchte, war ich auch in Tashi Lhunpo dabei , als B. Rinpoche die Ordinationsgelübde nochmals entgegennahm. Eine Zeremonie mit 5 (oder 10?) Vollordinierten war nicht möglich gewesen, deshalb war nur sein Schüler, der damals 13-jährige „Panchen Lama“ (nicht der vom Dalai Lama anerkannte!), ein tibetischer Kindermönch, anwesend.

Dort vergab B. Rinpoche die neuen Ordinationsnamen und ich erhielt letztlich den Namen T. C. (vorher hieß ich noch von GesheK: K. Chökyi). Als ich während einer Besichtigung von Drepung keine Luft mehr bekam – wir waren zu schnell aufgestiegen – und ich hatte mit der Höhenkrankheit zu kämpfen, schimpfte sie. Sie war tatsächlich wütend auf mich, weil ich krank war. Ein Assistent hat zu funktionieren. Obwohl ich immer auf den Beinen war, egal wie es mir ging, war sie ärgerlich , wenn sie merkte, dass es mir nicht gut ging.

Dieses Verhalten hat sie in den folgenden 4 Jahren nicht geändert. Wenn ich krank wurde, sie mit mir, vor allem , wenn sie jemand aufmerksam machte , dass es mir nicht gut ging. Als bei mir eine Nierenkrankheit und eine Epilepsie festgestellt wurde, erlaubte sie mir nicht die Arbeit in der Großküche abzugeben. Den anderen Mitgliedern der Sangha erzählte sie, ich wäre ein Hypochonder – obwohl ich ihr alle Arztbriefe und Diagnosen schriftlich vorgelegt hatte. Das habe ich ertragen und nie widersprochen, ich kann doch nicht meinen Lama der Lüge bezichtigen !

Immer öfter brach ich zusammen und LamaD wurde sehr aufgebracht und wies mich an noch mehr zu arbeiten , weil mir Verdienste fehlen würden.

Inzwischen hatte ich Schulden bei LamaD durch die Reise nach Asien und konnte meine Miete nicht zahlen.

Die Atmosphäre in der sangha war gedrückt, nachdem K. C. (E.) und LT die Sangha verlassen hatte und es wurden haarsträubende Dinge über sie verbreitet. Das Kloster hatte sich mit dem Kauf des Schlosses in B. hoch verschuldet, alle waren ausgelaugt von den immerwährenden Bauarbeiten und alle hatten nicht mehr die Kraft für ihre spirituelle Praxis. Manche schliefen abends einfach da ein , wo sie gerade saßen und ein Mönch im Stehen seine Rezitationen machen- er schlief trotzdem dabei ein. Sogar LamaD merkte nun, dass wir uns übernommen hatten und fing an, etwas Kleineres zu suchen.

Im März 2003 wurde ich von K.D. Rinpoche nochmals ordiniert und bat um einen neuen Namen. Nun hieß ich LS und hoffte , durch meine Entschlossenheit und den Segen von K. D. Rinpoche alle Hindernisse zu überwinden und zu helfen, dass die Sangha in Harmonie zusammenarbeitete und ich wünschte mir sehr, meinem Lehrer und meiner Sangha besser dienen zu können.

Ich weiß nicht, ob LamaD D. Rinpoche über meine Epilepsie informiert hat – ich habe seine Fragen während der Ordination nicht verstanden, mein tibetisch war nicht gut genug – und übersetzt hat sie auch niemand. Gelegenheit zu einem Gespräch gab es nicht, weil LamaD wieder schwerkrank wurde und ich mich mit zwei anderen Nonnen um sie sorgte und dann während einer Einweihung an ihrer Stelle übersetzen sollte (English-Deutsch).

Normalerweise müsste ich mich direkt an K.D. Rinpoche wenden, denn er ist mein Ordinationsmeister und der Abt des Klosters, aber ich? wie?, dass das schon andere versucht haben und gerade Nonnen werden oft nicht einmal wahrgenommen.

Zurück in Deutschland eskalierte die Situation, weil nun hektisch ein neues Zentrum gesucht wurde und dann so schnell wie möglich umgezogen werden sollte.

Inzwischen hatte ich meine Mutter, nach sieben Jahren ohne Kontakt, besuchen dürfen und mich ihr anvertraut. Sie versprach, ich könne zu ihr kommen und sie würde mir helfen herauszukommen.

Als ich LamaD sagte, ich wolle zu meiner Mutter ziehen, bekam sie einen Wutanfall und drohte mir , ich würde in die Hölle kommen, ich hätte alle belogen und meine Gelübde gebrochen, weil ich die Sangha verlassen wollte.

Zusammen mit der frisch ordinierten Nonne L.D. hielt sie mich in meinem Zimmer fest, weil ich beschlossen hatte, dann ohne Erlaubnis zu gehen.

Sie würde mich schon einholen, außerdem wäre meine Mutter an allem Schuld. Sie hätte mich ja immer gerettet, ohne sie (LamaD) wäre ich schon lange untergegangen. Außerdem wäre ich verrückt und sie hätte ja schon oft „meine fieberheiße Wange“ gekühlt.

Angst hatte ich vor ihr und verstört war ich von ihren absurden Behauptungen, aber ich gab dann auf gehen zu wollen. So wurde mir vergeben und alles auf eine angebliche Geisteskrankheit geschoben. Alle die LamaD verlassen haben, wurden als geisteskrank oder als Ordinierte die Ihre Gelübde gebrochen haben dargestellt. So, höre ich das jetzt auch, über mich auch gesprochen. Damit möchte LamaD das Ansehen ihrer Sangha schützen und abwenden, dass jemand darüber nachdenkt, warum in 2 Jahren zwei Mönche und zwei Nonnen aus dem Kloster geflohen sind und die zwei tibetischen Gäste, zwei davon vollordinierte Mönche.

Aber nun zurück zu meinem Bericht.

Einer unserer tibetischen Gäste war ein Laie, der sich als vollordinierter Mönch ausgab und mich belästigte, wenn ich alleine in der Großküche arbeitete.

Meine Ermahnungen und meine Versuche mich zu wehren nützten nicht, er lachte nur darüber. In meiner Verzweiflung wandte ich mich an LamaD und sie versprach mir zu helfen und diesen Mann herauszuwerfen.

Er blieb noch 2 Jahre dort. Die Situation wurde nicht besser und meine Enttäuschung über die fehlende Hilfe bei dieser unmöglichen Situation bewog mich davonzulaufen. Ich konnte die ständige Angst vor seinen Bedrängungen nicht ertragen, wozu war ich dem in einem Kloster ?

Ich zog meine Schlüsse aus den letzten Jahren: Ich war krank und unglücklich , meine Praxis war schlechter als vor meinem Einzug. Die Sangha stritt sich ständig und ich konnte nichts dagegen tun. Der Umgangston war herrisch und unfreundlich unter den Nonnen, ich hatte sogar erlebt, wie die jüngste der Nonnen eingesperrt wurde und zwei Nonnen die Tür bewachten.

LamaD schlug eine der Nonnen, die Ihrer Meinung nach frech war. Wir wurden bedroht, wenn wir Kontakt zu Schülern hatten, die den Sangha verlassen hatten. Ich wurde bedroht weil ich bei einem tibetischen Arzt Hilfe gesucht habe, der ein Schüler des Dalai Lama war. Wir durften alle nicht zu den Einweihungen des Dalai Lama, sonst müssten wir das Kloster verlassen. Zusammengefasst war das schlimmer als bei der englischen Hauptorganisation zu sein.

Dann mir gesagt wurde ich würde meine Gelübde brechen, wenn ich alleine lebe, deshalb bat ich darum, die Roben zurückgeben zu dürfen. Insgesamt habe ich dreimal darum gebeten und es wurde mir nicht erlaubt. Ich wurde mit Drohungen und Beschuldigungen umgestimmt und als ich weglief, fuhr sie mir nach und manipulierte mich mit allen Mitteln um zurückzukommen. Sie wusste, mein Pflichtgefühl und meine Zuneigung zur Sangha zu nutzen.

Schließlich war ich so erschöpft und verstört, dass ich meinen Neurologen bat, mich einzuweisen, damit mich LamaD in Ruhe lassen muss. Außerdem wusste ich, das sie einen Ordinierten nicht gebrauchen konnten, der als labil gilt. Allerdings hatte ich nicht mit ihrer Entschlossenheit gerechnet und sie verkleidete sich als Laie (in Jeans und so) und kam so trotz Besuchsverbot an den Pflegern vorbei. So fand sie mich und bat mich weinend zurückzukommen. Das konnte ich nicht ertragen und ich verließ sofort die Klinik.

Ich konnte aber nicht mehr die Augen vor der Wahrheit verschließen; eine Nonne verließ wieder die Sangha weil sie verzweifelte. Ich sei daran schuld, weil ich durch meinen Aufenthalt in der Klinik gezeigt hätte, dass mir das Leben im Kloster nicht gut tut, sagte LamaD. In der Tat war ich ein Wrack, körperlich und psychisch und nicht mehr vorzeigbar als Nonne.

Deshalb sollte ich in die Psychatrie eingewiesen werden und ich musste mir anhören, ich wäre schizophren und völlig unselbstständig. Dies trug ein Mönch , der auch Sozialarbeiter war, dann auch der Stationsärztin vor und man beschloss, mich zu entmündigen und als Pflegefall in ein Heim einzuweisen.

Ich habe es nicht geschafft, diesen Mönch vor der Ärztin zu berichtigen.
Alle Dinge die ich berichtete wurden als Phantastereien abgestempelt, als die Klink Kontakt zum Kloster hatte. Niemand glaubte mir.

Schließlich bin ich durch die Hilfe meiner Mutter geflohen, bevor die Entmündigung in Kraft war. Ich musste alles zurücklassen, weil ich von einem Pfleger verfolgt wurde, ich konnte nicht einmal meine Robe mitnehmen.

So habe ich ein neues Leben angefangen und habe meinen Austritt aus dem Kloster erklärt nachdem ich in Franken angekommen war.

Ich weiß das ist ein subjektiver Erfahrungsbericht, aber er ist wahr und nicht ausgeschmückt.

Ich möchte allen, die sich überlegen, Schüler von LamaD zu werden, raten, sich genau zu überlegen, auf welches Leben sie sich einlassen. Ich bin als Nonne vollkommen eingeengt worden, ich durfte das Kloster nicht verlassen ohne zu fragen, meine Post wurde abgefangen und geöffnet, mir wurde Kontakt zu meiner Mutter verboten und der Besuch meines Sohnes wurde von meinem Lehrer festgesetzt. Wo bleibt da die Entwicklung für eine eigenverantwortliche Entwicklung ? Wo die Leichtigkeit und die Freude am Dharma ?

Ich hoffe, das niemand meine Erfahrungen machen muss, zum Glück ist es mein schlechtes Karma. Zum Glück bin ich heute eine glückliche Schülerin von einem vollqualifizierten Lehrer und kann in Ruhe trotz aller Arbeit meine Praxis machen. Es hat 1.5 Jahre gedauert, bis ich die Kraft hatte, mich wieder auf eine Lehrer-Schüler-Beziehung einzulassen und ich werde lange an meinem Vertrauen arbeiten müssen.

Aber ich habe den Absprung nur geschafft, weil meine Mutter mir geholfen hat.
Ich weiß, dass viele aus der Sangha nur dort bleiben, weil sie nicht wissen wohin.
Sie haben verlernt für sich selbst zu sorgen und leben in einer fremdbestimmten und fremdartigen Welt, die nicht mit der Welt außerhalb des Klosters zusammenpasst.

Es ist eine Frage der Zeit, bis dieses Kartenhaus aus Lügen zusammenfällt.
Wie kann LamaD einen Lehrer haben, den sie noch nie gesehen hat ?
Wie kann man ein Gesche-Studium anbieten, wenn man selbst noch nicht fertig ausgebildet ist? Wieso zerstört sie den Ruf von Schülern, wenn sie sie verlassen ?

Ich weiß nicht wer ein Buddha ist und wer nicht, aber ich erkenne keinen Nutzen bei diesen Handlungen.

Ich habe viel gelernt in diesen Jahren und bin dankbar für die harte Schulung, aber es hat mich fast mein Leben und meinen Verstand gekostet.
Bitte prüft zuerst, auf wen ihr euch einlasst, wenn ihr euch für einen Lehrer entscheidet.Wenn man sich erst mal entschieden hat, sollte man sicher sein können und aufrichtig dem Lehrer dienen.

Ich habe hart bezahlt dafür, dass ich nicht geprüft habe, sondern meinem Herzen gefolgt bin.

Ich liebe LamaD immer noch, so wie es ein Schüler tun darf und ich bin unberührt, ob ihrer zweifelhaften Geschichten über mich. Aber mir wurde meine Naivität mit dem Holzhammer ausgetrieben und dafür bin ich ihr dankbar. Ich achte sie als meine erste Dharmalehrerin und ich kenne ihre guten Seiten und schätze ihre Dynamik im Lehren und im Aufbau von Zentren.

Aber ihre Methoden sind oft zweifelhaft und der Zweck heiligt nicht alle Mittel.
In mir ist weder Wut noch Aggression noch Rache. Ich liebe meine Sangha, die meine Familie geworden ist und LamaD, die so lange wie eine Mutter für mich gesorgt hat, auf ihre Art.

Ich habe sie als Assistent oft genug schwach und verzweifelt erlebt und gequält von Schmerzen und Überlastung. Ich denke, sie will wirklich nur helfen und Dharma lehren, aber manchmal meint sie, alles tun zu dürfen um Dinge zu erreichen, die ihr wichtig sind.
Ich bin unsicher, inwieweit sie ihrer Handlungen bewusst ist, ich habe erlebt, dass sie sich nicht erinnern kann an solche Vorfälle. Wahrscheinlich glaubt sie selber an das was sie sagt.
Ich denke , damals während der Auseinandersetzung mit GesheK ist etwas in ihr zerbrochen und weil wir sie nicht haben gehen lassen, wusste sie eine Stabilität und Autorität vorleben, die sie nicht hatte.

Sie war einfach ein todtrauriger und verzweifelter Schüler von einem Lehrer, der sie nicht mehr wollte.

Ab dieser Zeit hat sich alles so verrückt entwickelt. Sie ist nicht bösartig oder machtgierig, sie denkt sie muss so sein um Schülern zu helfen – das hat sie mir selbst gesagt.

Ich habe nun nichts mehr zu sagen, außer dass ich hoffe, mit meiner guten Motivation ein klärendes Licht auf diese Vorfälle in der Gemeinschaft von LamaD geworfen zu haben.

Ich kann nicht mehr anders helfen, weil ihre Schüler von mir nichts mehr an Rat oder überhaupt etwas annehmen dürfen.

Ich denke vor allem an ihren Assistenten, der durch seine Güte und Disziplin immer Vorbild für mich war und ist und der sie nicht verlassen kann, weil sonst alles zusammenbricht.

in Gebeten
MS

Liebe Freunde im Dharma!

Ein Gedanke zu „Liebe Freunde im Dharma!

  • 28. März 2012 um 03:46
    Permalink

    Hallo,

    vielen Dank für die offene Berichterstattung. Es ist wichtig, dass sowas neutral und ohne Böswilligkeit erzählt wird, eben so, wie es erlebt wurde.

    Mich haben die Berichte auf dieser Website achtsamer gemacht.

    Vielen Dank.

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